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Manchester United: Keane und Neville über erfolgreiche Zeiten bei United

Keane: "Meine Aufgabe war, Pleiten zu verhindern und Titel zu gewinnen"

Sky Sport

31.03.2020 | 10:46 Uhr

Roy Keane prägte eine Ära bei Manchester United
Image: Roy Keane prägte eine Ära bei Manchester United © Getty

In Monday Night Football Retro von Sky UK sprechen die ehemaligen Red Devils Gary Neville und Roy Keane über die Erfolgssaison 2000/2001, ein ganz spezielles Stürmerduo und über Keanes Rolle als Kapitäns bei United.

In 12 Jahren als Red Devil erzielte Roy Keane 33 Tore. "Denkst du, du hättest mehr Tore für Manchester United schießen sollen?" wird der 48- Jährige gefragt. "Nein, absolut nicht", lautet seine Antwort. Weiter erklärt Keane: "Das war nicht meine Aufgabe. Meine Aufgabe bestand darin, keine Spiele zu verlieren und Titel zu gewinnen."

"Habe schon viele Tore gemacht"

Vor seiner Zeit als Kapitän in Manchester stand der Ire bei Nottingham Forrest unter Vertrag. Seine Rolle veränderte sich im Laufe seiner Karriere stark. "Ich habe schon früh in meiner Karriere viele Tore erzielt, deshalb dachte ich: Ich habe diesen Teil des Spiels gemacht, ich werde mich darauf konzentrieren, das Spiel zu diktieren", so Keane.

Die neue Rolle des Mittelfeldkoordinators trug schon bald Früchte. United gewann drei Premier League Titel in Folge, von 1999 bis 2001. Gary Neville erinnert sich an ein ganz besonderes Jahr in der Premier League: "Die Saison 2000/01 war die komfortabelste, die wir in Bezug auf den Gewinn der Premier League hatten", schwärmt Neville. "Wir waren zuversichtlich, nachdem wir einige Jahre zuvor das Triple und im Jahr danach die Liga gewonnen hatten."

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"Es gab wohl keine Zweifel, dass wir die Liga gewinnen würden"

Das 6:1 gegen den Rivalen Arsenal London stand sinnbildlich für die dominante Saison 2000/2001 der Red Devils. "Wir hatten fast das Gefühl, dass wir im Januar oder Februar desselben Jahres die Liga gewinnen würden, weil wir ziemlich erfahren geworden waren, was wir tun mussten, um Titel zu gewinnen."

"Wir hätten es nie öffentlich gesagt, aber als wir den 6:1-Sieg gegen Arsenal einfuhren, gab es wohl keine Zweifel, dass wir die Liga gewinnen würden. Wir waren völlig zuversichtlich", erklärt Neville.

2:55
Premier League, 29. Spieltag: Der französische Nationalspieler Anthony Martial und Scott McTominay erzielten die Treffer. Beide profitierten von der Mithilfe des brasilianischen City-Torwarts Ederson, der bei beiden Treffern eine unglückliche Figur m

"Ich wünschte, ich wäre ein bisschen entspannter gewesen"

In diesem Punkt widerspricht Keane seinem ehemaligen Kapitän deutlich: "Während meiner gesamten Karriere habe ich nie gedacht, dass etwas einfach ist. Wir haben es am Ende leicht aussehen lassen, aber das lag daran, dass wir wirklich hart gearbeitet haben."

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Weiter beschreibt Keane: "Ich wünschte, ich wäre ein bisschen entspannter gewesen, als wir so weit in Front lagen. Aber ich hatte das Gefühl, dass ich mich nicht entspannen konnte. Ich konnte nicht so denken. Das war meine Denkweise und ich war nie wirklich glücklich."

"Yorke war ein unglaublicher Spieler"

Keane nahm die Rolle des Kapitäns in seiner Zeit unter Alex Ferguson sehr ernst. Zwar schoss er im Training viele Tore, "aber am Spieltag habe ich das den Stürmern und Leuten wie Scholes, Giggs und Beckham überlassen", so Keane. In dieser Stürmerauflistung darf Dwight Yorke keineswegs fehlen. Denn beim 6:1 gegen die Gunners erzielte der Stürmer, der 1998 nach Manchester kam, in 22 Minuten einen Hattrick.

"Er konnte alles machen. Er konnte Tore schießen, ein Spiel aufbauen, Spieler hinterlaufen, dribbeln, andere Spieler ins Spiel einbringen - er war der Allround-Mittelstürmer", schwärmt Neville vom ehemaligen Nationalspieler Trinidad und Tobagos. "Wir wussten, dass Yorke ein guter Spieler von Aston Villa war, aber man hätte nicht gedacht, dass er derjenige sein würde, der zu United kommen würde", erklärt der ehemalige Rechtsverteidiger.

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"Sie haben Europa erleuchtet"

Neville ist nicht nur von Yorkes individuellen Fähigkeiten fasziniert, sondern auch vom Zusammenspiel mit Andy Cole. Der Engländer, der 1995 von Newcastle zu United wechselte, brillierte in den gemeinsamen Jahren mit Yorke. "Allein in der Saison, in der wir das Triple gewannen, waren Yorke und Cole die besten Sturmpartner, mit denen ich bei Manchester United spielte", beschreibt Neville.

"Die Art und Weise, wie sie zusammenspielten, war sensationell. Sie haben die ganze Liga erleuchtet, sie haben Europa erleuchtet." Doch nicht nur Yorke und Andy Cole verfügten über ein starkes Zusammenspiel. Neville erläutert, dass alle Stürmer dieses Teams in der Triple-Saison außerordentlich gut zusammenpassten: "Egal in welcher Zusammensetzung die Spieler auf dem Rasen standen, alle vier Stürmer in dieser Saison konnten zusammenspielen. Sie hatten alle gute Kombinationen miteinander."

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Es hat nicht sofort Klick gemacht

Neville erinnert sich an die ersten gemeinsamen Tage mit dem Stürmerduo: "Yorke und Cole haben sich nicht von Anfang an gut verstanden. Es dauerte 10 bis 15 Spiele, bis es passte. Das Auswärtsspiel in Leicester bleibt mir im Gedächtnis. An diesem Tag ist einfach etwas passiert, und danach begannen sie, sich miteinander zu vertragen, sich abseits des Spielfeldes zu vertragen, und es entwickelte sich ein Respekt zwischen ihnen."

Yorkie, Coley, Ole und Teddy - brillante Spieler

United hatte um die Jahrhundertwende eine Fülle von Offensivtalenten: Yorke, Cole, Teddy Sheringham und Ole Gunnar Solskjaer. Aber welche war die beste Kombination? Für Keane trugen alle vier ihren Teil bei.

"Ich mag diese Gespräche nicht, wirklich nicht, es ist wirklich unfair", so Neville. "Wir hatten wirklich Glück mit den vier Stürmern, die wir damals hatten. Yorkie, Coley, Ole und Teddy - brillante Spieler."

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