Köln News: Vertrag bis 2023: Anthony Modestes Zukunft noch offen
Köln-Torjäger Modeste: Im Sommer bahnt sich der nächste Poker an
24.03.2022 | 17:14 Uhr
Der 1. FC Köln hat mit Anthony Modeste einen Top-Stürmer in seinen Reihen, doch wie lange der 33-Jährige noch bei dem Rheinland-Klub kicken wird, ist derzeit noch offen.
"Ich glaube, dass viele Menschen wechseln würden, wenn ein besseres Angebot kommt. Wenn man in einem Supermarkt arbeitet und REWE zahlt mehr, würde man das doch auch machen. Das finde ich normal und verstehe nicht, warum es bei Fußballern ein so großes Problem ist", sagte Kölns Top-Stürmer Anthony Modeste vor ein paar Tagen in einem Interview mit dem Express auf die Frage, ob er beim hochdotierten Angebot von Saudi-Arabiens Topklub Al-Hilal in der Winterpause nachdenklich geworden wäre.
Modeste: "Der Effzeh ist mein Klub"
Modeste hat in Köln alles, was er braucht, um seine Leistung zu bringen. Die Fans lieben ihn, Trainer Steffen Baumgart vertraut ihm zu 100 Prozent und macht den Stürmer im hohen Alter noch einmal zu einem besseren Spieler, kitzelt all sein Potenzial aus ihm heraus. Dennoch macht sich der 33-jährige Franzose Gedanken um seine Zukunft: "Wenn der Verein mich fragt, werde ich mir meine Gedanken machen. Wie gesagt: Der Effzeh ist mein Klub, ich fühle mich hier wohl. Diese Saison noch mehr, nachdem die letzten Jahre nicht so gut waren, weil ich verletzt war oder eben nicht dieses Vertrauen gespürt habe. Am Ende brauche ich ein bisschen Sicherheit. Vor Saisonende würde ich gerne wissen, wie meine Karriere im Sommer weitergeht."
Heißt: Bei einem erneuten Angebot, dass dem aus der Winterpause nahe kommen würde, könnte Modeste trotz Vertrag bis 2023 im kommenden Sommer erneut nachdenken, sich noch einmal zu verändern. Modeste, der sich in Köln mit seiner Familie allerdings sehr wohl fühlt, betonte bereits, sich durchaus vorstellen zu können, auch für ein geringeres Gehalt beim Effzeh weiterzumachen.
Einiges an Arbeit für neuen Sportchef
Bei den Verantwortlichen des Klubs kommen die Aussagen Modestes auch an, werden aber noch sehr entspannt gesehen: "Es gibt keinen Druck, wir müssen keine Schnellschüsse machen", erklärte der Sportliche Leiter des Vereins, Thomas Kessler neulich in einer Medienrunde. "Tony hat Vertrag bis 2023. Deswegen sind wir in keinster Weise in der Pflicht, frühzeitig eine Entscheidung zu treffen."
Das Gleiche gilt für die Gespräche mit Jonas Hector, Florian Kainz und Baumgart, dessen Verträge auch alle 2023 auslaufen. Viel Arbeit für den kommenden Sportchef Christian Keller, der am 1. April seinen Dienst in Köln antreten und dessen größtes Projekt sein wird, Modeste von einem noch längeren Verbleib zu überzeugen. Auf der anderen Seite kann der 1.FC Köln das Geld nach der Coronapandemie und einigen Heimspielen ohne Zuschauereinnahmen durchaus gebrauchen.
Modeste-Berater zuletzt in Köln gewesen
Nachdem die BILD zuerst darüber berichtete, kann Sky bestätigen, dass Modeste-Freund und Berater Patrick Mendy vor ein paar Tagen in Köln weilte, um mit Modeste erste Gespräche über seine Zukunft zu führen. Mendy betreute Modeste bereits bei seinem Wechsel nach China 2019 und stand ihm mit Rat und Tat zur Seite.
Fakt ist: Es bleibt spannend um den 15-Toremann der Rheinländer, die bis zum Sommer noch die ein oder andere Baustelle zu bearbeiten haben.