Nach bizarrem Tennis-Auftritt in Nairobi: Verband gibt Fehler zu

Ein W35-Turnier im Frauentennis findet in der Regel keine große Beachtung. Doch das Match in Nairobi zwischen einer Ägypterin und einer Deutschen sorgt für Schlagzeilen. Der Grund ist skurril.

Image: Hajar Abdelkader auf dem Tennisplatz in Nairobi. (Quelle: eurosport.de)

Nachdem bizarre Videos einer überforderten Tennisspielerin im Internet viral gegangen sind, hat der Turnierveranstalter einen Fehler bei der Ansetzung zugegeben.

Beim kleinen W35-Turnier in Nairobi verlor die mit einer Wildcard ausgestattete Ägypterin Hajar Abdelkader in der ersten Runde gegen die deutsche Spielerin Lorena Schädel mit 0:6, 0:6. Von dem Match kursierten Videos im Internet, die Zweifel aufkommen ließen, ob Abdelkader zuvor jemals Tennis gespielt hatte.

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"Im Nachhinein räumt Tennis Kenya ein, dass diese Wildcard nicht hätte vergeben werden dürfen. Der Verband hat diesen Vorfall zur Kenntnis genommen und wird sicherstellen, dass ein solch äußerst seltener Fall nie wieder vorkommt", hieß es in einer Erklärung vom kenianischen Verband, deren Echtheit der dpa bestätigt wurde. Zuvor hatte unter anderem die Nachrichtenagentur AP berichtet.

Schon der wacklige Ballwurf beim Aufschlag sah bei der Verliererin höchst amateurhaft aus, insgesamt leistete sie sich 20 Doppelfehler. Abdelkader erzielte nur drei Punkte - aufgrund zweier Doppelfehler und eines unerzwungenen Fehlers ihrer Gegnerin, die auf Weltranglistenplatz 1026 geführt wird. Manche Nutzer wunderten sich, wie die komplett einseitige Partie überhaupt 37 Minuten dauern konnte. Andere fragten sich, ob das Video überhaupt echt sei.

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Ägyptischer Tennisverband äußert sich

"Frau Abdelkader gab an, über ausreichend Wettkampferfahrung zu verfügen, und die Wildcard wurde ihr auf Basis dieser Informationen ausgestellt", erklärte Tennis Kenya.

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Allerdings bestätigte der ägyptische Tennisverband der BBC, dass Abdelkader nie als ägyptische Spielerin registriert und nicht im Namen Ägyptens für das Turnier gemeldet war. Man habe "weder direkt noch indirekt irgendeine Rolle bei der Nominierung, Genehmigung oder Ausstellung dieser Wildcard" gespielt, sagte der Technische Direktor des ägyptischen Tennisverbandes, Dia Nabil Loutfy.

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Zunächst war eine andere Spielerin für die Wildcard vorgesehen gewesen, doch diese hatte ihren Start im Hauptfeld kurzfristig abgesagt. "Frau Abdelkader war zu diesem Zeitpunkt die einzige andere Spielerin, die eine Wildcard beantragt hatte", gab Tennis Kenya an. Mit der Zusage habe man auch "die Entwicklung des Tennissports in Afrika" fördern wollen.

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dpa

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