WM 2022: Otto Addo bei Sky über Ghanas WM-Teilnahme und den BVB

Als Ghana-Coach zur WM? Addo hofft auf Zwischenlösung

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Otto Addo im exklusiven Interview mit Sky nach der WM-Qualifikation mit Ghana. (Videolänge: 5:43 Minuten)

Otto Addo hat als Interims-Nationaltrainer Ghanas mit seinem Team die Teilnahme an der WM perfekt gemacht. Bei Sky Sport spricht der Ex-Profi über den Erfolg gegen Nigeria, seine WM-Teilnahme als Spieler und über seinen eigentlichen Job als Top-Talente-Coach bei Borussia Dortmund.

Sky Sport: Herzlichen Glückwunsch zur WM-Teilnahme mit Ghana und willkommen zurück in Deutschland! Sie haben jetzt ein paar aufregende Tage hinter sich. Können sie uns einmal mitnehmen, was ihnen das alles bedeutet hat?

Otto Addo: Es freut mich natürlich sehr. Ich habe viele Spiele für Ghana gemacht und es ist toll, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte. Ich bin schon auch etwas kaputt jetzt gerade, waren lange 10 Tage. Die nervliche Anspannung war hoch, aber wir haben es geschafft und das ist das was zählt.

ZUM DURCHKLICKEN: Diese Teams sind bei der WM dabei

  1. Das deutsche Team hat sich als Sieger der Qualifikationsgruppe J für die WM 2022 in Katar qualifiziert. Dabei ließ das DFB-Team Nordmazedonien, Rumänien, Armenien, Island und Liechtenstein hinter sich.
    Image: DEUTSCHLAND: Das deutsche Team ist als Sieger der Qualifikationsgruppe J für die WM 2022 in Katar qualifiziert. Dabei ließ das DFB-Team Nordmazedonien, Rumänien, Armenien, Island und Liechtenstein hinter sich. © Imago
  2. DÄNEMARK: Der EM-Halbfinalist qualifiziert sich als Sieger der Gruppe F. Die Gegner dort: Schottland, Israel, Österreich, Färöer und Moldawien.
    Image: DÄNEMARK: Der EM-Halbfinalist qualifiziert sich als Sieger der Gruppe F. Die Gegner dort: Schottland, Israel, Österreich, Färöer und Moldawien. © Imago
  3. FRANKREICH: Der Titelverteidiger setzt sich in seiner Gruppe D durch. Dabei ließen die Franzosen Finnland, Ukraine, Bosnien und Herzegowina sowie Kasachstan hinter sich.
    Image: FRANKREICH: Der Titelverteidiger setzt sich in seiner Gruppe D durch. Dabei ließen die Franzosen Finnland, Ukraine, Bosnien und Herzegowina sowie Kasachstan hinter sich. © Imago
  4. BELGIEN: Die roten Teufel ließen in ihrer Gruppe E nichts anbrennen. Wales, Tschechien, Estland und Weißrussland hatten gegen den WM-Dritten das Nachsehen.
    Image: BELGIEN: Die roten Teufel ließen in ihrer Gruppe E nichts anbrennen. Wales, Tschechien, Estland und Weißrussland hatten gegen den WM-Dritten das Nachsehen. © Imago
  5. Luka Modric schoss im Spiel gegen Schottland ein Traumtor.
    Image: KROATIEN: Die Kroaten müssen in Gruppe H lange zittern. Am letzten Spieltag gewinnen sie den Showdown in Russland dank eines späten Eigentores der Russen. © Imago
  6. SPANIEN: Der Weltmeister von 2010 setzte sich in Gruppe B durch und qualifiziert sich direkt für die WM. Schweden, Griechenland, Georgien und der Kosovo haben das Nachsehen. Gegen Schweden schoss Alvaro Morata die Spanier zum entscheidenden 1:0-Sieg.
    Image: SPANIEN: Der Weltmeister von 2010 setzte sich in Gruppe B durch und qualifiziert sich direkt für die WM. Schweden, Griechenland, Georgien und der Kosovo haben das Nachsehen. Gegen Schweden schoss Alvaro Morata das entscheidende 1:0. © DPA pa
