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Thuram: Weltmeister-Sohn & Sprachtalent mit großer Angriffslust

Der Gladbach-Neuzugang im Porträt

Christopher Lymberopoulos

26.07.2019 | 23:37 Uhr

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Marcus Thuram soll die Offensive von Borussia Mönchengladbach aufmischen. Der Linksaußen ist der Sohn von Weltstar Lilian Thuram. Und der französische U21-Nationalspieler hat den ein oder anderen Tipp von seinem Vater bekommen (Videolänge: 27 Sekunde

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht kommt Marcus Thuram zu seinem ersten Sky Interview. Dabei hat der Neuzugang von Borussia Mönchengladbach gerade seine erste zweistündige Trainingseinheit bei Temperaturen von fast 40 Grad Celsius absolviert.

Mönchengladbachs neuer Trainer Marco Rose lässt lange und intensiv trainieren. Da nimmt er auch keine Rücksicht auf die momentan so heißen Außentemperaturen. Aber Thuram strahlte und sagte in seinem ersten Statement ins Sky Mikrofon, wie sehr er sich freut, endlich wieder auf dem Platz zu stehen.

"Es war meine erste Einheit nach der Sommerpause, aber ich habe trotzdem viel trainiert." Und das hat einen besonderen Grund: sein Vater Lilian Thuram hat ihm offensichtlich Druck gemacht, sich fit zu halten. "Mein Vater ist sehr streng", sagt Marcus lachend.

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Thuram überzeugt mit Tempodribblings

Er trägt einen großen Namen. Er ist der Sohn von Lilian Thuram, Weltmeister von 1998 und eine französische Legende. Sein Vater inspiriert den 21-Jährigen: "Er redet viel davon, wie man ein besserer Mensch werden kann und vor allen Dingen, wie man ein besserer Fußballer werden kann." Allerdings sind die beiden auf dem Fußballplatz völlig unterschiedlich.

Der Vater war als Rechtsverteidiger ein Weltklasse-Defensivmann und für das Toreverhindern zuständig. Der Sohnemann erzielt dagegen Tore und kommt dabei zumeist über die linke Seite. Vor allem mit seinen Tempodribblings sorgte er in der französischen Ligue 1 für Aufsehen - und spielte sich so auch ins Blickfeld der Gladbacher Borussia. Für gut zehn Millionen Euro wechselte er von EA Guingamp in die Bundesliga.

Schnell und technisch versiert - Thuram ist genau der Spielertyp, den Rose gesucht hat. Schließlich will dieser Tempofußball mit den Fohlen spielen lassen. Und offensichtlich hat er auch Thuram von sich und seinem Konzept überzeugt. Thuram schwärmt: "Der Trainer ist jemand, der auf junge Spieler setzt." Er bestätigt, dass das auch ausschlaggebend für seinen Wechsel an den Niederrhein war.

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Thuram spricht vier Sprachen fließend

Thuram wohnt im neuen Borussia-Hotel direkt am Stadion. Dort hat er sich direkt mit der Geschichte seines neuen Vereins vertraut gemacht. Die Zimmer sind entsprechend in den Vereinsfarben eingerichtet und Thuram erzählt mit einem Augenzwinkern, dass er es mag, in Borussia-Bettwäsche zu schlafen.

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Neben Alassane Plea, Mickael Cuisance und Mamadou Doucoure ist er jetzt der vierte Franzose im Team, dazu kommen noch Ibrahima Traore und Denis Zakaria, die perfekt französisch sprechen. Ein schöner Nebeneffekt, aber für die Integration von Thuram ist das gar nicht so wichtig.

Er spricht vier Sprachen fließend, wirkt offen, selbstbewusst und kommunikativ. Aufgrund der Vita seines Vaters, der für die AS Monaco, den AC Parma, Juventus Turin und den FC Barcelona gespielt hat, ist er in drei Ländern aufgewachsen. Er bringt also internationales Flair mit und wird sicherlich auch ganz schnell Deutsch lernen.

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Angriffslustiges Motto

Thuram ist ein interessanter Typ und Sportler, aber er denkt auch fast wie ein Manager. Er weiß, dass Max Eberl sich intensiv um Malang Sarr (OGC Nizza) bemüht. Sarr und Thuram kennen sich gut von der französischen U21-Nationalmannschaft. Als Sarr ihm auf seiner Instagram-Seite zum Gladbach-Wechsel gratulierte, hat Thuram an ihm sofort geantwortet. "Come quick", also: komm auch schnell hierher.

Thuram scheint also vielfältig begabt zu sein und jemand, der bei Gladbach Großes erreichen will. Die Bundesliga wird viel Spaß an ihm haben wird, denn sein Motto lautet: "Ich mag es, das zu tun, was für mich im Fußball das Beste ist: angreifen, angreifen, angreifen!" Und das wird nicht nur der Bundesliga gut tun, sondern in erster Linie seinem neuen Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach.

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