VAR, Vorteile, Verletzungen: Das sind die neuen Liga-Regeln in der Bundesliga und 2. Bundesliga

Mit dem Start der Saison 2026/27 dürfen Fans zahlreiche Neuerungen erwarten. Von Regeländerungen über neue Stadionnamen bis hin zum VAR-Umzug verändert sich im deutschen Fußball einiges. Sky Sport liefert den Überblick.

Die Meisterschale der Bundesliga wurde zuletzt an FC Bayern München übergeben.
Image: Die Meisterschale der Bundesliga wurde zuletzt an den FC Bayern München übergeben.  © Imago

Am 28. August fällt der Startschuss für die Bundesliga-Saison 2026/27. In der 2. Bundesliga fällt der Startschuss bereits am Freitag, den 7. August. Zur neuen Spielzeit müssen sich die Fans auf einige Neuerungen einstellen.

Ähnlich wie bei der WM gibt es auch im nationalen Fußball Anpassungen bzw. Neuheiten im Regelwerk.

Countdowns bei Abstößen und Einwürfen

Die internationale Regelbehörde IFAB möchte stärker gegen Zeitspiel und Verzögerungen vorgehen. Deshalb werden unter anderem Fünf-Sekunden-Countdowns bei Einwürfen und Abstößen eingeführt. Bei Überschreitung wird aus dem Abstoß eine Ecke für das gegnerische Team - und das Einwurfrecht wechselt.

Zeitlimit für Auswechslungen

Eine weitere Maßnahme zur Erhöhung der Nettospielzeit: Spieler, die ausgewechselt werden, müssen innerhalb von zehn Sekunden den Platz verlassen. Halten sie sich nicht daran, darf der einzuwechselnde Spieler den Platz erst bei der ersten Spielunterbrechung nach Ablauf einer Minute betreten.

Zwangspause bei Verletzungsunterbrechungen

Spieler, die auf dem Platz behandelt werden oder eine verletzungsbedingte Unterbrechung der Partie verursachen, müssen das Feld verlassen und nach Wiederanpfiff eine Minute lang draußen warten. Eine Ausnahme bildet der Torwart.

VAR-Eingriff bei Gelb-Roten Karten

Darüber hinaus erhält der VAR mehr Befugnisse. Künftig darf der Videoschiedsrichter unter anderem Gelb-Rote Karten korrigieren und bei Spielerverwechslungen eingreifen.

Vorteilsauslegung

Wenn sich der Schiedsrichter dazu entscheidet, das Spiel aufgrund eines Vorteils weiterlaufen zu lassen und daraus ein Tor entsteht, fallen Bestrafungen zur Vereitelung dieses Tores weg. Zudem kann die Vorteilsregelung ab der Saison 2026/27 auch bei einer nicht korrekten Spielfortsetzung angewandt werden, zum Beispiel wegen des Einwurforts oder eines ruhenden Balles.

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Mund zuhalten und Platz verlassen

Bei der WM kam die Regel zweimal zur Anwendung, in Deutschland wird sie abgewandelt: Sollte sich ein Spieler in der konfrontativen Kommunikation den Mund zuhalten und darin ein unsportliches Verhalten erkennbar sein, hat dies nicht automatisch eine Rote Karte zur Folge, der Spieler kann jedoch verwarnt werden. Dasselbe gilt für das Verlassen des Platzes aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung.

Abseits des Regelwerks gibt es weitere Neuerungen, die ab der Saison 2026/27 greifen werden. Welche das sind, lest Ihr hier:

DFL wird neu getauft

Nach 25 Jahren wird die DFL (Deutsche Fußball Liga) künftig unter dem schlichteren Namen "Bundesliga" auftreten. Dies beschlossen die Vereine der ersten und zweiten Liga bereits im März auf einer Mitgliederversammlung. Ziel der Umbenennung ist ein einheitlicheres Auftreten sowie die Verbesserung der internationalen Wahrnehmung.

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Adidas-Ball kehrt zurück

Außerdem kehrt ein bekanntes Element ins deutsche Oberhaus zurück: Der offizielle Spielball wird künftig wieder vom deutschen Sportartikelhersteller adidas gestellt und für alle Partien in der Bundesliga, 2. Bundesliga sowie beim Franz Beckenbauer Supercup und in der Relegation eingesetzt. Damit ersetzt die Traditionsmarke den bisherigen Ausrüster Derbystar nach acht Spielzeiten.

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Neue Namen für Bundesliga-Stadien

Auch bei einigen Vereinen stehen Veränderungen an. Gleich zwei Bundesligisten wechseln zur neuen Saison ihren Stadionnamen. Der bisherige "Borussia-Park" von Borussia Mönchengladbach wird künftig "Ista-Borussia-Park" heißen und erhält damit erstmals einen vermarkteten Namenszusatz. Die TSG Hoffenheim benennt ihre "PreZero Arena" zudem in "SNP-Arena" um.

Der (noch) Borussia-Park ist das Zuhause von Borussia Mönchengladbach.
Image: Der (noch) Borussia-Park ist das Zuhause von Borussia Mönchengladbach.  © Imago

Mit dem Aufstieg der SV Elversberg feiert zudem ein besonderer Klub seine Bundesliga-Premiere. Die "Elv" wird damit der Verein aus dem kleinsten Ort der Liga-Geschichte sein.

Lange Länderspielpause

Weniger erfreulich für alle Fußball-Verrückten dürfte hingegen eine Änderung rund um die Länderspielpausen sein. Statt drei Unterbrechungen von jeweils neun Tagen wird es in der kommenden Saison eine 16-tägige sowie eine weitere neuntägige Pause geben. Für Fußballfans bedeutet das in der langen Pause gleich zwei Wochenenden am Stück ohne Bundesliga auskommen zu müssen.

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"Kölner Keller" ade: VAR zieht um

Und auch dem VAR selbst steht ein großer Wechsel bevor: Zur Rückrunde zieht der Videoassistent aus dem bisherigen "Kölner Keller" nach Frankfurt am Main um. Dort startet auf dem DFB-Campus ein neuer Testbetrieb. Hintergrund sind die inzwischen erreichten Kapazitätsgrenzen der Räumlichkeiten in Köln.

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