Matthäus und Magath über Bayern-Gegentore und Hoeneß-Aussage

Die Münchner hatten zuletzt zehn Gegentore in fünf Pflichtspielen hinnehmen müssen. Auch Uli Hoeneß hatte sich zur Thematik gemeldet.

Dayot Upamecano (vorne) und Min-jae Kim bilden die Innenverteidigung beim FC Bayern.
Image: Dayot Upamecano (vorne) und Min-jae Kim bilden die Innenverteidigung beim FC Bayern.  © DPA pa

Uli Hoeneß hatte mit seiner Aussage zu den vielen Gegentoren des FC Bayern für Aufsehen gesorgt. Sky Experte Lothar Matthäus und Trainer-Ikone Felix Magath gaben Hoeneß recht.

Zu den vielen Gegentreffern, die der FC Bayern in den vergangenen fünf Pflichtspielen gegen den VfL Wolfsburg, Feyenoord Rotterdam, SC Freiburg, Slovan Bratislava und Holstein Kiel kassierte, meinte Hoeneß im Bayerischen Rundfunk: "Das muss der Herr Eberl mit ihm (Kompany; Anm. d. Red.) ausmachen, aber wenn ich ihn (Kompany; Anm. d. Red.) demnächst mal sehe, werde ich ihn auch fragen, warum wir so viele leichte Tore kriegen."

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Lothar Matthäus gab Hoeneß recht. "Die Bayern performen nicht mehr mit dieser Leichtigkeit und dieser Souveränität. Im Gesamtgefüge haben sie in der Hinrunde nicht diese Gegentore bekommen. Somit hat Uli Hoeneß mit seiner Aussage die Situation korrekt eingeschätzt. Normalerweise lobt er ja seine Bayern, aber jetzt hebt er warnend den Finger und sagt: 'Hey Jungs, aufpassen! Wir müssen uns wieder mehr konzentrieren'", betonte der Weltmeister von 1990 bei Sky90 - die Fußballdebatte.

Magath sieht fehlende Stabilität

Auch Trainer-Legende Felix Magath pflichtete bei. "Uli Hoeneß ist nicht ganz zufrieden von den Auftritten seiner Mannschaft. Wie wir alle sieht er halt, dass die große Stabilität nicht in der Truppe ist. Ich würde das Spiel gegen Kiel nicht überbewerten. Aber es sind halt die Spiele vorher wie gegen Rotterdam, drei Gegentore, das ist ein bisschen viel. Er sieht halt, dass der Auftritt noch nicht so gut ist, dass man sich zurücklehnen und in Ruhe dieses Spiel der Bayern genießen könnte."

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Matthäus machte als FCB-Achillesferse die Innenverteidigung aus. "Wenn man sieht, wie viele Spieler der FC Bayern für diese zwei Positionen geholt hat, da haben sechs bis sieben Spieler 300 Millionen Euro gekostet. Es ist nichts zusammengewachsen, es fehlt nach wie vor derjenige, der die Abwehr organisiert. Sie sind mit 19 Gegentore immer noch die beste Abwehr der Bundesliga. Sie sind besser als die anderen, aber das ist natürlich nicht der Anspruch des FC Bayern", so der Sky Experte.

Matthäus kritisiert Einkaufspolitik

Damit übte Matthäus auch Kritik an zurückgelegenen Transferentscheidungen: "Die Fehler, die jetzt bei den Gegentoren sichtbar werden, sind in der Vergangenheit passiert in der Einkaufspolitik durch Transfers, die Bayern München nicht unbedingt für diese zwei Positionen glücklich gemacht hat. Mit de Ligt haben sie denjenigen, der eigentlich als Leader gesehen wurde, zu Manchester United gehen lassen. Das war auch ein Fehler, was die Stabilität und Führungsqualitäten in der defensiven Zentrale betrifft."

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Lothar Matthäus kritisiert bei Sky90 die Bayern-Abwehr in dieser Saison und den Verkauf von Matthijs de Ligt.

Auch Magath sieht die Hauptfehlerquelle in der Transferpolitik. "Es spielen ja mehr als die Verteidiger im Feld. Das ist dann eine Frage der Abstimmung. Das ist eine Frage, wie ich Defensive mit Offensive verbinde. Da hat der FC Bayern in der Vergangenheit keine klare Linie gehabt, was die Einkäufe angeht. De Ligt wurde gekauft, dann wurde er wieder abgegeben. So kann natürlich nur schwer irgendwas zusammenwachsen. Und der FC Bayern wird es auch nicht ändern, eine Mannschaft muss zusammenwachsen. Denn sonst können am Ende die Spieler nicht performen", so der Europameister von 1980.

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