VfL Wolfsburg: Maximilian Arnold exklusiv über Kruse, Messi und Weghorst

Arnold über Kruses VfL-Aus: "Verabschiedet hat er sich nicht"

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Im Exklusiv-Interview mit Sky Reporter Sven Töllner spricht Wolfsburgs Maxi Arnold über die Mentalität junger Spieler, über den Abgang von Max Kruse, Lionel Messi und dessen Stress mit Weghorst, uvm.

Maximilian Arnold hat im exklusiven Sky Interview über den verkorksten Saisonstart des VfL Wolfsburg und den Abschied von Max Kruse gesprochen. Außerdem blickt der 28-jährigen Mittelfeldspieler auf die Gründe für den WM-Erfolgslauf von Marokko sowie den Zoff zwischen Lionel Messi und Wout Weghorst.

Maximilian Arnold über ...

… Wolfsburgs Schwächephase zu Saisonbeginn: "Wir haben schon ordentlich was auf den Allerwertesten bekommen. Mir war das aber bewusst, dass nicht gleich alles funktionieren wird. Mit einem neuen Trainer, vielen neuen Spielern und einem Jahr davor, wo wir sehr inkonstant waren. Dann gleich diesen Schalter zu Saisonbeginn sofort zu finden, ist schwer. Jetzt merke ich aber im Training, dass da einfach ein ganz anderer Schwung drin ist, alle sind mit viel Leidenschaft dabei. Seit dem Spiel gegen Stuttgart mit dem späten Siegtreffer in der 90. Minute zeigen wir ein anderes Gesicht und haben im Anschluss auch nicht mehr verloren."

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Maxi Arnold über das WM-Debakel der deutschen Nationalmannschaft in Katar.

… zum Abgang von Max Kruse: "Es war nicht so, dass Max Kruse durch die Kabine gelaufen ist und alles schlecht geredet hat. Max hat auf dem Platz eine gute Einstellung, wollte immer gewinnen. Max war auch in der schwierigen Situation absolut ein Teil unserer Gruppe. Für ihn war die Situation sehr komisch und als Spieler ist man dann natürlich unzufrieden. Das liegt ja auf der Hand und ist vollkommen verständlich. Aber er hat sich weder negativ geäußert noch herumgestänkert, sondern er war wie sonst auch immer. Wie es in ihm drinnen ausgesehen hat, weiß nur er. Ich kann mir schon vorstellen, dass es an ihm genagt hat. Verabschiedet hat er sich nicht."

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… über die Mentalität deutscher Spieler: "Es ist unfair zu sagen, in Deutschland ist alles schlecht. Es stimmt schon, dass es immer weniger Straßenfußballer gibt, Spieler wie Kevin-Prince Boateng. Es gibt immer mehr taktisch sehr gut ausgebildete Spieler. Aber diese Mentalität, dieser unbedingte Wille für den Erfolg, einfach mehr als 100 Prozent zu geben, das wird immer weniger. Es wird aber in Deutschland auch immer weniger unterstützt. Talent zu haben ist wichtig, aber es kommt auch viel über Ehrgeiz und Disziplin. Da geht es häufig in die falsche Richtung. Man hat noch nichts erreicht, wenn man in der U19-Nationalmannschaft mal drei Tore geschossen hat. Man hat es erst geschafft, wenn man oben angekommen ist und sich dort etabliert hat. Da wird die Luft aber immer dünner und da muss man die Ellbogen ausfahren. Die jungen Spieler müssen lernen zu beißen. Ich hatte Felix Magath als Trainer, ich musste immer beißen. Manchmal schlägt auch einfach Mentalität Qualität. Ich musste mir vieles erarbeiten, musste früh von zu Hause weg und habe nicht alles hingelegt bekommen. Ich habe abends sehr oft geweint, weil ich nach Hause wollte. Das sind Dinge, die haben mich geprägt, gestärkt und gefestigt. Es muss nicht jeder Junge so machen, wie ich das gemacht habe. Wir reden aber heute über den großen Druck für die Jungs, aber wenn man oben ankommen will, dann muss man sich auch dem ganzen Druck mal stellen."

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Maxi Arnold spricht über die Mentalitätsspieler beim VfL Wolfsburg.

… über Marokkos WM-Erfolg: "Das ist schon beeindruckend. Wenn man siegt, dass sie in der Gruppe mit Belgien und Kroatien erster werden und dann noch Spanien und Portugal ausschalten, dann ist das schon ein Fingerzeig."

… über Lionel Messi: "Wenn man sieht, was er mit 35 noch abliefert, dann ist das einfach schon beeindruckend. Wenn man gegen Josko Gvardiol spielt und der wird mit Sicherheit mal einer der besten Verteidiger der Welt werden, dann ist das absolut bemerkenswert, was Messi da geleistet hat. Das zeigt einfach, was er für eine Qualität hat."

Messi und Argentinien gewinnen ein dramatisches Viertelfinale.
Image: Lionel Messi steht mit Argentinien im WM-Finale.  © Imago

... über den Streit zwischen Messi und Wout Weghorst: "Ich kenne Wout natürlich sehr gut. Er ist auch kein Kind von Traurigkeit. Er ist ein Mentalitätsspieler, möchte unbedingt gewinnen und tut auch einiges dafür. Das kann man jetzt gut oder schlecht finden, ich finde es gut. Da kommen einfach Emotionen mit rein. An Messis Stelle, er ist mit Argentinien weitergekommen und hat das Spiel gegen die Niederlande mal wieder mit entschieden, dann hätte man es damit vielleicht auch gut sein lassen können. Aber es ist halt jetzt so und gehört auch einfach dazu."

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