Ferrari-Debakel in Monza: Leclerc crasht, Hamilton kritisiert Strategie nach Platz sechs

Ferrari hat beim Formel-1-Heimrennen in Monza ein Debakel erlebt. Charles Leclerc schied nach einem schweren Unfall aus, Lewis Hamilton wurde nach einem Strategiefehler nur Sechster.

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Der Große Preis von Italien wird zunächst vom harten Einschlag Charles Leclercs überschattet - später richtet sich der Fokus auf den Zweikampf an der Spitze zwischen George Russell und Kimi Antonelli.

Das Formel-1-Rennen in Monza endete für Ferrari mit Enttäuschung statt Jubel. Die Tifosi sahen einen Crash von Leclerc und ein chancenloses Rennen von Hamilton. Ralf Schumacher zählte sogar bereits Teamchef Fred Vasseur an.

Ferrari hat ausgerechnet beim Heimrennen in Italien ein Debakel erlebt.

FERRARI 🇮🇹

  • Name: Scuderia Ferrari
  • Gründungsjahr: 1929
  • Unternehmenssitz: Maranello, Italien
  • Vorgänger: -
  • Konstrukteurs-Titel: 16 (1961, 1964, 1975, 1976, 1977, 1979, 1982, 1983, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2007, 2008)
  • Teamchef: Frederic Vasseur
  • Fahrer: Charles Leclerc (MCO), Lewis Hamilton (GBR)
  • Testfahrer: Antonio Giovinazzi (ITA)

Charles Leclerc crashte in der Anfangsphase heftig in der Parabolica. Teamkollege Lewis Hamilton konnte die Pace von Mercedes, Max Verstappen und McLaren nicht mitgehen, landete nur auf Platz sechs. Die vielen Tifosi in Rot schüttelten auf den Tribünen nur die Köpfe und feuerten stattdessen ihren Landsmann Kimi Antonelli im Mercedes an.

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Red Flag: Leclerc schlägt heftig ein | In-Race Video

ZUM DURCHKLICKEN: Das Rennergebnis in Monza

  1. Das Rennergebnis in Italien.
    Image: Das Rennergebnis in Italien. © Sky
  2. Das Rennergebnis in Italien.
    Image: Das Rennergebnis in Italien. © Sky
  3. Das Rennergebnis in Italien.
    Image: Das Rennergebnis in Italien. © Sky
  4. Das Rennergebnis in Italien.
    Image: Das Rennergebnis in Italien. © Sky

Hamilton kritisiert Ferrari-Strategie

"Ich habe alles gegeben. Ich hatte das Gefühl, dass wir auf dem harten Reifen hätten starten und dann auf Medium wechseln sollen. Das hätte uns auch beim Stopp mehr Freiheiten gegeben, weil wir weiter hinten waren und mehr Überholmanöver hatten. Am Ende sind mir die Reifen ausgegangen. Mit dem harten Reifen am Ende wären wir vielleicht etwas weiter vorne gewesen", kritisierte Hamilton bei Sky Sport einmal mehr die Strategie der Scuderia.

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Lewis Hamilton glaubt, dass eine andere Reifentaktik beim Großen Preis von Italien ein besseres Ergebnis für ihn und sein Team gebracht hätte.

Der siebenfache Weltmeister hatte sich viel vorgenommen für das Rennen im Königlichen Park. Die Ausgangslage für ihn mit Startplatz vier war hervorragend. Doch gleich nach dem Start kam er in der Variante del Rettifilo von der Strecke, da ihn sein unmittelbar vor ihm gestartete Teamkollege Leclerc mit einem harten Manöver ins Kiesbett drückte. So fiel Hamilton auf P8 zurück.

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Ferrari-Streit beim Start - Hamilton im Kies | In-Race Video

Rosberg sieht Fehlerkette bei Leclerc

"Leclerc hat einfach immer wieder zu viele Fehler drin. Er hat Lewis am Start schon keinen Platz gelassen und ihn abgedrängt. Und eine Runde später fliegt er auch alleine ab", wurde Sky Sport F1-Experte Nico Rosberg deutlich. Denn in Runde zwei flog der Monegasse in der Parabolica spektakulär ab und sorgte für ein Safety-Car sowie eine halbstündige Rennunterbrechung.

