Rivaldo rät Neymar zu Wechsel nach Madrid
Rückendeckung für Brasilien-Star
05.07.2018 | 11:29 Uhr
Brasilien-Legende Rivaldo sieht für Neymar keine Zukunft bei Paris Saint-Germain und rät dem Superstar zu einem Wechsel. Außerdem stärkt er seinem Landsmann, der derzeit wegen seiner Schauspieleinlagen auf dem Platz in der Kritik steht, den Rücken.
Rivaldo ist überzeugt, dass Neymar aktuell keine Chance auf den Titel als Weltfußballer hat. "Wenn Neymar das schaffen will, muss er bei einem der größten Klubs der Welt spielen. Bei Paris St-Germain unter dem neuen Trainer Thomas Tuchel wird er nie Weltfußballer", sagte Rivaldo gegenüber der SportBild: "Den Fußball, den er dafür braucht, gibt es zum Beispiel in Spanien. Darum ist ein Wechsel für Neymar zu Real so wichtig."
Rivaldo verteidigt Neymar
Die derzeitige Kritik an den theatralischen Schauspieleinlagen des 26-Jährigen bei der WM in Russland kann der Ex-Weltmeister nicht nachvollziehen. "Neymar spiele, wie du es immer getan hast, und achte nicht auf die Kommentare aus anderen Ländern, denn die sind schon zu Hause", schrieb der Weltmeister von 2002 am Mittwoch bei Instagram, zwei Tage vor dem WM-Viertelfinale gegen der Brasilianer gegen Mitfavorit Belgien am Freitag (20 Uhr live auf Sky Sport UHD).
"Wenn du ins Dribbling gehen musst, dann gehe ins Dribbling. Wenn du ein Tor schießen musst, dann schieße ein Tor. Wenn du nach einem Foul fällst, dann falle. Und wenn du auf dem Boden etwas Zeit sichern musst, dann sichere die Zeit, weil die anderen genau das Gleiche machen", schrieb Rivaldo weiter.
"Schande für den Fußball"
Auch Brasiliens Fußball-Idol Ronaldo stärkte Neymar den Rücken. "Die Kritiken an ihm sind albern", erklärte der zweimalige Weltmeister in Russland weiter. Ronaldo hält es sogar für möglich, dass Neymar zum Weltfußballer des Jahres gewählt wird.
Neymar glänzte bei der WM in Russland bislang nicht nur mit starken Leistungen, sondern fiel auch mit peinlichen Schauspieleinlagen nach harmlosen Fouls auf - vor allem beim 2:0 im Achtelfinale gegen Mexiko. Der mexikanische Trainer Juan Carlos Osorio hatte das Verhalten des Stürmers anschließend als eine "Schande für den Fußball" bezeichnet.