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Weigl über ein mögliches DFB-Comeback, seine BVB-Zukunft und Witsel

Weigl träumt von DFB-Comeback und Meistertitel

Sky Sport

09.09.2019 | 15:47 Uhr

Julian Weigl hat sich seinen Platz im zentralen Mittelfeld beim BVB zurück erkämpft.
Image: Julian Weigl hat sich seinen Platz im zentralen Mittelfeld beim BVB zurück erkämpft. © Getty

Julian Weigl von Borussia Dortmund war in den letzten Jahren vom Verletzungspech verfolgt. Neue Saison, neues Glück, alte Position: Der 23-Jährige ist wieder fit und heiß auf mehr.

BVB-Mittelfeldmann Julian Weigl träumt vom Comeback im DFB-Team. Zuletzt war der defensive Mittelfeldspieler 2017 bei Jogi Löws Team dabei. Jetzt will er sich bei Borussia Dortmund für ein Comeback empfehlen.

Im exklusiven Sky Interview spricht Weigl...

... über die Nationalmannschaft: "Ich war bei der EM dabei und habe mich sehr wohl gefühlt, auch im Spielsystem. Ich bin zwar nicht zum Einsatz gekommen, aber im Training merkt man, ob man gut zurecht kommt oder nicht und das hat schon immer ganz gut gepasst. Es liegt nicht in meiner Hand, ich kann nur in Dortmund meine Leistung erbringen. Ich komme aus einer schwierigen Saison. In der Rückrunde habe ich viel gespielt, aber nicht auf meiner Position, deswegen bin ich zufrieden, dass ich wieder auf meiner Position spielen darf. Sofort mit einem Platz in der Nationalmannschaft zu rechnen wäre etwas vermessen, aber natürlich ist es mein Ziel, da wieder hinzukommen."

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DFB-Team: Julian Weigl will sich bei Borussia Dortmund für eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft empfehlen - das hat er bei Sky Sport News HD im exklusiven Interview verraten (Videoänge: 49 Sek.).

... über seine Position auf der Sechs: "Ich spiele wieder auf meiner alten Position, weil die Not in der Defensive weg ist. Wir haben Mats Hummels verpflichtet, die verletzten Spieler sind wieder zurück und ich habe jetzt auch mal wieder eine ganze Vorbereitung mitmachen können. Nach fast zwei Jahren ist es die erste Vorbereitung, die ich komplett mitmachen konnte, weil ich sonst immer verletzt war. Ich konnte dem Trainer längere Zeit zeigen, welch Qualitäten ich auf der Sechs habe. Der Trainer hat mir das Vertrauen gegeben, weil die Vorbereitung gut war und ich voll im Saft bin."

... über ein Zukunftsgespräch mit Favre: "Es gab ein wichtiges Gespräch zwischen dem Trainer und mir im Trainingslager in Bad Ragaz, wo noch nicht ganz klar war, wie meine Zukunft aussehen wird. Er hat mir erzählt,
dass er gesehen hat, dass das Zusammenspiel mit Witsel funktionieren kann, ich in einer guten Form bin und große Chancen habe, zu spielen. Das war mir sehr wichtig zu hören und dementsprechend habe ich mich endgültig dafür entschieden, mich nur auf den BVB zu konzentrieren."

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... über Axel Witsel: "Witsel ist ein Spieler mit einem großen Charakter. Es gibt sehr viele, die zu ihm aufschauen. Er bringt unglaublich viel Erfahrung und Qualität mit. Jeder ist davon beeindruckt, mit was für einer Selbstverständlichkeit er auftritt. Er ist vor allem ein Spieler, der in mäßigen Spielen Ruhe reinbringen kann, weil er fast keinen Ball verliert und in engen Situation die Übersicht behält. Ich komme sehr, sehr gut mit ihm zurecht. Wir haben doch ähnliche Stärken, aber wir haben ein gutes Maß gefunden, wann er mal mit nach vorne geht und wann ich mal mit nach vorne gehe. Das ist ein Prozess, der reifen muss - aber wir sind auf einem guten Weg."

... über den Meisterschaftsdruck: "Natürlich haben wir dieses Jahr ein Stück weit mehr Druck, als im letzten Jahr. Wir wollen am Ende der Saison ganz oben stehen und den Bayern Paroli bieten, deswegen glaube ich nicht, dass uns der Druck sehr zu schaffen macht. Ich glaube nicht, dass es jemandem aus der Mannschaft an der Einstellung fehlt, aber wir müssen nach Spielen wie gegen Union Berlin analysieren, wo die Fehler lagen und diese klar ansprechen. Wir verfolgen alle ein Ziel, deswegen müssen wir auch solche Spiele annehmen, um uns verbessern zu können."

... über Rassismus im Sport und Alltag: "Man bekommt das heutzutage stark mit, auch über die sozialen Medien. Ich persönlich finde Rassismus sehr, sehr schlimm. Meine Freundin ist auch Halb-Amerikanerin und das ist schon krass, was man da aus dem Privatleben mitbekommt. Ich persönlich habe bei einem Spiel noch nie erlebt, dass es Vorkommnisse gab, deswegen weiß ich nicht, wie ich reagieren würde, wenn ich unmittelbar dabei wäre. Rassismus im Sport und Alltag muss absolut gestoppt werden. Alle Menschen sind gleich und das ist ja auch das schöne am Fußball, dass so viele verschiedene Nationen für einen Verein spielen und ein gemeinsames Ziel verfolgen. Es sollte keine Rolle spielen, wo die Wurzeln liegen."

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