  7. SERBIEN: Durch einen 2:1-Sieg gegen Portugal sicherte man sich die direkte WM-Qualifikation. Nach Rückstand schossen Dusan Tadic und Aleksandar Mitrovic die Serben nach Katar. Portugal muss zittern, Irland, Luxemburg und Aserbaidschan scheiden aus.
    Image: SERBIEN: Durch einen 2:1-Sieg gegen Portugal sicherte man sich die direkte WM-Qualifikation. Nach Rückstand schossen Dusan Tadic und Aleksandar Mitrovic die Serben nach Katar. Portugal zittert, Irland, Luxemburg und Aserbaidschan scheiden aus. © DPA pa
  8. ENGLAND: Mit einem souveränen Kantersieg gegen San Marino machen die Engländer um BVB-Profi Jude Bellingham die WM-Quali klar. Polen muss zittern. Alle anderen Länder aus Gruppe I sind ausgeschieden.
    Image: ENGLAND: Mit einem souveränen Kantersieg gegen San Marino machen die Engländer um BVB-Profi Jude Bellingham die WM-Quali klar. Polen muss zittern. Alle anderen Länder aus Gruppe I sind ausgeschieden. © DPA pa
  9. SCHWEIZ: Die Nati qualifizierte sich erst am letzten Spieltag für Katar - weil Hauptkonkurrent Italien patzte.  Dank eines besseren Torverhältnisses geht es für die Schweizer zur WM. Italien muss zittern. Nordirland, Bulgarien und Litauen sind raus.
    Image: SCHWEIZ: Die Nati qualifizierte sich erst am letzten Spieltag für Katar - weil Hauptkonkurrent Italien patzte. Dank eines 4:0-Erfolgs gegen Bulgarien geht es für die Schweizer zur WM. Italien muss zittern, der Rest aus Gruppe C ist raus. © DPA pa
  10. NIEDERLANDE: Am letzten Spieltag haben die Niederländer es auch noch geschafft, sich direkt für die WM in Katar zu qualifizieren. Beim 2:0-Erfolg gegen Norwegen trafen Steven Bergwijn (im Bild) und Memphis Depay.
    Image: NIEDERLANDE: Am letzten Spieltag haben die Niederländer es auch noch geschafft, sich direkt für die WM in Katar zu qualifizieren. Beim 2:0-Erfolg gegen Norwegen trafen Steven Bergwijn (im Bild) und Memphis Depay.  © DPA pa
  11. POLEN: Nach Toren von Robert Lewandowski und Piotr Zielinski im Endspiel gegen Schweden zieht auch Polen das WM-Ticket für Katar
    Image: POLEN: Nach Toren von Robert Lewandowski und Piotr Zielinski im Playoff-Endspiel gegen Schweden zieht auch Polen das WM-Ticket für Katar. © Imago
  12. PORTUGAL: Nach einem Doppelpack von Bruno Fernandes im Endspiel gegen Nordmakedonien zieht die Selecao um Cristiano Ronaldo in die WM-Endrunde in Katar ein.
    Image: PORTUGAL: Nach einem Doppelpack von Bruno Fernandes im Playoff-Finale gegen Italien-Schreck Nordmazedonien zieht die Selecao um Cristiano Ronaldo in die WM-Endrunde ein. © DPA pa
  13. Wales ist nach dem Sieg über die Ukraine bei der WM 2022 in Katar dabei.
    Image: WALES: Die Waliser um Gareth Bale sind nach dem 1:0-Sieg im Play-off-Match gegen die Ukraine bei der WM 2022 in Katar dabei. © Imago
  14. BRASILIEN: Der Rekordweltmeister ist als erstes Team aus Südamerika qualifiziert. Die Selecao ist damit auch bei der 22. Fußball-WM dabei. Brasilien ist die einzige Nation, die bei jeder Endrunde dabei war.
    Image: BRASILIEN: Der Rekordweltmeister ist als erstes Team aus Südamerika qualifiziert. Die Selecao ist damit auch bei der 22. Fußball-WM dabei. Brasilien ist die einzige Nation, die bei jeder Endrunde vertreten war. © Imago