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Nico Rosberg spricht bei Sky Sport über den harten Einschlag von Charles Leclerc beim Großen Preis von Italien und ordnet das Ergebnis von Ferrari ein.

"Ich fühle mich okay. Ganz klar habe ich mich schon mal besser gefühlt. Zunächst haben sich die Augen nicht gut angefühlt. Hier und da ein paar Schmerzen, aber in ein paar Stunden sollte es schon besser gehen", gab Leclerc bei Sky Sport noch während des Rennens Entwarnung. "Ich war auf dem Gas, dann ist das Heck gekommen. Es hat sich komisch angefühlt. Das müssen wir uns anschauen", so der 28-Jährige weiter.

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Charles Leclerc versichert nach seinem Einschlag in Monza, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht und spricht über die Situation auf der Strecke.

Schumacher zählt Vasseur an

So blieb Hamilton für den Rest des Grand Prix Ferraris einzige Hoffnung. Doch Pace und Reifenstrategie spielten nicht mit. "Ich finde es ein bisschen schade, dass es aufs Team geht, weil ich dachte, Lewis setzt da alles um und seine Ideen fließen mit ein. Die Reifenentscheidung für Hard hätte am Ende das gleiche Problem gebracht, das haben wir bei George Russell gesehen. Der Fehler war, nicht reinzukommen", kritisierte Sky Sport F1-Experte Ralf Schumacher sowohl Hamilton als auch die Scuderia.

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Ralf Schumacher spricht über den harten Einschlag von Charles Leclerc in Runde eins von Monza und den anschließend schwachen Rennverlauf für das Team Ferrari.

Besonders bitter, dass dieses schwache Resultat am Jubiläumswochenende von Michael Schumachers erstem Monza-Sieg im Ferrari vor 30 Jahren zustande kam. Ferrari-Boss John Elkann war extra angereist. "Ich bin mir nicht so sicher, was das jetzt für Fred Vasseur bedeutet. So etwas in Italien, der Ferrari-Chef war auch hier. Das war eine Art Blamage, die man nicht gerne sieht. Die Enttäuschung wird groß sein", resümierte Schumacher und zählte damit den Ferrari-Teamchef bereits an.

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Sky Sport Experte Ralf Schumacher zählt Ferrari-Teamchef Fred Vasseur nach dem blamablen Ergebnis der Scuderia in Monza an.

Vasseur entschuldigt sich bei den Tifosi

Dass am Montag die Gazetten in Italien voller Kritik über die Ferrari-Performance sein werden, war auch Vasseur am Sky Sport Mikrofon bereits bewusst. "Es war ein harter Tag", begann der Franzose und fügte niederschmetternd hinzu: "Wir waren die ganze Zeit im Hintertreffen, was die Geschwindigkeit angeht. Wir mussten die ganze Zeit kämpfen, um nicht noch weitere Positionen zu verlieren, und es war schwierig für uns zu überholen."

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Ferrari-Teamchef Fred Vasseur ist der Frust nach dem Rennen von Monza anzumerken. Charles Leclerc scheidet in Runde eins aus, Lewis Hamilton kann auch nicht das gewünschte Ergebnis einfahren.

Besonders schlimm für Ferrari: Statt den eigenen Fahrern zuzujubeln, flogen die Herzen der Tifosi auf den Tribünen nur noch Antonelli zu. Der Mercedes-Pilot stellte mit seinem Erfolg Ferrari komplett in den Schatten. "Es tut mir sehr leid. Ich freue mich für Kimi, das ist für die Tifosi positiv. Aber sie bringen so viel Energie und so viel Enthusiasmus hierher. Wir wollten ihnen etwas zurückgeben und das war heute nicht der Fall", entschuldigte sich Vasseur bei den vielen rotgekleideten Fans in Monza.

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