Wimbledon: Angelique Kerber zittert sich weiter
Nummer eins muss fighten
08.07.2017 | 08:34 Uhr
Angelique Kerber steht in der dritten Runde von Wimbledon. Gegen die Weltranglisten-88. Kirsten Flipkens hatte die Nummer eins der Welt jedoch einige Probleme. In der nächsten Runde muss sich Kerber steigern.
Angelique Kerber standen die Zweifel ins Gesicht geschrieben. Sie verdrehte die Augen, zuckte mit den Schultern, schimpfte mit sich selbst - und blieb doch im Wettbewerb.
In der zweiten Runde von Wimbledon zitterte sich die Vorjahresfinalistin gegen die Weltranglisten-88. Kirsten Flipkens aus Belgien zum 7:5, 7:5.
Die Weltranglistenerste aus Kiel setzte sich gegen Kirsten Flipkens (Belgien) nach 1:45 Stunden 7:5, 7:5 durch und trifft am Samstag auf Lucie Safarova (Tschechien) oder Shelby Rogers (USA).
Kerber (29) folgte damit Carina Witthöft, die am Freitag die Weltranglistenfünfte Jelena Switolina aus der Ukraine herausfordert. Am Montag waren acht deutsche Spielerinnen im All England Club ins Turnier gestartet.
Kerber wirkt verunsichert
Kerber muss sich in ihrem nächsten Match dringend steigern, bereits gegen Flipkens, die in diesem Jahr das Viertelfinale des Turniers in Acapulco als bestes Ergebnis zu Buche stehen hat, wirkte sie noch verunsicherter als bei ihrem Zittersieg in der ersten Runde.
Bundestrainerin Barbara Rittner hatte vor dem Match bei Sky gefordert: "Angie muss die Handbremse im Kopf lösen." Doch es gelang der Branchenführerin nicht.
Hadern und abwinken
Kerbers Körpersprache erinnerte an einige Auftritte vor dem Jahr 2016, in dem sie mit zwei Grand-Slam-Titeln, dem Finale in Wimbledon und der olympischen Silbermedaille den Tennis-Thron erobert hatte. Selbst nach Punkten haderte sie mit sich und winkte ab.
Und die Aufgaben werden von Runde zu Runde größer. So auch für Carina Witthöft (Hamburg), die am Freitag auf die Weltranglistenfünfte Jelena Switolina aus der Ukraine trifft. Tatjana Maria (Bad Saulgau) verlor gegen Coco Vandeweghe (USA/Nr. 24) 4:6, 2:6.
Mitfavoritin Pliskova schon raus
Bislang durfte Kerber froh über ihre Auslosung sein, anders als die Weltranglistendritte Karolina Pliskova, die bereits in der zweiten Runde aus dem Turnier flog.
Die Tschechin, die das Vorbereitungsturnier in Eastbourne gewonnen hatte und als Mitfavoritin auf den Titel an der Londoner Church Road galt, unterlag der Slowakin Magdalena Rybarikova 6:3, 5:7, 2:6.