Unbesiegter HSV fordert Vizemeister RB Leipzig
Zwei Spiele, zwei Siege für den HSV
07.09.2017 | 12:54 Uhr
Am Freitag empfängt der noch ungeschlagene Hamburger SV Vizemeister RB Leipzig (im Liveblog auf skysport.de) zum Auftakt des dritten Spieltags. Die Sachsen sind gewarnt: Der Bundesliga-Dino schwimmt derweil auf einer Erfolgswelle.
Die Fans des Hamburger SV trauen ihren Augen kaum. Die Hanseaten liegen nach dem zweiten Spieltag auf Platz drei der Tabelle! Und ist in der neuen Bundesliga-Saison noch ungeschlagen!
Ja, jener Hamburger SV, der in den letzten Jahren von ganz Fußball-Deutschland belächelt wurde, und vielerorts Kopfschütteln verursachte, steht nun auf einem Champions-League-Platz.
Zwei Spiele, zwei Siege. Mit sechs Zählern auf dem Konto rangiert der HSV auf Platz drei der Tabelle. In der Vorsaison benötigte der Bundesliga-Dino 13 (!) Spieltage für die gleiche Punktausbeute.
Zwei Neuzugänge in der Startelf
Eine erstaunliche Entwicklung angesichts dessen, dass sich die Startelf der ersten beiden Spieltage im Vergleich zur Vorsaison nur mit zwei Neuzugängen präsentierte. Der Ex-Gladbacher Andre Hahn ergänzte die Offensive der Hamburger, Rick van Drongelen kam von Sparta Rotterdam und verstärkte die HSV-Defensive.
Die Hamburger haben - in der Fußballersprache ausgedrückt - einen Lauf. Mit dem 1:0-Auftaktsieg gegen Augsburg, dem 3:1-Sieg beim 1. FC Köln und dem Sieg am letzten Spieltag der Vorsaison (2:1 gegen Wolfsburg) ist die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol drei Bundesligaspiele in Folge siegreich. Eine solche Erfolgsserie sahen die HSV-Fans zuletzt zwischen Dezember 2010 und Januar 2011.
Leipzigs Power-Fußball ist zurück
RB Leipzig ist also gewarnt. Allerdings feierten die Hamburger in ihrer langen Bundesliga-Geschichte erst einmal drei Siege zum Saisonauftakt - Saison 1974/75. Markus Gisdol gibt sich auf der Spieltags-Pressekonferenz optimistisch: "Wir trauen uns für dieses Spiel einiges zu. Wir werden alles reinwerfen und versuchen Paroli zu bieten."
Die Sachsen ihrerseits zeigten nach der Auftaktniederlage auf Schalke (0:2) gegen den SC Freiburg (4:1) zuletzt wieder den Power-Fußball, den die Elf von Trainer Ralph Hasenhüttl in die Königsklasse führte. Vier Treffer in einer Partie gelang in der noch jungen Saison nur RB Leipzig.
"Leipzig war die beste Pressing-Mannschaft der Hinrunde, wir eine der besten in der Rückrunde. Ich freue mich aufs Spiel", blickt Gisdol hoffnungsvoll voraus.
Leipzigs Shooting-Star soll trotz seiner herausragenden klasse und Verfaasungen keine besondere Behandlung bekommen. "Wenn bei Gegnern außergewöhnliche Spieler stecken, dann halte ich generell nichts davon, diese mit besonderen Maßnahmen einzufangen. Diese musst du als Mannschaft stoppen", so Gisdol auf der Pressekonferenz.