Pleiten für Deutschlands Gegner Schweden und Südkorea

Niederlagen gegen Rumänien und Polen

Die Schweden müssen sich Rumänien mit 0:1 geschlagen geben.
Image: Die Schweden müssen sich Rumänien mit 0:1 geschlagen geben.  © Getty

79 Tage vor dem Start der WM-Endrunde in Russland suchen die deutschen Gruppengegner Schweden und Südkorea noch ihre Form, auch bei Gastgeber Russland ist noch reichlich Sand im Getriebe.

Italien-Bezwinger Schweden kassierte in Rumänien eine 0:1 (0:0)-Niederlage und Ostasienmeister Südkorea unterlag im Duell zweier WM-Teilnehmer in Polen 2:3 (0:2). Russland verlor in St. Petersburg 1:3 (0:1) gegen Geheimfavorit Frankreich.

In Chorzow brachte Bayern-Torjäger Robert Lewandowski die Hausherren in der 32. Minute auf die Siegerstraße. Kamil Grosicki (45.+1) erhöhte kurz dem Pausenpfiff. Auch im zweiten Durchgang standen die Südkoreaner lange auf verlorenem Posten, ehe Chang-Min Lee (85.) und Hee-Chan Hwang (87.) kurz vor Schluss zuschlugen. Piotr Zielinski (90.+2) sicherte dann aber Polen doch noch den Sieg.

Schweden mit erheblichen Defiziten

Den Siegtreffer für Rumänien erzielte Dorin Rotariu in der 57. Minute. Schweden offenbarte ebenso wie bei der Last-Minute-Niederlage gegen Chile auch gegen Rumänien erhebliche Defizite, die Trainer Janne Andersson nicht gefallen dürften. Torjäger Emil Forsberg vom Vizemeister RB Leipzig konnte die Begegnung wegen muskulärer Probleme nur als Zuschauer verfolgen.

Die Nordeuropäer, am 23. Juni in Sotschi zweiter Vorrundengegner von Titelverteidiger Deutschland, hatten am vergangenen Freitag zu Hause 1:2 gegen Chile verloren. Südkorea, zum Abschluss der Gruppenphase am 27. Juni in Kasan Kontrahent der DFB-Auswahl, war am selben Tag in Belfast gegen Nordirland ebenfalls mit 1:2 unterlegen.

Russland enttäuscht gegen Frankreich

WM-Gastgeber Russland enttäuschte vier Tage nach dem 0:3 gegen Rekordweltmeister Brasilien erneut auf der ganzen Linie. Jungstar Kylian Mbappe (40., 83.) von Paris St. Germain und Paul Pogba (49.) von Manchester United trafen für den Weltmeister von 1998, der am vergangenen Freitag in Paris 2:3 gegen Kolumbien verloren hatte. Fedor Smolow (68.) traf für das Team von Trainer Stanislaw Tschertschessow.

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Bei den Russen stand der ehemalige Schalker Roman Neustädter in der Startelf, der frühere Kölner Konstantin Rausch wurde zur zweiten Halbzeit eingewechselt. Die beiden ehemaligen Bundesligaprofis waren nach der Pleite gegen Brasilien vom russischen Verband RFS wegen eines nächtlichen Klubbesuchs mit einer Geldstrafe belegt worden. Bayern-Profi Corentin Tolisso saß bei den Franzosen bis zur 66. Minute auf der Bank. (sid)