Tottenham Hotspur - Sunderland AFC; England, Premier League

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Tottenham Hotspur - Sunderland AFC. England, Premier League.

Tottenham Hotspur StadiumZuschauer60.877.

Tottenham Hotspur 1

  • B Davies (30. minute)

Sunderland AFC 1

  • B Brobbey (80. minute)

Live-Kommentar

Das wars an dieser Stelle. Vielen Dank für das Interesse und bis zum nächsten Mal! 

Mit dem Punkt ist Tottenham jetzt Dreizehnter. Viel zu wenig für Coach Frank und seine Europa-League-Sieger. Sunderland ist nach 20 Spielen und dem vierten Remis in Folge starker Achter. Schon in drei Tagen sind beide Teams wieder in der Premier League gefordert: Die Spurs spielen in Bournemouth. Die Black Cats in Brentford. 

Eine nicht gute, aber immerhin ordentliche erste Halbzeit reicht Tottenham Hotspur nicht, um den Aufsteiger aus Sunderland zu schlagen. Und so hören wir ein Pfeifkonzert im Tottenham Stadium nach Abpfiff. Am Ende eines schwachen Spiels von beiden Teams steht eine gerechte Punkteteilung, mit der die pragmatischen Gäste zufrieden sein dürften. Einziges Highlight der Partie war Brobbeys sehr schöner Ausgleichstreffer. 

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So läuft die Nachspielzeit aus. Xhaka schlägt den Freistoß nochmal weit nach vorne, nach dessen Klärung erfolgt der Abpfiff. 

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Ballverlust Bentancur. Und Palhinha muss Geertruida nochmal stoppen und sich die Gelbe abholen, sonst geht der Schuss nach hinten los. 

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Gute Flanke von Pedro Porro aus dem rechten Halbfeld. Die Box ist gut besetzt und Palhinha kommt zum Kopfball. Kriegt den aber nicht aufs Tor, sondern nur am langen Pfosten vorbei. Das wär der Moment gewesen, die Chance war gut. 

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Das werden wir vermutlich die nächsten Tage erfahren, denn es deutet nichts darauf hin, dass die Spurs hier noch zum Siegtreffer kommen. Stattdessen Slapstick von Bergvall, dem der Ball bei der vermeintlich weiten Einwurfausführung durch die Hände rutscht. Ein Ballverlust der kuriosen Art. 

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Ob die Saison in Tottenham weiterhin so ruhig vor sich hin plätschert, wenn die Spurs und Thomas Frank wieder nur remis spielen und bei einem Sieg aus den vergangenen fünf Premier-League-Spielen hängen bleiben? 

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Die stellenweise aufregende Schlussviertelstunde beschert uns eine sechsminütige Nachspielzeit. 

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Gleichzeitig geht Davies runter und wird mit viel Applaus verabschiedet. Kaum Spielzeit, trotzdem Publikumsliebling. Spence kommt für die Schlussminuten. 

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Tel wird dann auch ausgewechselt. Scarlett betritt das Feld. 

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Schwaches Spiel, emotionales Finish: Mukiele schubst Tel weg und erwischt den Spurs-Angreifer leicht im Gesicht, der macht viel zu viel draus, danach bricht die Rudelbildung aus, weil Bentancur und Brobbey sich schubsen. Es dauert lange, bis Schiedsrichter Attwell die Gemüter beruhigen und alles mit den Kapitänen besprechen kann. Erstaunlicherweise geht auch das ohne Gelbe Karte vonstatten. 

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Oder wird es sogar mehr? Brobbey macht jetzt ein richtig gutes Spiel, behauptet sich am Strafraumeingang mit dem Rücken zum Tor und legt für Hume ab. Der schießt gewieft, aber zu zentral aufs Tor. Vicario lenkt den über die Latte. 

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Der fünfte Auswärtstreffer im zehnten Auswärtsspiel könnte für den zehnten Auswärtspunkt des AFC Sunderland sorgen. Eine erstaunliche Ausbeute. 

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Erste Gelbe für die Spurs: Bentancur muss gegen Brobbey taktisch foulen und sieht für seinen Bodycheck die Verwarnung. 

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Bevor es weitergeht, wechselt der Aufsteiger: Rigg kommt für Mayenda. 

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Toooor! Tottenham Hotspur - AFC SUNDERLAND 1:1. Der beste Angriff des Spiels führt zum Ausgleich: Xhaka treibt an und spielt zu Mukiele, der verzögert kurz, dann gehts schnell: Mukiele spielt von rechts nach innen zu Brobbey, der lässt wieder nach außen zu Le Fee klatschen, der mit dem ersten Kontakt den Doppelpass mit Brobbey perfekt macht. Brobbey dringt so halbrechts in den Strafraum ein und feuert die Kugel mit aller Vehemenz in den linken Winkel. 