  15. Argentinien reist im Winter zur WM nach Katar.
    Image: ARGENTINIEN: Ein ereignisloses 0:0 im Klassiker gegen Brasilien reicht der Albiceleste um sich direkt für Katar zu qualifizieren. Das Team um Superstar Lionel Messi will nach dem Gewinn der Copa America nun nach dem WM-Titel greifen. © Imago
  16. ECUADOR: Trotz einer Niederlage in Paraguay qualifiziert sich Ecuador zum vierten Mal bei den vergangenen fünf Turnieren für die WM. "La Tri" profitierte dabei am vorletzten Spieltag von den Ausrutschern der Kontrahenten.
    Image: ECUADOR: Trotz einer Niederlage in Paraguay qualifiziert sich Ecuador zum vierten Mal bei den vergangenen fünf Turnieren für die WM. "La Tri" profitierte dabei am vorletzten Spieltag von den Ausrutschern der Kontrahenten. © DPA pa
  17. URUAGUAY: Auch der zweimalige Weltmeister ist in Katar dabei. Durch einen 1:0-Erfolg im direkten Duell gegen Peru sicherte sich der kleine südamerikanische Staat die insgesamt 14. WM-Teilnahme und die vierte in Folge.
    Image: URUGUAY: Auch der zweimalige Weltmeister ist in Katar dabei. Durch einen 1:0-Erfolg im direkten Duell gegen Peru sicherte sich der kleine südamerikanische Staat die insgesamt 14. WM-Teilnahme und die vierte in Folge. © DPA pa
  18. IRAN: Hat als erstes Team des asiatischen Kontinents sein Katar-Ticket gelöst. Nach dem 1:0 gegen den Irak sind die Iraner nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen, die zur direkten WM-Teilnahme berechtigen.
    Image: IRAN: Hat als erstes Team des asiatischen Kontinents sein Katar-Ticket gelöst. Nach dem 1:0 gegen den Irak sind die Iraner nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen, die zur direkten WM-Teilnahme berechtigen. © DPA pa
  19. Südkorea feiert die zehnte WM-Teilnahme in Folge.
    Image: SÜDKOREA: Das Team des portugiesischen Trainers Paulo Bento setzte sich gegen Syrien mit 2:0 durch und qualifizierte sich zum zehnten Mal in Folge für eine WM-Endrunde. © DPA pa
  20. JAPAN: Auch die "Samurai Blue" sind bei der Endrunde mit dabei. Durch einen 2:0-Erfolg am vorletzten Spieltag beim direkten Konkurrenten Australien machte Japan die siebte WM-Teilnahme in Folge perfekt.
    Image: JAPAN: Auch die "Samurai Blue" sind bei der Endrunde mit dabei. Durch einen 2:0-Erfolg am vorletzten Spieltag beim direkten Konkurrenten Australien machte Japan die siebte WM-Teilnahme in Folge perfekt. © Imago
  21. SAUDI-ARABIEN: Durch Japans Erfolg gegen Australien hat sich Saudi-Arabien auf der Couch das WM-Ticket gesichert. Dafür haben 19 Punkten aus acht Partien gereicht. Die finalen Duelle gegen China und Australien sind nicht mehr als ein Showlaufen.
    Image: SAUDI-ARABIEN: Durch Japans Erfolg gegen Australien hat sich Saudi-Arabien auf der Couch das WM-Ticket gesichert. Dafür haben 19 Punkten aus acht Partien gereicht. Die finalen Duelle gegen China und Australien sind nicht mehr als ein Showlaufen. © DPA pa
  22. KANADA: Die kanadische Nationalmannschaft sichert sich das WM-Ticket vorzeitig mit einem 2:0-Erfolg über Jamaika.
    Image: KANADA: Die kanadische Nationalmannschaft sichert sich das WM-Ticket vorzeitig mit einem 4:0-Erfolg über Jamaika. © Imago
