Kovacs FC Bayern: fit, stabil und mit neuer Waffe
Starker Auftritt gegen Red Devils
08.08.2018 | 10:46 Uhr
Erstmals in der Vorbereitung hatte Bayern-Trainer Niko Kovac beim Test gegen Manchester United alle seine Stars an Bord. Und der erste Eindruck überzeugte.
Bis auf James Rodriguez, der angeschlagen fehlte, war die Mannschaft des FC Bayern beim 1:0-Sieg gegen die Red Devils komplett. Obwohl die Beine vom Trainingslager in Rottach-Egern sicherlich ein bisschen schwer waren, zeigten die Münchner in der heimischen Allianz Arena viele gute Ansätze.
Sky fasst die wichtigsten Erkenntnisse aus der Partie gegen ManUnited zusammen.
Defensive Stabilität ist zurück
Die Null steht! Torwart Manuel Neuer hatte gegen das Team von Jose Mourinho einen ruhigen Abend. Die FCB-Abwehr ließ lediglich einen Torschuss zu.
"Die defensive Absicherung war richtig gut", findet Niklas Süle, "in der letzten Saison war in vielen Spielen das Problem, dass wir in Unterzahl hinten standen."
Mitverantwortlich für diese defensive Stabilität war unter anderem Jerome Boateng. Ob der Innenverteidiger Bayerns Abwehr auch in der kommenden Saison unterstützen wird, ist allerdings noch offen. Der 29-Jährige steht wohl kurz vor einem Wechsel.
Bayern setzen auf Gegenpressing
Die Münchner sind in der Regel hohe Ballbesitzwerte gewohnt, aber auch das Spiel ohne Ball konnte sich gegen Manchester United durchaus sehen lassen.
Nach Ballverlust setzten die Bayern ihren Gegner sofort unter Druck. "Wir haben viele Bälle sofort wieder erobert", lobt Thomas Müller und bezeichnet das Umschaltspiel seiner Mannschaft gar als "exzellent".
Kovac-Team ist fit
Während der Rekordmeister aktuell mitten in der Vorbereitung steckt, steht ManUnited kurz vor dem Saisonauftakt. Dennoch wirkten die Münchner auf dem Platz frischer - das Ergebnis von Kovacs intensiven Trainingseinheiten.
"Wir trainieren länger und es wird mehr auf die Grundlagen und die Ausdauer geachtet", erklärt Joshua Kimmich. Für Neuzugang Leon Goretzka eine ungewohnte Situation: "Mit zwei Einheiten am Tag kommt man fast auf sechs Stunden, die man auf dem Trainingsplatz steht. Es ist eine andere Philosophie, die für mich aber auch Sinn ergibt."
Der universelle Gnabry
Auch wenn Kovac mit seiner Startaufstellung gegen die Mourinho-Elf größtenteils auf Altbewährtes setzte - eine Überraschung hatte er dennoch parat: Der von einer Leihe zurückgekehrte Serge Gnabry lief gegen Manchester als Mittelstürmer auf.
Der 23-Jährige konnte zwar nicht als Torschütze glänzen, gehörte auf der für ihn ungewohnten Position aber dennoch zu den besten Bayern am Sonntagabend.
Gnabry könnte für Kovac zu einer echten Allzweckwaffe werden: Eigentlich ist der Offensiv-Allrounder auf dem Flügel zu Hause, auf der USA-Reise kam er aber auch als Rechtsverteidiger zum Einsatz - und Mittelstürmer klappt nun scheinbar auch.