Vor dem französischen Pokalfinale in Paris zwischen OGC Nizza und RC Lens gab es Ausschreitungen und 65 Festnahmen
Hooligans aus Nizza, Lille, Nancy und Saarbrücken liefern sich mit Pariser Ultras eine heftige Straßenschlacht. Einige sollen laut Bürgermeister Verbindungen zur rechtsextremen Szene gehabt haben.
22.05.2026 | 11:24 Uhr
Am Vorabend des französischen Pokalfinales ist es in Paris zu Ausschreitungen mit 65 Festnahmen und sechs Verletzten gekommen.
Etwa 100 Fans des OGC Nizza, der am Abend im Stade de France gegen RC Lens antritt, versammelten sich im Bereich des bei Touristen beliebten Canal Saint-Martin und zettelten eine massive Schlägerei an, wie unter anderem die Zeitung L'Équipe unter Verweis auf die Polizei berichtete.
Die Beamten griffen ein und nahmen 65 Beteiligte fest. Dabei wurden Stichwaffen und als Waffen verwendete Gegenstände sowie Sturmhauben und gepolsterte Handschuhe sichergestellt.
Schwere Kopfverletzung
Zu der Schlägerei kam es nach Informationen der Zeitung zwischen Hooligans aus Nizza, die von Fans aus Lille, Nancy und einigen aus Saarbrücken unterstützt wurden, sowie Pariser Fans, bei denen es sich bei den meisten um frühere Ultras der Auteuil-Tribüne handelte. Ein Mann kam mit schweren Kopfverletzungen auf die Intensivstation einer Klinik.
Der Pariser Bürgermeister Emmanuel Gregoire verurteilte den gewalttätigen Angriff der Nizza-Fans, von denen einige Verbindungen zur rechtsextremen Szene haben sollen. "Ich möchte erneut betonen, dass Paris, getreu seiner Geschichte und seinen Werten, rechtsextremen Splittergruppen keinen Raum lassen wird, ihren Hass zu verbreiten", schrieb Gregoire auf X. Einige der Verletzten befänden sich in einem kritischen Gesundheitszustand.
Für das als Risikospiel eingestufte Pokalfinale im Stade de France wurden umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Mehr als 2.000 Polizisten sind im Einsatz.
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