Mats Hummels kritisiert Bayern-Star Karl für Jubel gegen Atletico Madrid
Nach seinem wichtigen Führungstor beim Champions-League-Sieg des FC Bayern gegen Atlético Madrid sorgte Bayern-Jungstar Karl nicht nur mit seiner Leistung für Schlagzeilen.
04.11.2026 | 09:50 Uhr
Auch sein provokanter Jubel rückte in den Fokus. Ex-Bayern-Star Mats Hummels äußerte deutliche Kritik und verriet, dass er seinem Sohn diese Geste sogar verboten hat.
Der FC Bayern feierte mit dem 2:0-Sieg bei Atletico Madrid einen wichtigen Erfolg in der Champions League. Für Gesprächsstoff sorgte dabei nicht nur das starke Auftreten der Münchner, sondern auch der Jubel von Matchwinner Karl nach seinem Führungstreffer.
Der Jung-Nationalspieler nutzte in der 54. Minute einen Fehler von Atlético-Verteidiger Robin Le Normand, eroberte den Ball im Strafraum und lupfte ihn über Torhüter Jan Oblak hinweg zur Bayern-Führung ins Netz. Anschließend feierte Karl ausgelassen mit seinen Mitspielern und zeigte dabei die mittlerweile bekannte Geste mit den Händen an den Ohren sowie eine "Bla-Bla"-Bewegung. Die Botschaft: Die Kritiker sollen weiterreden.
Gesten haben Einfluss auf junge Fußballer
Bei Amazon Prime stieß die Aktion jedoch nicht auf ungeteilte Zustimmung. Ex-Nationalspieler Mats Hummels äußerte sich deutlich kritisch zu dem Jubel: "Mein Sohn ist acht. In den Spielen von seiner Mannschaft sehe ich schon Kinder diesen Jubel machen, weil der so oft vorkommt mittlerweile." Seinem Sohn verbiete er die Jubelgeste, so der Weltmeister von 2014.
Karl ebnet Weg zum Bayern-Sieg
Der Jubel selbst ist in den vergangenen Jahren bei zahlreichen Profis populär geworden und wird häufig als Reaktion auf Kritik oder Zweifel von außen verwendet. Während viele Spieler ihn als Ausdruck von Selbstbewusstsein verstehen, sehen Kritiker darin eine unnötige Provokation.
Sportlich dürfte Karl die Diskussion jedoch verschmerzen können. Mit seinem Treffer ebnete er den Weg zum Auswärtssieg in Madrid und avancierte zu einem der entscheidenden Akteure beim starken Auftritt des FC Bayern in der Königsklasse. Für Gesprächsstoff sorgte danach allerdings nicht nur sein Tor, sondern auch die Art, wie er es feierte, auch wenn die Münchner dem Thema auswichen:
"Lennart Karl ist für uns ein wichtiger Spieler, das haben wir nie in Abrede gestellt", erklärte beispielsweise Sportvorstand Max Eberl. Er habe auf dem Platz sehr "fleißig mitgearbeitet und sich mit dem Tor belohnt". Und der Jubel? "Ich habe es ehrlicherweise gar nicht gesehen", so Eberl. Darum: keine Bewertung.
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