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Transfer-Check: Fortuna Düsseldorf muss 36 Tore ersetzen

Neue Flügel-Zange gesucht

Sky Sport

17.07.2019 | 08:37 Uhr

Lutz Pfannenstiel (l.) und Friedhelm Funkel basteln an der neuen Fortuna.
Image: Lutz Pfannenstiel (l.) und Friedhelm Funkel basteln an der neuen Fortuna. © DPA pa

Fortuna Düsseldorf geht in die zweite Bundesligasaison in Folge. Die starke Offensive muss Trainer Friedhelm Funkel allerdings komplett neu gestalten.

In der abgelaufenen Saison landete Fortuna Düsseldorf als Aufsteiger auf dem zehnten Platz und überraschte damit alle Kritiker, die das Funkel-Team als Absteiger Nummer eins sahen. Das zweite Jahr ist ja bekanntlich das schwerste und so hat man bei der Fortuna vor Saisonstart zwei Baustellen. Im Bereich Attacke muss der Klub die Abgänge von Raman und Lukebakio verkraften, so wie den Ausfall von Spielmacher Stöger. In der Defensive suchen Funkel und Co. noch nach einem neuen Innenverteidiger.

"Es ist immer schwierig, wenn man ein relativ kleines Budget hat. Wir werden auch weiterhin mit Leihen agieren müssen", verrät Manager Lutz Pfannenstil im exklusiven Interview mit Sky Sport die Transfertaktik der Düsseldorfer.

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Lutz Pfannenstil spricht über die Möglichkeiten von Fortuna Düsseldorf auf dem Transfermarkt.

Fixe Zugänge

Bereits sechs echte Neuverpflichtungen kann die Fortuna bereits vermelden. Nana Ampomah (Waasland Beveren), Thomas Pledl (FC Ingolstadt), Erik Thommy (VfB Stuttgart, Leihe) und Bernard Tekpetey (Schalke 04, Leihe) sollen den Angriff verstärken.

Für das Tor wurden Florian Kastenmeier (VfB Stuttgart II) und Zack Steffen (Manchester City, Leihe) geholt. Letzterer wird sich mit Michael Rensing ein Duell um die Nummer eins liefern. Zudem konnte man die Leihen von Stürmer David Kownacki (Sampdoria Genua) und Mittelfeldmann Aymen Barkok (Eintracht Frankfurt) verlängern.

1:15
Fortuna Düsseldorf hat ein Überangebot im Tor. Wer darf zum Auftakt zwischen den Pfosten stehen? Es läuft auf einen Zweikampf hinaus. (Videolänge 1:15 Minuten).

Fixe Abgänge

Gerade in der Offensive musste man viel Power ziehen lassen. In erster Linie schmerzen die Abgänge von Benito Raman (Schalke 04) und Dodi Lukebakio (FC Watford, Leihende). Marvin Ducksch wurde an Hannover 96 verkauft. Die Leihspieler Takashi Usami (FC Augsburg), Markus Suttner (Brighton & Hove) und Marcin Kaminski (VfB Stuttgart) sind zu ihren Klubs zurückgekehrt. Kianz Froese wurde an den 1. FC Saarbrücken verkauft und Jaroslav Drobny (Ziel unbekannt) war ohnehin nur für die Rückrunde vorgesehen. Stürmer Emmanuel Iyoha wurde an Holstein Kiel verliehen.

Wer könnte den Verein noch verlassen?

Für die beiden Angreifer Havard Nielsen und Emir Kujovic sucht Manager Lutz Pfannenstiel noch Abnehmer. Die Nachwuchsspieler Davor Lovren (Sturm) und Jannick Theißen (Tor) würde man gerne verleihen, um ihnen Spielpraxis zu geben.

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Gerüchte gibt es immer wieder um Kaan Ayhan. Aktuell soll sich angeblich Atalanta Bergamo mit dem türkischen Nationalspieler beschäftigen. Abgeben will man den Abwehrchef allerdings ungern.

1:36
Beim Blitzturnier in Meppen ist der FC Utrecht als Sieger vom Platz gegangen. Die Holländer setzten sich im Finale 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf durch (Länge: 1:36 Min.).

Welche Namen sind im Gespräch? Wer könnte noch kommen?

Ganz oben auf dem Wunschzettel von Trainer Friedhelm Funkel steht noch ein Innenverteidiger, idealerweise ein Linksfuß. Aktuell stehen mit Kaan Ayhan, Andre Hoffmann und Robin Bormuth nur drei Spieler für diese Position im Kader. Gerne hätte man Stuttgarts Marcin Kaminski bei der Fortuna gehalten, aber die Gespräche sind ins Stocken geraten und wird wohl nicht klappen.

Überlegungen gibt es noch für das Mittelfeld. Dort fällt Kevin Stöger mit einem Kreuzbandriss noch mindestens bis zum Winter aus. Stöger war der Top-Vorbereiter der letzten Saison und sorgte im Zusammenspiel mit Raman und Lukebakio für 36 der 49 Tore.

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Bundesliga: Trainer Friedhelm Funkel von Fortuna Düsseldorf spricht im Interview mit Sky Sport News HD über mögliche Transfers (Videolänge: 1:12 Min.).

Friedhelm Funkel will in den nächsten Wochen beobachten, ob ein Spieler aus dem Kader in die Rolle des Spielgestalters schlüpfen kann, oder ob man doch noch einen Stöger-Ersatz verpflichtet. Denn auch in der neuen Saison will der Trainer auf das bewehrte Turbo-Umschaltspiel setzen, mit dem man in der abgelaufenen Saison überraschend Platz zehn erreichte. Funkel warnt aber vor zu hohen Erwartungen am Rhein: "Die letzte Saison war ein Wunder - und das wiederholt sich nicht so schnell."

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