Lewis Hamilton sorgt beim Formel-1-Auftakt in Madrid für Ärger: Fahrer kritisieren Ferrari-Star
Lewis Hamilton hat im ersten Formel-1-Training auf dem Madring für Kritik gesorgt. Der Ferrari-Pilot behinderte mehrfach andere Fahrer auf schnellen Runden und verärgerte unter anderem Nico Hülkenberg, Carlos Sainz und Arvid Lindblad.
11.09.2026 | 15:53 Uhr
Beim Formel-1-Debüt des Madrings rückte Lewis Hamilton abseits der Zeitenliste in den Fokus. Mehrere Konkurrenten bewerteten seine Fahrweise als gefährlich und unsportlich.
Die Formel 1 gastiert erstmals seit 1981 wieder in Madrid, allerdings erstmals auf dem Madring, der rund um das Messegelände in der spanischen Hauptstadt führt. So ist es ganz normal, dass die Piloten auch eine gewisse Eingewöhnungszeit brauchen, um den Kurs - abseits des Simulators - kennenzulernen.
Sportlich hat dies beispielsweise bei Ferrari-Star Lewis Hamilton ganz gut funktioniert. Hinter den beiden Mercedes-Piloten und seinem Teamkollegen Charles Leclerc landete der siebenfache Champion beim Madrid-Auftakt auf Platz vier.
Hamiltons Fahrweise sorgt für Ärger
Allerdings fiel der Routinier auch mit zahlreichen fragwürdigen Manövern und einer eher unkollegialen Fahrweise während des ersten Freien Trainings auf. Hamilton war auf der Ideallinie immer wieder langsam unterwegs und behinderte so schnelle Runden seiner Konkurrenten. Vor allem in der Steilkurve "La Monumental" kam es dadurch zu teilweise gefährlichen Situationen.
"Ich weiß nicht, was die da machen. Das ist einfach nur dumm in der schnellen Kurve. Das ist wirklich sehr gefährlich. Das ist schon das zweite mal", funkte Racing-Bulls-Pilot Arvid Lindblad wütend in Richtung Kommandostand, als er in Kurve zwölf von Lewis Hamilton und George Russell aufgehalten wurde.
Audi-Fahrer Nico Hülkenberg wurde kurz vor der Start-Ziel-Geraden ebenfalls vom Ferrari-Piloten behindert. "Oh mein Gott! Ich meine, das ist einfach dreckig. Er hätte mich locker vorbeilassen können, damit ich die Runde beenden kann, und ich hätte ihn dann auch locker wieder vorbeigelassen."
Ralf Schumacher sieht Muster bei Hamilton
Hamilton zog sich auch den Unmut von Carlos Sainz (Williams) zu: "Das ist immer dasselbe in Kurve 12. Das ist so gefährlich. Es kostet doch überhaupt keine Mühe, zwei Meter weiter links zu fahren, überhaupt keine Mühe."
Für Sky Sport Experte Ralf Schumacher ist das Verhalten Hamiltons nichts Neues: "Das ist nicht das erste Mal bei ihm. Ich weiß nicht, warum er es macht. Vielleicht ist er im Tunnel, hat eine andere Wahrnehmung von der Breite der Strecke. Aber es ist wirklich auffällig. Da können wir auf das jetzige und letzte Jahr zurückblicken. Das macht er permanent. Wenn man langsam fährt, seine Batterie auflädt, dann ist das unsportlich und gefährlich, es so zu machen."
Sportliche Folgen in Form einer Strafe scheint Hamilton allerdings nicht befürchten zu müssen. Zumindest wurde von Seiten der Rennleitung keine Meldung einer etwaigen Untersuchung gegen den Briten veröffentlicht.
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