  23. GHANA: Nach einem 1:1 und 0:0 gegen Nigeria fährt Ghana um Arsenal-Star Thomas Party dank der Auswärtstor-Regel zur WM nach Katar
    Image: GHANA: Nach einem 1:1 und einem 0:0 gegen Nigeria fährt Ghana um Arsenal-Star Thomas Party dank der Auswärtstor-Regel zur WM. © DPA pa
  24. Senegal qualifiziert sich erstmals seit 2002 wieder für eine WM.
    Image: SENEGAL: Superstar Mane trifft den entscheidenden Elfmeter gegen Ägypten und schießt seine Mannschaft damit zur WM nach Katar. © DPA pa
  25. MAROKKO: Die Mannschaft von PSG-Star Achraf Hakimi gewann nach Hin- und Rückspiel klar mit 5:2 gegen Kongo und löst so das Ticket zur WM in Katar.
    Image: MAROKKO: Die Löwen vom Atlas um PSG-Star Achraf Hakimi gewinnen nach Hin- und Rückspiel klar mit 5:2 gegen Kongo und lösen so das WM-Ticket. © DPA pa
  26. TUNESIEN: Der Hinspiel-Erfolg (1:0) ebnete nach dem Unentschieden im Rückspiel gegen Mali den Weg und führt die Adler von Karthago zur WM nach Katar.
    Image: TUNESIEN: Der Hinspiel-Erfolg (1:0) ebnet nach dem torlosen Unentschieden im Rückspiel gegen Mali den Weg und führt die Adler von Karthago nach Katar.  © DPA pa
  27. KAMERUN: Durch einen Treffer von Karl Toko Ekambi in der 124. Minute kegelt Kamerun Algerien aus der WM und zieht selbst in die WM-Endrunde in Katar ein.
    Image: KAMERUN: Durch einen Treffer von Karl Toko Ekambi in der 124. Minute der Verlängerung setzt sich Kamerun gegen Algerien durch und zieht in die WM-Endrunde in Katar ein. © DPA pa
  28. Mexiko sicherte sich in Mexiko-Stadt mit einem 2:0 gegen El Salvador den zweiten Platz in der Qualifikation hinter Kanada. Die El Tri schaffte es seit 1994 zu jedem Turnier.
    Image: MEXIKO: Die El Tri sicherte sich in Mexiko-Stadt mit einem 2:0 gegen El Salvador den zweiten Platz in der Qualifikation hinter Kanada. Mexiko schaffte es seit 1994 zu jedem Turnier. © Imago
  29. Die USA verloren in San Jose zwar mit 0:2 gegen Costa Rica, belegten trotz der Niederlage aber den dritten Platz in der CONCACAF-Gruppe. und fahren daher im Winter nach Katar.
    Image: USA: Die US-amerikanische Nationalmannschaft verlor in San Jose zwar mit 0:2 gegen Costa Rica, belegten trotz der Niederlage aber den dritten Platz in der CONCACAF-Gruppe und fahren daher im Winter nach Katar. © Imago
  30. AUSTRALIEN: Die Socceroos machten die WM-Teilnahme durch einen 5:4-Sieg nach Elfmeterschießen im interkontinentalen Playoff-Spiel gegen Peru perfekt.
    Image: AUSTRALIEN: Die Socceroos machten die WM-Teilnahme durch einen 5:4-Sieg nach Elfmeterschießen im interkontinentalen Playoff-Spiel gegen Peru perfekt.  © Imago
  31. COSTA RICA: Los Ticos buchten das letzte WM-Ticket durch einen 1:0-Sieg im interkontinentalen Playoff-Spiel gegen Neuseeland. Damit treffen die Lateinamerikaner in der Gruppenphase unter anderem auf Deutschland.
    Image: COSTA RICA: Los Ticos buchten das letzte WM-Ticket durch einen 1:0-Sieg im interkontinentalen Playoff-Spiel gegen Neuseeland. Damit treffen die Lateinamerikaner in der Gruppenphase unter anderem auf Deutschland. © Imago
  32. KATAR: Als Gastgeber automatisch qualifiziert und damit zum ersten Mal bei einer WM-Endrunde mit dabei.
    Image: KATAR: Als Gastgeber automatisch qualifiziert und damit zum ersten Mal bei einer WM-Endrunde mit dabei. © Imago

