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Thomas Tuchel bezieht Stellung zur Analyse von Thomas Müller

Tuchel reagiert auf Müllers knallharte Abrechnung

Thomas Tuchel (l.) wechselte Thomas Müller gegen Leverkusen erst in der 60. Minute ein.
Image: Thomas Tuchel (l.) wechselte Thomas Müller gegen Leverkusen erst in der 60. Minute ein.  © DPA pa

Nach der ernüchternden 0:3-Niederlage des FC Bayern im Topspiel gegen Bayer Leverkusen rechnet ein angefasster Thomas Müller schonungslos mit seinen Teamkollegen ab. Trainer Thomas Tuchel reagiert auf die denkwürdige Wutrede seines Routiniers.

Thomas Müller war mächtig angefressen. Die Bayern-Ikone, gegen Leverkusen erst nach 60 Minuten beim Stand von 0:2 eingewechselt, machte ihrem Ärger Luft und redete sich in Rage. Dabei sprach er in erster Linie seine Kollegen an, als er am Sky Mikro erklärte: "Da fehlen mir, und da können wir unseren Oliver Kahn zitieren, teilweise die Eier und diese Freiheit. Wir haben eine Verkopftheit in unserem Spiel vor allem mit Ball."

Er vermisse bei seinen Kollegen "dieses Blitzen in den Augen, so ein Topspiel mitzubeeinflussen. Bei Leverkusen hat man zuallermeist das Gefühl, dass sie miteinander viel Spaß haben", analysierte Müller und beklagte, im Spiel seiner Bayern fehle die Freiheit. "Die Leverkusener zocken einfach, die spielen Fußball, die suchen Lösungen. Das machen wir auch, aber nicht im Spiel, wenn der Druck da ist."

Tuchel gibt Müller recht

Den Trainer schützte der 34-Jährige sogar ausdrücklich, als er sagte: "Es waren genug Spieler von internationalem Format bei uns auf dem Platz. Da braucht man gar nicht auf den Trainer zu gehen."

Angesprochen auf die harten Worte von Müller sagte Tuchel bei Sky: "Er hat nicht unrecht damit. Wir hatten eine Woche Zeit, um uns vorzubereiten, hatten auch den Rückhalt von Thomas, der ein bisschen unter der Grundordnung heute gelitten hat, weil er dann erst von der Bank kam."

Weiter: "Uns passiert es zu häufig, dass wir nach einer Balleroberung den Ball gleich wieder verlieren und das ist mit das schlimmste, was dir auf dem Niveau passieren kann und das geschieht zu häufig. Wir spielen zu wenig diagonal und über die Schulter, dann verlieren wir unser Vertrauen und dann hat er mit vielen Dingen recht."

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