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Vorlage Enzo Le Fée

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Aber noch ist das hier nicht durch. Sunderland gibt sich nicht auf und kommt mit Mukiele über die rechte Seite. Dessen scharfe Flanke ist sehr gut, Le Fee kommt in der Mitte frei zum Kopfball. Und setzt den an den linken Außenpfosten. 

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So unansehnlich das Spiel ist, ein Sieg der Spurs hätte starke Auswirkungen. Es laufen ja drei Parallelspiele. Stand jetzt würden drei Punkte den Sprung auf Rang 8 nach sich ziehen. Fünf Plätze könnte Tottenham heute gutmachen. 

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Brobbey bewirbt sich seit einigen Minuten vehement um die nächste Gelbe Karte mit Nickeligkeiten und übermäßigen Einsatz. Doch auch nach seinem völlig unnötigen Griff an den Hals von Pedro Porro bleibt sie ihm verwehrt. Schiedsrichter Attwell löst es immer noch mit Worten.  

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Im selben Wechselfenster wird Palhinha reingeworfen. Gray macht Platz. 

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Odobert berappelt sich zwar, wird aber trotzdem ausgewechselt, aber nicht verletzungsbedingt. Bergvall ersetzt ihn. 

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Mundle hat Glück, dass er nicht bestraft wird für seinen Ellbogencheck gegen Odobert, der behandelt werden muss. Gelb war das mal mindestens, in manch einer Liga vielleicht sogar eine andere Farbe. Ein merkwürdiger Einsatz des jungen Einwechselspielers. 

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Wobei sich den Spurs durchaus die Chancen bieten, für die Entscheidung zu sorgen. Odobert kann einen Ball vor dem eigenen Strafraum wegköpfen, bekommt dann noch den Ellbogen vom übermotivierten Mundle ab, und Pedro Porro geht steil. Nach seinem energischen Sprint über den gesamten Platz bekommt er den Ball noch auf die linke Seite, wo Kolo Muani aber seinen ersten Kontakt verhaut. Danach geht Kolo Muani nahe der Grundlinie ins Dribbling gegen Brobbey, der hinten aushilft, und schießt ins Außennetz. 

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Die anfängliche "Rasanz", sofern es überhaupt eine war, des zweiten Durchgang hat wieder nachgelassen. Auch von den Rängen im riesigen Tottenham Stadium kommt nicht viel. Es bleibt ein kahler früher Abend in Nordlondon. 

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Zweiter Wechsel bei den Black Cats: Adingra geht für Ballard vom Feld. 

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Die Ecke ist gar nicht schlecht, wenn auch erst im Nachgang. Xhaka fängt den von Vicario nur unzureichend weggewischten Ball auf der anderen Seite ab und spielt zu Hume zurück. Alles rechnet mit der weiten Flanke, stattdessen spielt Hume den smarten Pass rechts in die Box zu Adingra. Der kann nach innen aufziehen und schlenzen. Und verfehlt das lange Eck nur knapp. 

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Mit Mundle für Cirkin ist Sunderlands Elf nun offensiver ausgerichtet. Ob es sich bezahlt macht, wird sich noch herausstellen. Zunächst springt nicht mehr raus als ein Eckball, den Bentancur mit seinem Block nach Humes Querpass von der rechten Seite verursacht. 

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Dritte Gelbe, dritte Mal Sunderland: Le Fee mit der breiten Grätsche gegen Odobert, dabei fährt er noch den Fuß aus und erwischt seinen Gegenspieler am Knöchel. 

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Der erste Wechsel im Spiel wird von den Gästen vollführt: Mundle kommt für Cirkin. 

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Die Schlagzahl ist also wirklich deutlich höher jetzt. Das Spiel bietet jetzt viel mehr an. Das Steigerungspotenzial war aber auch hoch. 

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Den muss Richarlison besser querlegen, dann stehts hier 2:0. Der Brasilianer ist nach einem langen Pass auf der rechten Halbspur frei durch, im Zentrum wartet Kolo Muani. Doch der Querpass bleibt an einem Abwehrbein hängen. 

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Zumal auch weiter Einladungen ausgesprochen werden. Jetzt von Romero, dessen Rückpass völlig verendet. Brobbey nimmt den Ball auf, nimmt Mayenda mit und hinterläuft. Mayenda spielt zurück, Brobbey schießt aus spitzem Winkel. Und es knallt am Außenpfosten. 