Sky Sport: Wie müssen wir uns die Party danach vorstellen? Was war in Ghana los? Was bedeutet den Menschen die WM-Teilnahme dort?

Addo: Nachdem wir uns 2006, 2010 und 2014 für die Weltmeisterschaften qualifiziert hatten waren wir 2018 nicht dabei. Deshalb war die Anspannung schon sehr groß. Der Druck war hoch, denn Nigeria hat auch eine sehr starke Mannschaft. Wir hatten zudem viele Ausfälle. Da standen die Chancen von Außen betrachtet nicht ganz so gut. Dazu kommt noch unser schlechtes Abschneiden beim Afrika Cup, von daher war die Erwartungshaltung da vielleicht nicht ganz so hoch, aber die Mannschaft hat sich zusammengerauft. Sie haben alles gegeben und haben es sich total verdient, sich für die WM zu qualifizieren und es war richtig, richtig gut.

Die letzten Tickets für Katar

Playoff Europa
Schottland oder Ukraine vs. Wales
Interkontinental Playoff I
VAE oder Australien vs. Peru
Interkontinental Playoff II
Costa Rica - Neuseeland

Sky Sport: Welches sportliche Potential besitzt die Mannschaft, um vielleicht auch bei der WM für Überraschungen zu sorgen?

Addo: Ich denke schon, dass sie das kann. Es haben ja auch viele Spieler gefehlt. Ich kenne die Mannschaft ja schon und habe im November als Co-Trainer mitgeholfen bei den letzten zwei Runden zur Qualifikation. Da haben wir uns auch schon sehr gut kennengelernt. Ich denke, das war auch der ausschlaggebende Punkt, dass ich die Mannschaft weiterführen sollte, weil ich die Jungs schon kenne. Es sind sehr viele junge Spieler. Die meisten von ihnen spielen in Europa. Sie sind auf einem aufstrebenden Weg und werden bei der WM mit Sicherheit noch auf sich aufmerksam machen.

Sky Sport: Sie haben sich in zwei Spielen gegen Nigeria durchgesetzt. Nach dem Abpfiff gab es leider auch ein paar unschöne Szenen, als Zuschauer auf den Platz gelaufen sind und randaliert haben. Was ist da genau passiert und wie haben Sie das erlebt?

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Addo: Ja klar haben wir das mitbekommen, wir sind dann aber auch schnell in die Kabinen gegangen. Zum Glück haben unsere Staffmitglieder oder Spieler keinen Schaden davongetragen. Ich bin nicht aus Nigeria, deshalb weiß ich nicht, woher diese Strömung kam. Für ein Land wie Nigeria mit 200 Millionen Einwohnern natürlich schon eine große Enttäuschung. Ghana hat 30 Millionen Einwohner. Nigeria hat viele Stars, viele sehr gute Spieler. Daher war die Erwartungshaltung dort sehr hoch. Daher kamen, glaube ich, auch die Unruhen.

Sky Sport: Sie haben 2006 selbst an einer WM teilgenommen. Wie ist das Gefühl dabei zu sein?

Addo: Das ist das, wovon man als kleiner Junge träumt. Die ganze Welt schaut zu und man misst sich mit den besten Ländern. Das ist die größte Bühne, die man als Fußballer haben kann. Für mich war es damals ein Traum bei der WM in Deutschland. Das war unglaublich, kaum zu beschreiben dieses Gefühl. Ich freue mich, dass die Jungs das auch erleben werden.

Sky Sport: Sie gehen nun wieder ganz normal in ihren Job bei Borussia Dortmund zurück. Aber hat man nicht das Verlangen danach, jetzt auch mit der Mannschaften zum Turnier zu fahren und das alles mitzunehmen?

Addo: Das ist schwierig zu sagen. Ich muss das jetzt erstmal alles sacken lassen. Wir haben vieles richtig gemacht und viel erreicht. Sicherlich wird es bald auch ein paar Gespräche geben. Ausschlaggebend ist natürlich trotzdem mein Arbeitgeber Borussia Dortmund. Ich fühle mich hier wohl, möchte auch hier bleiben, aber vielleicht bekommt man ja irgendwie eine Zwischenlösung hin. Für den Moment freue ich mich jetzt aber einfach erstmal, dass wir das geschafft haben. Das ist riesig!

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Sky Sport: Sie helfen beim BVB bekanntlich dabei, Talente auszubilden. Wie zufrieden sind sie mit ihren Schützlingen in der aktuellen Spielzeit?

Addo: Da gibt es sehr viel zutun. Für die ganz jungen Spieler ist es jetzt wichtig, einen guten Saisonabschluss zu haben. Wir blicken natürlich auch schon auf die kommende Saison, wo wir viele neue Spieler integrieren werden und in den nächsten Stunden schon wieder an der Tür klopfen. Wir haben beim BVB ein Superteam mit Trainer Marco Rose, der sich auch sehr für die jungen Mannschaften interessiert. Er guckt sich sehr viel an und ich bin mit ihm auch im ständigen Austausch. Ich habe sowohl von ihm, als auch Edin Terzic sehr viel gelernt und auch angewandt. Ich freue mich, dass wir im Verein solche Strukturen haben und unsere jungen Spieler auch fördern. Ich hoffe dass es vor allem in der kommenden Saison auch wieder der ein oder andere mehr schaffen wird, den Sprung zu den Profis hinzubekommen.

Sky Sport: Wie groß ist die Vorfreude auf einen ausverkauften Signal Iduna Park?

Addo: Totale Vorfreude! Alle haben drauf gewartet, die Spieler und die Fans. Alle freuen sich und die Fans haben sich das verdient. Gerade in solchen Spielen wie gegen Leipzig, wenn es eng wird, können sie noch einmal diesen extra Schub geben. Wir freuen uns sehr darauf, dass alle wieder rein können.

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