Olympia: Drei Gründe, warum das deutsche Eishockey-Nationalteam Frankreich schlägt
Extra-Runde fürs DEB-Team: Dienstag ab 12:10 Uhr kämpft das DEB-Team in der Milano Santagiulia Ice Hockey Arena gegen Frankreich um den Einzug ins Olympia-Viertelfinale.
16.02.2026 | 21:26 Uhr
Klar ist: Das darf nicht schiefgehen! Aus Mailand berichtet Benjamin Heckner.
Wir nennen drei Gründe, warum Deutschland eine Runde weiter kommt.
1. Das erste Drittel gegen die USA
Frech, mutig und aufopferungsvoll kämpfend: nach 20 Minuten gegen meilenweit favorisierte US-Amerikaner hätte das DEB-Team gut und gerne führen können. Wer mit dem großen Goldfavoriten (neben Kanada) so mithalten kann, kann (eigentlich) gegen das international maximal zweitklassige Frankreich nicht verlieren. Aber: Das deutsche Team muss aus der Pleite gegen die USA auch lernen. Wenn ein gegnerischer Spieler wie Matthew Tkachuk Leon Draisaitl auf dem Eis verhöhnt („Always a bridesmaid, never a bride!" - Zu Deutsch: „Immer Brautjungfer, nie die Braut!"), braucht es auf dem Eis eine passende Antwort. Draisaitl schützen, selbst unangenehmer und ekliger werden. Beim Eishockey absolut im Rahmen des Erlaubten.
2. Qualität Made in Germany
Ohne Zweifel: das deutsche Team ist qualitativ stärker als die Franzosen. Sieben deutsche NHL-Profis stehen einem französischen gegenüber. Alexandre Texier von den Montreal Canadiens ist zwar ein erfahrener NHL-Profi, aber kein Ausnahmekönner wie Leon Draisaitl oder Tim Stützle. Frankreich kassierte in drei Vorrunden-Spiele satte 20 Gegentore, das 2:10 gegen Kanada war ein Desaster. Auch wenn die Franzosen ihre Lehren aus der Vorrunde gezogen haben - die deutsche Offensive lässt sich nicht 60 Minuten konsequent verteidigen.
3. Grubauer kehrt zurück
Maximilian Franzreb hat gegen die USA ein starkes Spiel abgeliefert. Auch wenn eine Fangquote von 87% durchschnittlich klingt, verhinderte der Mannheimer Goalie mit etlichen Paraden eine höhere Pleite. Trotzdem tut es dem DEB-Team gut, wenn gegen Frankreich NHL-Star Philipp Grubauer zurückkehrt. Der Rosenheimer Schlussmann überzeugt diese Saison endlich wieder, ist mitverantwortlich für das gute Abschneiden seiner Seattle Kraken. Gegen die US-Amerikaner gönnte Bundestrainer Harold Kreis „Grubi" eine kleine Verschnaufpause, gegen Frankreich ist der 34-Jährige aber wieder zurück. Ruhe, Ausstrahlung, Aura! Grubauer kann den Unterschied ausmachen.
Mehr zum Autor Benjamin Heckner
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.