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Auf der anderen Seite kann Davies eine Ecke von Pedro Porro aufs Tor köpfen. Allerdings genau auf Roefs. Wer es gut meint, der kann hier eine Tempoforcierung erkennen. 

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Vicario mit einem wilden Ausflug, er erwischt die Flanke von Adingra bei weitem nicht, hinter dem zweiten Pfosten kann Hume die Kugel nochmal querköpfen. Davies steht anders als sein Keeper vor Brobbey richtig und schlägt den Ball raus. Das war brenzlig. 

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Nächstes taktisches Foul, diesmal von Alderete, das hat es allerdings in sich. Richarlison wäre nach Kolo Muanis starker Weiterleitung nämlich auf und davon gewesen. Weil das Vergehen an der Mittellinie stattfindet und der Weg entsprechend noch weit ist, kommt Alderete um den Platzverweis herum und sieht nur Gelb. 

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Prompt liefern die Black Cats ihre beste, weil bislang einzige echte Torchance: Mukiele fängt einen abgewehrten Ball ab und hebt ihn nochmal in den Fünfer. Mayenda steht besser als Bentancur und kann köpfen. Vicario fängt den Aufsetzer im Nachfassen weg. 

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Dass Sunderland Probleme hat, Tore zu schießen, haben wir schon erwähnt. Die gute Punkteausbeute übertüncht das bislang. Dabei ist die Erfolgsquote vor allem auswärts dramatisch: Kein Team hat weniger als vier Auswärtstore geschossen. Nicht mal die Wolves. Im ersten Durchgang haben wir gesehen, warum. 

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Cirkin reißt Richarlison an der Mittellinie um und sieht für dieses taktische Vergehen die erste Gelbe Karte der Partie. 

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Ohne Wechsel blicken wir auf den zweiten Durchgang. 

Ein glückliches Tor von Davies und ein ganz netter Schlenzer von Tel, viel mehr bot uns diese lahme und größtenteils zerfahrene erste Halbzeit nicht. Die Spurs-Führung ist verdient, weil Sunderland wirklich nur auf Spielzerstörung aus ist und gar nichts nach vorne kriegt, während Tottenham sich dahingehend wenigstens noch bemüht. Doch der Qualitätsmangel in Sachen Kreativität, Lösungsfindung und spielerischer Freude auf beiden Seiten ist schon ernüchternd. 

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Und so gehts mit dem 1:0 für die Spurs in die Halbzeit. 

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Auch in dieser Nachspielzeit wird uns wenig überraschend nichts mehr geboten. 

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Die Verletzung von Kudus beschert uns eine dreiminütige Nachspielzeit, die in diesem Moment beginnt. 

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So sind es erstmal nur noch Umschaltmomente der Spurs, die für Aufsehen sorgen. Wie jetzt, als Kolo Muani die rechte Halbspur entlangläuft und im Bogen an den Fünfer flankt. Dort setzt sich Richarlison im Rücken von Mukiele ab. Sein artistischer Seitfallzieher misslingt aber gründlich. 

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Zeug für einen Klassiker hat diese erste Hälfte wahrlich nicht. Und es ist keine Besserung in Sicht: Tottenham zieht sich mit der Führung im Rücken zurück. Sunderland kann mit den steigenden Spielanteilen nicht viel anfangen. 

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Und das ist dann der erste Abschluss, den wir zaghaft als Highlight markieren können: Richarlison köpft die folgende Einwurfflanke raus. Hume fängt den Ball ab, dribbelt drei Meter und schießt ansehnlich aus weiter Entfernung. Und verfehlt die Querstange um gut einen Meter. 

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Das dürfte Sunderlands erster Abschluss gewesen sein: Le Fee wird von Hume rechts im Sechzehner gefunden, van de Ven rückt schnell raus und kann den Schuss blocken. 

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Odobert schickt den Ball auf den Oberrang, dabei war die Ablage von Kolo Muani nach einem langen Pass gar nicht so schlecht. Dabei hat er seinen Gegenspieler aber zu Boden gerissen, deswegen ist Odobert verrissener Abschluss nichtig. 

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Ein Rumpeltor in einem Rumpelspiel, das passt ja ganz gut. Nichtsdestotrotz ist Tottenhams Führung verdient, die Spurs stellen die bessere Mannschaft und sind auf niedrigem Niveau auch torgefährlicher. Und dass dann ausgerechnet Davies trifft, auch das passt irgendwie. Der macht heute zwar sein 361. Spiel für die Spurs. Allerdings erst das zweite in dieser Premier-League-Saison. 

