Formel 1: Alpine, AlphaTauri, Haas & Co.: Wer hat noch einen Platz frei?

Fahrerkarussell dreht sich weiter: Wer hat noch einen Platz frei?

Teamchefs unter sich und alle suchen noch Fahrer: Günther Steiner (Haas), Jost Capito (Williams), Otmar Szafnauer (Alpine) und Frederic Vasseur (Alfa Romeo).
Image: Teamchefs unter sich und alle suchen noch Fahrer: Günther Steiner (Haas), Jost Capito (Williams), Otmar Szafnauer (Alpine) und Frederic Vasseur (Alfa Romeo).  © DPA pa

Das Fahrerkarussell der Formel 1 dreht sich weiter und bei vielen der Mitfahrer ist bereits sicher, dass sie ihre Runden weiterdrehen dürfen, während andere absteigen müssen und weitere darauf hoffen, endlich aufsteigen zu dürfen.

Mit Yuki Tsunoda und Nicholas Latifi haben sich die nächsten zwei Personalien für die kommende Saison in der Formel 1 geklärt. Während der Japaner eine Zukunft bei AlphaTauri hat und auch 2023 für das italienische Team an den Start gehen wird, ist die Zeit als Stammfahrer in der Formel 1 für Latifi vorerst vorbei. Williams und der Kanadier gehen nach der Saison getrennte Wege.

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Welche Cockpits sind nun noch offen und welche Fahrer werden als mögliche Nachfolger ins Spiel gebracht? Sky gibt einen Überblick.

AlphaTauri

Während Yuki Tsunoda für die kommende Saison fest im Sattel sitzt, ist die Zukunft seines Teamkollegen noch offen. Pierre Gasly hat noch einen Vertrag bis 2023 bei dem Schwesterteam von Red Bull. Er kann das Team bei einem passenden Angebot jedoch verlassen. Das bestätigte Dr. Helmut Marko vor einigen Wochen gegenüber Sky. Offene Cockpits: 0 - es sei denn Gasly geht.

Alpine

Das wohl einzige Ziel für Pierre Gasly könnte Alpine sein. Zum französischen Team würde eine rein französische Fahrerpaarung mit Esteban Ocon und Pierre Gasly passen. Der Platz neben Ocon wurde frei, nachdem Fernando Alonso zu Aston Martin gewechselt ist und sich Oscar Piastri in dem oft beschrieben Zoff entschieden hat, zu McLaren zu gehen. Alpine soll unter der Woche mit Jack Doohan, Nyck de Vries und Antonio Giovinazzi drei Fahrer auf dem Hungaroring in Ungarn getestet haben. Offiziell wurde bisher aber noch kein Alonso-Nachfolger verkündet. Offene Cockpits: 1.

Alfa Romeo

Während Valtteri Bottas im Alfa auch im kommenden Jahr gesetzt ist, steht die Bestätigung des zweiten Cockpits noch aus. Aktuell gehört dies dem Chinesen Guanyu Zhou. Der möchte auch 2023 für Schweizer Team fahren, besitzt jedoch nur einen Einjahresvertrag. Ob dieser über 2022 hinaus verlängert wird, ist trotz einer soliden Saison noch offen. Offene Cockpits: 1.

