Leki und Saier erklären den Freiburger Weg
Der SC Freiburg will sich von seinen jüngsten Erfolgen nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen lassen. Vorstand Oliver Leki setzt weiter auf organisches Wachstum, Identität und Verlässlichkeit. Das "Meisterstück“ definiert der Klub für sich anders.
04.09.2026 | 10:51 Uhr
Vier Europapokal-Qualifikationen in fünf Jahren und zuletzt das Finale der Europa League: Der SC Freiburg hat sportlich Maßstäbe gesetzt. Doch die Klubführung versteht die Erfolge nicht als Selbstverständlichkeit. Statt neue Titel auszurufen, stellt sie Kontinuität und die eigenen Werte in den Mittelpunkt.
Der SC Freiburg will auch nach den vielen Erfolgen in der jüngeren Vergangenheit seinem Weg treu bleiben. "Wir lassen uns nicht treiben", versicherte Vorstand Oliver Leki dem Bundesliga Magazin: "Wir hatten sehr gute zehn, herausragende fünf Jahre. Es ist klar, dass wir unseren Weg nicht verändern."
Innerhalb von fünf Jahren haben sich die Breisgauer viermal für einen europäischen Wettbewerb qualifiziert, in der vergangenen Saison erreichte die Mannschaft von Trainer Julian Schuster überraschend das Finale in der Europa League (0:3 gegen Aston Villa). Als selbstverständlich betrachtet man diese Erfolge in Freiburg nicht. "Garantien gibt es keine im Fußball. Andere sind zuletzt auch schon abgestiegen mit vergleichbaren oder besseren Möglichkeiten", sagte Sportvorstand Jochen Saier, der wie Leki seinen Vertrag im Sommer bis 2030 verlängert hat.
Kontinuität statt Titelversprechen
Das Duo will mit dem SC auch künftig die "Balance nicht verlieren", wie Leki betonte: "Wir wollen unser organisches Wachstum fortsetzen." Dabei wolle man "die eigene Identität und die eigenen Werte nicht verlieren", so Leki.
Titel werden nicht als Ziel ausgegeben. "Wenn wir auf unserem Weg bleiben. Bei uns bleiben. Mit unserer Verlässlichkeit, unserer Identität. Ist das dann vielleicht aus unserer Sicht nicht eher das Meisterstück?", fragte Saier.
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