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Tooooor! TOTTENHAM HOTSPUR - AFC Sunderland 1:0. Dass ein Standard hier die Pforten öffnet, darf keinen wundern. Also schlägt Tel eine Ecke weit in den Sechzehner. Die kann Romero hinter dem zweiten Pfosten mit der Brust runterpflücken. Er spielt ins Zentrum zu van de Ven, dessen Abschluss ist schwach. Doch Davies steht richtig und lenkt den Ball mit der Innenseite aus vier Metern über die Torlinie. 

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Vorlage Micky van de Ven

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Ein Startschuss fürs Feuerwerk ist das aber nicht. Stattdessen ist das Spiel wenig später wieder unterbrochen. Alderete bekommt den Arm von Richarlison ab und braucht einen Moment, bis er sich wieder berappelt hat. Die Zeit wird ihm gewährt. 

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Gute Chance für Tel! Bislang die beste des Spiels: Richarlison empfängt einen tiefen Pass, kann sich aufdrehen und zu seiner linken Odobert mitnehmen. Der leitet weiter auf Tel, der zieht von halblinks nach innen und will einen aus dem Fußgelenk zaubern. Das gelingt fast: Der Schlenzer aus 16 Metern tickt einen halben Meter am langen Pfosten vorbei. 

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Auch nach 25 Minuten warten wir auf den ersten Abschluss der Black Cats. Daran ändert auch ein erster Eckball und eine weite Hereingabe nach Xhakas kurzer Freistoßausführung nichts. Das ist bislang arg enttäuschend. 

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Der frühe Wechsel bringt nicht wirklich mehr Qualität ins Spiel. Es bleibt ein zerfahrenes, stellenweise unübersichtliches Hin und Her. In das sich auch Kolo Muani einreiht. Sein erster Querpass geht in den Rückraum, obwohl vor dem Fünfer drei Kollegen einlaufen. Der zweite soll rechts raus in den Lauf von Odobert, geht aber genau in den Fuß des Gegners. 

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Kudus ist jener Spieler, dessen Verpflichtung die Einsatzzeit von Johnson so drastisch reduziert hat. Jetzt ist er verletzt und Johnson ist weg. Franks Möglichkeiten sind begrenzt. Er bringt mit Kolo Muani einen zweiten Stoßstürmer. 

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Dann ruht die Partie aber erstmal: Kudus hat sich verletzt. Er muss am Oberschenkel behandelt werden. Und es sieht nicht so aus, als könnte der teure Sommerneuzugang weitermachen. Kolo Muani macht sich auf der Bank bereit. 

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Es war die bislang kniffligste Szene, die Sunderland überstehen musste, dazu kommen drei Abschlüsse: Die Black Cats sind nur schwerlich in die Partie gekommen. Auf den ersten Abschluss der Gäste warten wir noch, dazu viele Fehler und Unsicherheiten. Stabil wirkt das nicht. 

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Und weiter die Spurs: Ein Ball von Gray bleibt noch hängen, wird aber auf die rechte Seite zu Pedro Porro abgewehrt. Der flankt scharf an den zweiten Pfosten, wo Richarlison einnicken will. Da hätte dann auch Roefs keine Chance mehr. Doch Mukiele ist noch gerade so vor dem Torjäger am Ball und kann mit dem Kopf zur Ecke klären, die nichts einbringt. 

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Die Black Cats wackeln ein wenig. Nach einem weiteren Fehler im Aufbauspiel, Mukiele verliert den Ball an Kudus, kommt Richarlison links im Strafraum zum Abschluss. Genau auf Roefs, der viel zu tun hat in diesen ersten Minuten, aber noch nicht zwingend gefordert wird. 

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Selbstvertrauen oder Übermut? Irgendwas dazwischen: Pedro Porro fängt rechts vor der Mittellinie einen Ball ab und will Roefs mit seinem weiten Abschluss überlisten. Er schießt aber rechts vorbei, und das erkennt Roefs auch frühzeitig. 

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Richarlison frei vor Roefs, umkurvt den Keeper, bleibt trotzdem hängen. Ist aber auch kaum der Rede wert. Beim Pass zuvor von Odobert hat der Stürmer die Übersicht etwas verloren: Er stand gut und gerne drei Meter im Abseits. Trotzdem gut und konsequent zu Ende gespielt von Sunderland-Keeper Roefs. 