Die Vertragslaufzeiten zum Durchklicken

  1. Lando Norris und McLaren haben den Vertrag bis mindestens 2026 verlängert.
    Image: Weltmeister Lando Norris fährt noch bis mindestens 2026 für McLaren. © Imago
  2. Oscar Piastri hat seinen ursprünglich bis 2026 laufenden Vertrag bei McLaren kurz vor Saisonstart 2025 um mehrere Jahre verlängert.
    Image: Der Vertrag von Oscar Piastri beim Papaya-Team ist bis 2028 datiert. © Imago
  3. Der Vertrag von George Russell bei Mercedes wurde bis Ende 2025 verlängert.
    Image: Der Vertrag von George Russell bei Mercedes läuft Ende 2026 aus. © Imago
  4. Mercedes: Andrea Kimi Antonelli – neu ab 2025 Stammfahrer
    Image: Auch Andrea Kimi Antonelli ist bei Mercedes bis 2026 Stammpilot. © Imago
  5. Der vierfache Weltmeister Max Verstappen bleibt noch bis 2028 bei Red Bull.
    Image: Der vierfache Weltmeister Max Verstappen bleibt noch bis 2028 bei Red Bull. © Imago
  6. Rookie Isack Hadjar bekleidet dort das zweite Cockpit Racing Bulls.
    Image: Isack Hadjar ersetzt nach einem starken Rookie-Jahr bei den Racing Bulls Yuki Tsunoda und fährt 2026 im zweiten Red Bull. © Imago
  7. Charles Leclerc hat bei Ferrari bis mindestens 2026 verlängert.
    Image: Charles Leclerc hat bei Ferrari einen Kontrakt bis 2026. © Imago
  8. Lewis Hamilton fährt seit 2025 für Ferrari.
    Image: Auch F1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton bleibt der Scuderia 2026 erhalten. © Imago
  9. Alexander Albon hat im Mai 2024 einen neuen mehrjährigen Vertrag bis mindestens 2026 bei Williams unterschrieben.
    Image: Alexander Albon hatte im Mai 2024 einen neuen mehrjährigen Vertrag bis mindestens 2026 bei Williams unterschrieben. © Imago
  10. #55 - Carlos Sainz jr.: Wie der Madrilene auf seine Startnummer kommt, ist schnell erklärt. Die 5 ist seine Lieblingszahl, war nur durch Sebastian Vettel blockiert. Deshalb wählte er die 55. Zudem spielt Carlo55ainz gerne mit der Darstellung seines Namens.
    Image: Teamkollege Carlos Sainz geht 2026 in seine zweite Saison beim Traditionsrennstell. © Imago
  11. Routinier Fernando Alonso hat bei Aston Martin eine Vertragsverlängerung bis 2026 unterschrieben.
    Image: Routinier Fernando Alonso könnte bei Aston Martin seine letzte F1-Saison fahren. © Imago
  12. Lance Stroll wird mindestens bis 2026 für Aston Martin an den Start gehen.
    Image: Auch Lance Stroll wird mindestens noch 2026 für Aston Martin an den Start gehen. © Imago
  13. Liam Lawson
    Image: Liam Lawson fährt nach seiner Ausbootung bei Red Bull auch 2026 für die Racings Bulls. © DPA pa
  14. Arvid Lindblad ist 2026 der einzige Rookie im Feld. Der Brite mit indisch-schwedischen Wurzeln fährt für die Racing Bulls.
    Image: Arvid Lindblad ist 2026 der einzige Rookie im Feld. Der Brite mit indisch-schwedischen Wurzeln fährt für die Racing Bulls. © Imago
  15. Haas: Oliver Bearman – neu ab 2025 Stammfahrer
    Image: Youngster Oliver Bearman geht bei Haas in sein zweites F1-Jahr. © Imago
  16. Esteban Ocon hat Alpine 2024 verlassen. Bei seinem neuen Arbeitgeber Haas hat er einen Vertrag über mehrere Jahre unterzeichne
    Image: Esteban Ocon hatte Alpine 2024 verlassen. Bei seinem neuen Arbeitgeber Haas hatte er einen Vertrag über mehrere Jahre unterzeichnet. © Imago
  17. Nico Hülkenberg gab im Jahr 2010 sein Formel-1-Debüt für Williams - heute fährt der Emmericher für den Sauber-Rennstall.
    Image: Nico Hülkenberg ist aktuell der einzige deutsche Pilot in der Formel 1. Zur Saison 2025 wechselte er von Haas zu Sauber und fährt dort beim neuen Audi-Werksteam auch 2026 mit Option auf 2027. © Imago
  18. #5 - Gabriel Bortoleto: Die 5 ist seit dem Karriereende von Sebastian Vettel nach der Saison 2022 frei. Bortoleto gewann im selbigen Jahr mit dieser Nummer die Meisterschaft in der Formel 3.
    Image: Bei Audi heißt sein Teamkollege auch weiterhin Gabriel Bortoleto. © Imago
  19. Pierre Gasly hat 2024 einen neuen mehrjährigen Vertrag bei Alpine unterschrieben.
    Image: Pierre Gasly hatte im Sommer 2025 seinen Vertrag bei Alpine verlängert und fährt nun bis mindestens 2028 für den französischen Rennstall. © Imago
  20. Franco Colapinto hat Jack Doohan nach nur sechs Rennen bei Alpine ersetzt.
    Image: Franco Colapinto hatte Jack Doohan nach nur sechs Rennen 2025 bei Alpine ersetzt. Alpine verlängerte seinen Vertrag für die Saison 2026. © Imago
  21. Valtteri Bottas ist derzeit als Ersatzfahrer bei Mercedes unter Vertrag.
    Image: Valtteri Bottas fährt ab 2026 für das Cadillac Formula 1 Team. © Imago
  22. Sergio Perez steht nach seiner Auszeit vor der Rückkehr in die Formel 1.
    Image: Sergio Perez fährt ab 2026 für das Cadillac Formula 1 Team. © Imago

Haas

Die Rückkehr von Kevin Magnussen in die Formel 1 ist auf mehrere Jahre ausgelegt, das gab das US-Team Anfang der Saison bekannt. Deshalb wird der Däne auch 2023 im Team von Teamchef Günther Steiner fahren. Die große Frage ist jedoch: Was passiert mit Mick Schumacher? Steiner bezifferte die Chance auf einen Verbleib des Deutschen zuletzt auf "fifty-fifty". Schumacher wurde zuletzt wie so viele Fahrer bei fast allen Teams einmal gehandelt. Sein Vertrag läuft 2022 aus. Ob er darüber hinaus auch Teil der Ferrari Junior Academy bleibt und die Scuderia Haas empfiehlt, Schumacher zu halten, oder ob man bei Haas auf den zuletzt getesteten Giovinazzi oder einen anderen Piloten setzt, ist noch nicht geklärt. Offene Cockpits: 1.

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Williams

Mit der Verkündung der Trennung von Nicholas Latifi ist klar: Auch Williams hat für 2023 noch ein Cockpit zu vergeben. Die Besetzung soll "in Kürze" bekanntgegeben werden. Heißester Kandidat ist wohl Nyck de Vries. Der Testfahrer von Mercedes und frühere Formel-E-Champion überzeugte bei seinem starken F1-Debüt in Monza als Neunter und fuhr sich damit auf mehrere Notizzettel. Erster Fahrer bleibt Alex Albon. Offene Cockpits: 1.

Mehr zum Autor Max Georg Brand