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Thomas Müller nimmt zur Elfmeter-Diskussion Stellung

Umstrittener Strafstoß im DFB-Pokal gegen Bremen

Lucia Hauck

23.05.2019 | 22:32 Uhr

Bei Thomas Müller kochen die Emotionen nach dem Sieg im Pokal-Halbfinale gegen Werder Bremen über.
Image: Bei Thomas Müller kochen die Emotionen nach dem Sieg im Pokal-Halbfinale gegen Werder Bremen über. © Getty

Thomas Müller ist ein Mann der klaren Worte. Der Bayern-Star kann aber nicht nur austeilen, sondern auch einstecken. So ruderte er nach seinem jüngsten verbalen Ausritt nun via Social Media zurück und entschuldigte sich.

Der Münchner bewertet den Elfmeter für den FC Bayern in der Schlussphase des Pokal-Halbfinals (3:2) gegen Werder Bremen mit etwas Abstand anders als unmittelbar nach dem Schlusspfiff. "Aus dem Spiel heraus sah es für mich ganz klar nach einem Elfmeter aus, wie ein klarer Schubser von hinten. Ich denke, der Schubser ist auch da. Es ist auch ein Foulspiel, allerdings kein Foulspiel, das für einen Elfmeter ausreicht", erklärt der 29-Jährige in einem Video seine Sicht auf die Situation.

Nach der Partie hatte Müller im Sky Interview noch gesagt: "Ich sehe es nicht nur durch die Bayern-Brille als Elfmeter. Kingsley [Coman] ist vorbei, er [Theodor Gebre Selassie] ist hinten dran. Der Bremer sagt jetzt, dass es kein Elfmeter ist, weil er es halt nicht wahrhaben will, aber er gibt ihm an der Hüfte einen mit."

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Thomas Müller äußert sich zu der umstrittenen Elfmeter-Entscheidung (Videolänge: 30 Sekunden).

Elfer-Aussage kommt als "Boomerang" zurück

Dumm nur, dass sich Müller selbst erst vor knapp zwei Wochen über einen aus seiner Sicht ungerechtfertigten Elfmeter gegen die Bayern in Düsseldorf echauffiert hatte. "Das ist eine Rettungsaktion. Natürlich trifft der Ball ganz klar die Hand. Also ich weiß nicht, wie Restdeutschland das sieht, aber ich würde als Stürmer nicht mal den Elfmeter haben wollen. Wenn ich den bei uns bekomme, schiebe ich den absichtlich daneben, glaube ich", sagte er im Sky Interview nach der Partie.

Vor allem der letzte Satz fiel dem Angreifer durch die umstrittene Elfmeter-Szene gegen Bremen nun auf die Füße: "Durch diese Konstellation ist natürlich auch meine etwas flapsige Aussagen nach dem Düsseldorf-Spiel so ein bisschen als Boomerang zurückgekommen."

Müller will sich nicht verstellen

Müller entschuldigt sich nun für seine Aussage, will sich aber auch in Zukunft nicht den Mund verbieten lassen: "Bevor ich jetzt aber anfange, Listen zu schreiben, was ich bei einem Interview alles nicht sage. Sage ich dann lieber, wenn es mal in dies Hose geht wie in diesem Fall: Sorry, falls es zu überheblich rüber kam. Ich wollte da keinen Moralapostel spielen."

Sein persönliches Scharmützel mit den Fans von Werder Bremen bereut der Bayer-Star dagegen nicht: "Ich werde immer meine Farben rot und weiß auf dem Spielfeld vertreten. Dass es gerade nach so einer Elfmeter-Entscheidung und bei dieser fulminanten Stimmung zu kleinen Nickligkeiten kommt, das ist, denke ich, ganz normal. Da war auch nichts Böses dabei."

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DFB-Pokal, Halbfinale: Der FC Bayern zieht gegen Bremen nach einem wahren Pokal-Krimi ins Finale ein. Besonders der Elfer zum Siegtreffer erhitzt die Gemüter.

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