Rückkehrer in Torlaune: Ujah, Gomez und Wagner on fire
Wer startet mit seiner alten Liebe richtig durch?
07.01.2018 | 17:27 Uhr
Was haben Anthony Ujah, Mario Gomez und Sandro Wagner gemeinsam? Sie alle sind in diesem Winter zu ihren alten Klubs zurückgekehrt - und feiern bei den ersten Testspielen prompt Traum-Debüts. Romantischer geht's nicht. Wir wollen Eure Meinung: Welcher Rückkehrer rockt die Rückrunde?
Anthony Ujah hat es nach seinem China-Abenteuer zurück in die Bundesliga gezogen. Nach nur einem Jahr hatte er trotz Top-Gehalt die Nase voll. Jetzt soll er die Sturmflaute beim FSV Mainz beheben - und netzte beim ersten Einsatz gegen St. Gallen gleich mal per Kopf zum 1:0 ein.
Sein erstes Engagement in Mainz war vor sechs Jahren (2011-2012) alles andere als glücklich verlaufen. Ein peinliches Eigentor im Pokal gegen den damaligen Drittligisten Kiel beförderte den Nigerianer endgültig auf Thomas Tuchels Abstellgleis. Am Ende der Saison standen gerade mal 12 Pflichtspiel-Einsätze zu Buche. Wird jetzt unter Sandro Schwarz alles anders?
Wird Gomez im Abstiegskampf erneut zum VfB-Helden?
Auch Mario Gomez feierte mit seiner alten Liebe, dem VfB Stuttgart, am Samstagnachmittag einen traumhaften Einstand. Gegen Twente Enschede traf der 32-Jährige nach einem Doppelpass mit Gentner aus dem Stehgreif zum 1:0 und brachte die Schwaben damit auf die Siegerstraße.
Beim VfB hatte Gomez seine Profikarriere begonnen, wurde 2007 mit dem Verein sensationell Deutscher Meister. nach Bayern, Florenz, Istanbul und Wolfsburg ist er einfach nur "glücklich, wieder zu Hause zu sein." Dort, wo alles für ihn begonnen hat.
Dafür stürzt sich der Nationalspieler sogar in den Abstiegskampf, verzichtet auf einen großen Batzen Gehalt. Wird er am Ende zum Zünglein an der Waage und Helden von Stuttgart 2018? Bei diesem Einstand dürfen die Fans zumindest davon träumen.
Lewy-Backup Wagner gibt direkt Vollgas
Last but not least war auch Sandro Wagner auf Anhieb für die Bayern erfolgreich. Der Winter-Neuzugang, der beim FCB seine Karriere startete, traf im Testspiel gegen Doha per Kopf - wie könnte es anders sein - ebenfalls zum 1:0 für sein neues Team.
Nach eindrucksvollen Jahren bei dem SV Darmstadt und der TSG Hoffenheim ist seine Rolle in München geklärt: Er ist das Lewandowski-Backup. Nicht mehr und nicht weniger. Chancen, um sich zu beweisen, wird der selbstbewusste 30-Jährige beim Rotieren bekommen. Wenn er die so nutzt, wie im Testspiel, dürfte sich die Liga-Konkurrenz ernsthafte Sorgen machen.