Kölns Keeper Timo Horn nach Patzer gegen Stuttgart am Boden - im VIDEO
FC mit bitterer 2:3-Heimpleite
05.03.2018 | 10:50 Uhr
Timo Horn sackte nach dem Abpfiff in seinem Strafraum zusammen. Der 1. FC Köln hatte das nächste wichtige Abstiegsendspiel verloren. Und der Keeper hatte einen großen Anteil an der bitteren Niederlage gegen den VfB Stuttgart.
Schon kurz vor der Pause stand Horn fassungslos vor seinem Tor. Fasste sich ungläubig an den Kopf. Sein Mega-Patzer zum 1:2 kurz vor dem Pausenpfiff hatte eine bis dahin dominante Partie der Kölner endgültig zum Kippen gebracht.
"Wir haben die beste Halbzeit der Saison gespielt, und Stuttgart dreht die Partie durch zwei individuelle Fehler von uns", sagte der Keeper am Sky Mikro.
Auch beim vorentscheidenden 1:3 durch Beck agierte er unglücklich. Trotz guter Kölner Leistung steht unterm Strich eine 2:3-Niederlage. Ein Sieg hätte die Hoffnung im Kölner Umfeld endgültig zurückgebracht.
Zum ersten Mal seit dem zweiten Spieltag wäre der Effzeh die Rote Laterne an den HSV los gewesen. Auf Mainz und Wolfsburg wären es nur noch fünf Punkte Rückstand gewesen. "Es tut mir unfassbar leid für die Mannschaft, die Fans und das ganze Umfeld", sagte der geknickte Keeper: "Ich suche keine Ausreden. Das ist ein Ball, den ein Torwart sicher halten muss."
Keine Vorwürfe vom Team
Seine Mitspieler wollten ihm keine Vorwürfe machen und trösteten den Keeper noch auf dem Platz. Von Gegenspieler Ginczek bekam der 24-Jährige sogar direkt nach dem dicken Bock Zuspruch.
Routinier Claudio Pizarro erklärte später bei Sky: "Wir werden ihn unter der Woche wieder aufbauen." Denn alle Kölner wissen, dass sie in den letzten Wochen einen Horn in Topform brauchen werden, wenn das fast Unmögliche doch noch möglich werden soll.
Auch Trainer Stefan Ruhtenbeck nahm seinen Keeper in Schutz: "Timo hat uns so oft im Spiel gehalten, da gibt es null Komma null Vorwürfe. Er ist ein super Junge, ein super Keeper, der den Fehler richtig einschätzen kann. Er wird in den nächsten Wochen wieder gute Leistung bringen."
Glaube noch nicht erloschen
Trotz der kollektiven Inschutznahme könnte es für die vom Pech verfolgten Kölner jetzt schon fast zu spät sein. Acht Punkte muss Köln in den letzten neun Spielen irgendwie gut machen.
Daher weiß auch der Unglückgsrabe, welche große Möglichkeit das Team gegen den VfB hat liegen lassen: "Wir dürfen eigentlich kein Spiel mehr verlieren. Wir müssen das Feld von hinten aufrollen und heute hatten wir eine Riesenchance ranzukommen."
Ruthenbeck wollte vom Aufgeben trotzdem nichts wissen: "Wir haben noch genug Spiele, die richtig spannend werden."
Am kommenden Spieltag müssen die Kölner zum Abstiegsknaller an die Weser. Gegen wiedererstarkte Bremer wird Horn alles versuchen, um seinen Fehler gut zu machen.
Vielleicht rettet er den Kölnern dann ja den Sieg.