Vorbild BVB? Das hat Schwarz-Gelb dem FC Bayern voraus
Bei "Wontorra - der o2 Fußball-Talk"
28.10.2018 | 23:40 Uhr
Knapp zwei Wochen vor dem Gipfeltreffen in der Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern wird bei "Wontorra - der o2 Fußball-Talk" über die Transfer - und Personalpolititk der beiden Spitzenteams diskutiert.
Bei Borussia Dortmund läuft auch trotz des späten Remis gegen Hertha derzeit vieles rund - der FC Bayern ist dagegen noch weit von seiner Top-Form entfernt. Die Gründe dafür könnten vielfältig sein.
Während sich der Deutsche Meister im Sommer auf dem Transfermarkt extrem zurückgehalten hat, investierte der BVB in junge Spieler und baute um Marco Reus ein Team auf, das den Verein nach langer Zeit wieder an die Tabellenspitze katapultierte. Den vorläufigen Höhepunkt erreichte Schwarz-Gelb am Mittwoch in der Champions League, als der BVB gegen das Defensiv-Bollwerk von Atletico Madrid mit vier Toren Unterschied gewann.
BVB-Transfers schlugen ein, Bayern mitten im Umbruch
"Dortmund hat im Sommer den besseren Job gemacht, aber man kann es schwer vergleichen. Der Umbruch ist bei Bayern das Thema", meint Fjörtoft. Für den Sky Experten ist aber dennoch klar: "Die Bayern haben den besten Kader in Deutschland."
Gladbach-Trainer Dieter Hecking ist vom BVB begeistert: "Dortmund ist momentan spektakulärer als Bayern aber natürlich kann es ein Duell auf Augenhöhe werden.". Für den 54-Jährigen wird die Partie nicht entscheidend für die Meisterschaft sein: "Im Frühjahr wird es sich zeigen."
Salihamidzic wurde geschwächt
Auch in der Führungsebene hat sich in Dortmund einiges getan. Sebastian Kehl und Matthias Sammer wurden installiert und arbeiten zusammen im Gespann mit Zorc, Watzke und Favre. "Für mich zeigt es Stärke, dass ein Watzke meint, ein Sammer kann in Dortmund weiterhelfen", lobt Fjörtoft die Arbeit beim aktuellen Tabellenführer.
"Dortmund hat da einen klaren Vorteil. Zorc, Watzke, Kehl, man holt einen Matthias Sammer und baut sich ein Team um das Team. Bei der Pressekonferenz der Bayern hatte man dagegen die Möglichkeit, Hasan Salihamidzic zu stärken. Was hat man gemacht? Man hat ihn geschwächt. Die Aufgabe für Uli Hoeneß ist es jetzt, einen Kronprinzen zu holen", fügt der 51-Jährige hinzu.
Beim FC Bayern lief es zumindest nach den ersten Wochen nach Plan - doch nach drei sieglosen Ligaspielen in Folge stand Niko Kovac schnell in der Kritik - die denkwürdige Pressekonferenz von Hoeneß und Co. sorgte zudem für ein großes Medienecho. Im Anschluss folgten drei Siege in Folge und die Münchener erholen sich langsam von der Mini-Krise.
Dieter Hecking gibt zu Bedenken: "Es sind sehr unruhige Zeiten in der ganzen Gesellschaft. Im Moment hat man das Gefühl: Wenn irgendwo ein bisschen Unruhe ist, kommt sofort die Keule. Davon muss man sich frei machen. Viele, die über uns urteilen, wissen gar nicht, was im Detail abläuft."