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Auch insgesamt machen die Spurs in diesen Anfangsmomenten den aufgeweckteren und engagierteren Eindruck. Das Spiel ist schnell und aufgeheizt, es muss viel gearbeitet werden. Das gelingt den Black Cats aber einwandfrei. Torszenen werden keine ermöglicht. Wie jetzt, als Mukiele eine Hereingabe von Kudus von der rechten Seite sicher zu klären weiß. 

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Guter Start der Spurs: Tel, der heute erst zu seinem vierten Startelfeinsatz kommt, nimmt sich aus etwas über 25 Metern ein Herz und gibt den ersten Distanzschuss ab. Der kommt wuchtig, aber noch etwas unplatziert. Roefs wehrt nach vorne ab und setzt erfolgreich vor Richarlison nach, um den Ball festzumachen. 

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Der Schiedsrichter heißt Stuart Attwell. Und er pfeift die Partie im vollen Tottenham Stadium in diesem Moment an. 

Mit AFC Sunderland erwartet Tottenham heute einen Gegner, gegen den in diesem Jahr kein Team gerne antritt. Sunderland spielt kernig und erfolgreich und sorgt als Aufsteiger auf Rang 7 mit schon sieben Saisonsiegen für Furore. Schlüsselspieler wie Xhaka, Geertruida oder Brobbey sind bestens aus der Bundesliga bekannt. Bei drei Remis in Folge stockte der Motor aber zuletzt. Zumal die Endergebnisse, 0:0, 1:1, 0:0, vor allem offensive Probleme offenbarten. Nur vier Teams treffen seltener als die Black Cats. 

Um jene Entwicklung voranzutreiben, verändert sich auch der Kader. Der Wintertransfermarkt sei kompliziert, heißt es ja immer. Da ist ein Transfer wie der von Brennan Johnson schon herausragend. Der wechselte vor wenigen Tagen für 40 Millionen Euro zu Ligakonkurrent Crystal Palace. Zweieinhalb Jahre lang lief Johnson für Tottenham auf, mit dem 1:0-Siegtreffer im schlimmen Europa-League-Finale letztes Jahr gegen Manchester United hat er seinen Platz in den Geschichtsbüchern sicher. Danach rückte er trotzdem ins zweite Glied. Und wechselte nun den Stadtteil. 

Um die Europapokalplätze oder andere konkrete, bezifferte Ziele geht es den Spurs in diesem Jahr aber gar nicht. Da steht das Wort Entwicklung im Vordergrund. Auch deswegen darf sich der neue Trainer Frank seiner Anstellung sicher sein - obwohl nur ein Sieg aus den vergangenen vier Meisterschaftsspielen und Rang 13 natürlich dünn sind und dem Selbstverständnis der Nordlondoner nicht entsprechen. 

Wie eng es in der Premier League 2025/26 zugeht, lässt sich wunderbar am heutigen Duell zwischen Tottenham und Sunderland ablesen. Als Siebter und Dreizehnter trennen beide Klubs stolze sechs Plätze. Blickt man auf das Punktekonto, sind es allerdings nur drei Zähler. Mit anderen Worten: Gewinnen die Spurs, können sie ein um sechs Positionen besser platziertes Team überholen. Und damit auch den heiß begehrten Europapokalplätzen wieder näherkommen. 

Sunderland feierte, ebenfalls am 01. Januar, ein starkes 0:0 gegen Meisterschaftskandidat Manchester City und holte sich damit schon den 29. Punkt der Saison. Trainer Le Bris sieht trotz der engen Taktung im englischen Spielplan keinen Grund für personelle Veränderungen und schickt erneut seine Stammelf auf den Rasen. 

So beginnt der AFC Sunderland: Roefs - Hume, Mukiele, Alderete, Cirkin - Geetruida, Xhaka - Mayenda, Le Fee, Adingra - Brobbey. 

Die Spurs starteten mit einem mauen 0:0 gegen den FC Brentford ins neue Jahr. Heute gegen Sunderland verändert Trainer Frank seine Startelf auf zwei Positionen: Davies verteidigt in der Viererkette für Spence. Und Ex-Bayern-Profi Tel darf für Bayern-Leihgabe Palhinha beginnen, was als durchaus offensivere Ausrichtung interpretiert werden darf. 

So spielt Tottenham Hotspur: Vicario - Pedro Porro, Romero, van de Ven, Davies - Gray, Bentancur - Tel, Kudus, Odobert - Richarlison. 

Herzlich willkommen in der Premier League zur Begegnung des 20. Spieltages zwischen Tottenham Hotspur und dem AFC Sunderland.