Zum Inhalte wechseln

2. Bundesliga: VfB Stuttgart verliert beim SV Sandhausen, Arminia Bielefeld gewinnt bei Darmstadt 98

Drei Gomez-Tore zählen nicht bei VfB-Patzer - Arminia auf Rang eins

Sport-Informations-Dienst (SID)

09.12.2019 | 14:55 Uhr

Mit einem Doppelpack innerhalb von 84 Sekunden hat Torjäger Fabian Klos Arminia Bielefeld zurück an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga geführt. Der VfB Stuttgart wiederum patzt in Sandhausen.

Der elfte und zwölfte Saisontreffer von Klos bescherten den Ostwestfalen einen 3:1 (0:0)-Sieg bei Darmstadt 98. Die Arminia löste damit den Hamburger SV, der am 1:2 beim VfL Osnabrück verloren hatte, wieder als Nummer eins ab.

Klos trifft doppelt

Einen erneuten Rückschlag im Kampf um die Rückkehr ins Oberhaus musste der VfB Stuttgart hinnehmen, der mit 1:2 (0:2) beim SV Sandhausen seine dritte Auswärtspleite in Folge kassierte. Der Vorsprung des Tabellendritten auf den Verfolger 1. FC Heidenheim, der 1:0 (0:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth gewann, beträgt nur drei Punkte.

Das Bielefelder Urgestein Klos, seit 2011 bei der Arminia, war vor 13.900 Zuschauern am Böllenfalltor über eine Halbzeit lang nicht zu sehen. Dann schlug der Stürmer doppelt zu: Erst schlenzte er nach einem langen Abschlag von Torhüter Stefan Ortega den Ball über Keeper Marcel Schuhen ins Netz (48.), dann traf er volley nach einer Flanke von Andreas Voglsammer (49.). Tobias Kempe verkürzte für die Gastgeber (71.), Voglsammer sorgte für die Entscheidung (90.+1).

Heidenheim bezwingt Fürth

Fürth verpasste die frühe Führung, als Maximilian Wittek einen Handelfmeter verschoss (7.). Oliver Hüsing war der Ball an die Hand gesprungen, Referee Frank Willenborg entschied erst nach Videobeweis auf Strafstoß. Tim Kleindienst sicherte Heidenheim vor 10.700 Besuchern den Sieg (63.). Eine Rote Karte gegen den Fürther Tobias Mohr (86.) nahm Willenborg nach Videobeweis zurück.

Nach 44 Sekunden lag der VfB in Sandhausen bereits zurück: Nachdem Kevin Behrens den Ball an die Latte geköpft hatte, staubte Aziz Bouhaddouz ab. Der Marokkaner legte aus ähnlich kurzer Distanz seinen sechsten Saisontreffer nach (24.).

Drei Abseitstore von Gomez

Ex-Nationalspieler Mario Gomez jubelte nach einem Fallrückzieher über das vermeintliche Anschlusstor, doch Schiedsrichter Harm Osmers nahm den Treffer nach Videobeweis wegen Abseits zurück (45.+3). Am Ende standen für Gomez sogar drei Abseitstore zu Buche. Lediglich der Handelfmeter von Silas Wamangituka (89.) zählte.

Mehr dazu

Jetzt Push-Nachrichten zu Deinen Lieblingssportarten!

Jetzt Push-Nachrichten zu Deinen Lieblingssportarten!

Du willst personalisierte Sport-Nachrichten als Push auf dein Handy? Dann hol Dir die Sky Sport App und wähle Deine Lieblingssportarten- und wettbewerbe aus. So funktioniert's.

Auf die Frage, ob er so etwas in seiner Karriere schon mal erlebt habe, antwortete Gomez am Sky Mikro: "Nein, denn in meiner langen Karriere gab es ja diesen verdammten Videobeweis nicht", zeigte sich der VfB-Angreifer frustriert.

Gomez über VAR: "Für Stürmer eine Katastrophe"

"Ganz ehrlich, ich war schon ein Freund davon, weil ich dachte das wird gerecht. Aber für uns Stürmer ist es eine Katastrophe, weil der Schiri mir dreimal sagt drei Zentimeter. Dann frage ich ihn, ob drei Zentimeter mit der Technik, die wir heute haben, wirklich überprüft werden können. Wenn die Kamera von 45 Grad auf die zwei letzten Männer schräg draufschaut. Wie sollen die das sehen? Der Schiedsrichter auf dem Platz kann nichts dafür. Deshalb ist es auch vollkommen vergebene Mühe, mit ihm darüber zu sprechen", ärgerte sich Gomez.

Den besten Fußball live streamen

Den besten Fußball live streamen

Mit Sky Ticket streamst du die Bundesliga, 2. Bundesliga, Premier League, DFB-Pokal und die UEFA Champions League live. Einfach monatlich kündbar.

Der ehemalige Nationalspieler ging sogar noch weiter. "Das System, wie es im Moment ist, ist einfach scheiße. Das tut weh als Stürmer, klar. Deshalb bin ich echt froh, dass meine Karriere die meiste Zeit vorbei ist und ich nicht mehr die nächsten zehn Jahre damit spielen muss."

Sport-Informations-Dienst (SID)

Weiterempfehlen:

Mehr stories