Ungleichbehandlung von Norris und Pastri? McLaren-Boss Zak Brown wird deutlich

McLaren-Boss Zak Brown hat Vorwürfe um eine angebliche Ungleichbehandlung seiner Formel-1-Fahrer Lando Norris und Oscar Piastri zurückgewiesen.

Der WM-Führende Lando Norris (r.) und sein McLaren-Teamkollege Oscar Piastri kämpfen im letzten Saisonrennen um den F1-Titel.
Image: Werden Lando Norris (r.) und sein McLaren-Teamkollege Oscar Piastri ungleich behandelt?  © Imago

Vor dem Auftakt der Testfahrten in Bahrain von diesem Mittwoch an bis Freitag wurde der US-amerikanische Geschäftsführer erneut darauf angesprochen, ob sein Rennstall parteiisch zuungunsten des Australiers Piastri sei.

Brown wurde ebenfalls gefragt, ob das Team mit einer feindseligen Haltung der australischen Fans beim ersten Grand Prix des Jahres rechne. Das Auftaktrennen in Melbourne ist das Heimspiel von Piastri.

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Lando Norris spricht über George Russell als Titelkandidat für die neue Formel-1-Saison und den Motor von Mercedes.

Ein australischer Senator will's wissen

"Oscar bekommt von uns eine faire Chance. Wir müssen kühlen Kopf bewahren und konzentriert bleiben", sagte Brown. Ende vergangenen Jahres hatte überraschend sogar ein Politiker im australischen Parlament die Frage aufgeworfen, ob Piastri von dem englischen Team benachteiligt werde und ihn das die WM kosten werde. "Es ist schade, dass Leute so etwas im Parlament äußern", sagte Brown und wünschte sich mehr Zurückhaltung von dieser Seite.

Der Senator Matt Canavan hatte gegenüber dem Ausschuss für regionale Angelegenheiten und Transportgesetzgebung seine Besorgnis über die Behandlung Piastris bei McLaren geäußert. Er bezog sich dabei auf die Taktik des Rennstalls beim Grand Prix in Katar, als eine verpatzte Boxenstrategie den von der Pole gestarteten Piastri den möglichen Sieg kostete. Der spätere Weltmeister Norris verpasste im vorletzten Rennen des Jahres als Vierter sogar das Podium.

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Lando Norris hat am dritten Tag der Testfahrten in Barcelona seinen ersten Auftritt. Der Weltmeister drehte 33 Runden auf dem katalanischen Kurs. Die Top-Zeit des Tages lieferte George Russell im Mercedes mit 1:17.580.

Hausregeln für Rücksichtnahme und Gleichberechtigung

In der gesamten vergangenen Saison war die Behandlung der beiden Fahrer bei McLaren das große Thema. Dem Wertekodex zufolge, auch Papaya-Regeln genannt, wird keiner der Piloten bevorzugt. Sie sollen frei fahren können, ohne das Rennen des anderen zu zerstören. "Sie dürfen weiter frei fahren, stellte Brown klar, "da gibt es keine Änderung." Allerdings haben diskussionswürdige Teamentscheidungen den Eindruck erweckt, Norris werde bevorzugt.

Seine Fahrer sieht Brown nach einer packenden Saison in ausgezeichneter Form. "Das Selbstvertrauen ist sogar noch größer", meinte der McLaren-Boss über Norris, der seinen WM-Titel erfolgreich verteidigen will. "Oscar ist sehr fokussiert", hob Brown über den WM-Dritten Piastri hervor. "Sie werden dort anknüpfen, wo sie in der vergangenen Saison aufgehört haben."

dpa

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