Peter Stöger: Kein Verständnis für Pierre-Emerick Aubameyang
BVB-Coach rechnet dennoch mit Verbleib des Goalgetters
17.01.2018 | 17:42 Uhr
Dortmunds Trainer Peter Stöger rechnet offenbar mit einem Verbleib seines zuletzt suspendierten Goalgetters Pierre-Emerick Aubameyang über den Winter hinaus.
"Ich gehe davon aus", sagte der Österreicher im Gespräch mit der Sport Bild. Die Extravaganzen des Gabuners lassen Stöger allerdings weiterhin grübeln. "Enttäuschung ist der falsche Ausdruck. Eher Unverständnis, denn ich kann sein Verhalten nicht wirklich nachvollziehen. Da bin ich allerdings auch nicht der Einzige", sagte Stöger.
Der anscheinend wechselwillige Aubameyang hatte zuletzt die Mannschaftsbesprechung nach dem Abschlusstraining für das Ligaspiel gegen den VfL Wolfsburg am Sonntag (0:0) geschwänzt. Stöger suspendierte den 28-Jährigen daraufhin für diese Partie. Bei weiteren Fehltritten will der BVB-Coach auch künftig auf diese Weise durchgreifen.
"Von Geldstrafen als einzige Konsequenz halte ich gar nichts. Ich habe in meiner Karriere noch nie eine ausgesprochen", sagte der 51-Jährige: "Da zahlt jemand Kohle und das war es? Ich reagiere mit Strafen eher zum Wochenende hin - wie man jetzt auch gesehen hat."
Auba sagt "sorry"
Aubameyang hatte sich inzwischen für sein Fernbleiben bei der Teamsitzung vor dem Wolfsburg-Spiel entschuldigt. Dies bestätigte Stöger.
"Ich habe gestern ein Gespräch mit ihm gehabt. Das war absolut in Ordnung. Er hat noch mal gesagt, dass es ihm leid tut", sagte der Österreicher nach dem Training am Dienstag.
Stöger schließt eigenen Verbleib nicht aus
Stöger selbst, der einen Vertrag bis zum Saisonende besitzt, steht einem Verbleib beim BVB weiterhin offen gegenüber. "Ich werde versuchen, meine Chance zu nutzen, und dann sehen wir, was passiert", sagte er: "Wenn ich erfolgreich bin - es aber nicht weitergehen würde - hätte ich danach wahrscheinlich wieder gute Möglichkeiten. Wenn alles passt, bleibe ich."