Alexandra Popp über das Pokalfinale gegen den FC Bayern und die Vorfreude auf den BVB
Die Stürmerin des VfL Wolfsburg spricht exklusiv mit Sky Sport über die Herangehensweise im Pokalfinale gegen die Bayern, ihren Wechsel zum BVB und die Mentalität im Ruhrpott.
13.05.2026 | 14:15 Uhr
Außerdem spricht die ehemalige Nationalspielerin über die Entwicklung im Frauenfußball und die Frauen-Nationalmannschaft.
Alexandra Popp über ...
... ihr letztes Finale im DFB-Pokal mit Wolfsburg:
"Ich bin sehr froh, wieder im Finale zu stehen. Letzte Saison haben wir das nicht geschafft, daher hat das große Bedeutung. Und klar: letzter Einsatz - da will ich den Pokal unbedingt nach Wolfsburg holen. (…) Bayern ist Favorit, klar. Aber als Underdog kann man frei aufspielen. Trotzdem muss bei uns alles passen - die Qualität der Bayern ist brutal."
... die Herangehensweise im Pokalfinale gegen den FC Bayern:
"120 Prozent, auf jeder Position. Da geht es um sehr viel Kampf, sehr viel Mentalität, aber auch um eine gewisse Cleverness und Mut, die wir an dem Tag bringen müssen, um bestehen zu können. Du wirst bei so einem Spiel vielleicht nicht so häufig vor das Tor kommen, da müssen wir Effizienz mitbringen."
... die letzten Wochen in Wolfsburg:
"Sehr intensiv. Es war in den letzten Wochen ein bisschen schwieriger, einfach aufgrund der Verletzung. Ich konnte die letzten Trainingseinheiten nicht voll genießen, aber es gibt noch andere Tage und Momente, die man mitnimmt und intensiver wahrnimmt. Oft ist es in dieser Bubble so, dass man im Funktionsmodus ist. Jeder Tag läuft einfach durch. Aber mit so einer Entscheidung nimmt man alles noch mal intensiver wahr."
... die frühe Bekanntgabe des Wechsels:
"Erst mal bin ich kein Freund davon, alles in die Länge zu ziehen, weil es ein Stück weit meine Zukunft, meine Sicherheit ist. Deshalb habe ich meine Entscheidung frühzeitig getroffen. Gleichzeitig kam dazu, dass mit mir als Neuzugang bei Borussia Dortmund vielleicht die eine oder andere Spielerin auch noch Bock hat, zur Borussia zu kommen."
... die Vorfreude auf den BVB:
"In dem Moment, als ich vor der gelben Wand stand, habe ich mich gefühlt wie damals als Sechsjährige im ehemaligen Westfalenstadion. Das war Emotionalität pur. Von daher freue ich mich darauf, was in der nächsten Zeit kommt."
... den Wechsel in die Regionalliga:
"Ich möchte dieses Projekt gerne in der letzten Phase mitentwickeln. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, koste es, was es wolle - ob Regionalliga oder Zweite Liga -, diesen Schritt zu gehen. Es wäre einfach gewesen, sich ins gemachte Nest zu setzen, wenn der BVB in zwei, drei Jahren in der ersten Liga ist. Das wäre dann aber nicht ich. Und im Pott spricht man von Arbeitern. Ich habe viele Jahre gezeigt, dass ich das auch bin, und dementsprechend möchte ich das mit aufbauen."
... die Entwicklung im Frauenfußball:
"Es vergehen wieder vier, fünf Jahre, und wir sprechen immer noch über dieselben Themen. Das nervt einfach und zieht super viel Energie. Die einen sagen jetzt vielleicht: Ja, deine Aufgabe ist es doch, auf dem Fußballplatz Leistung zu bringen. Ja, das ist meine Hauptaufgabe. Trotzdem ist es auch meine Aufgabe, den Frauenfußball weiterzuentwickeln. Wenn man sich eine gewisse Stimme erarbeitet hat, wäre es doof, die nicht zu nutzen. Ich hatte Pionierinnen vor mir, die mir den Weg geebnet haben, um jetzt schon gutes Geld im Frauenfußball zu verdienen. Das wollen wir auch den Jüngeren mitgeben. Für uns ist das normal, dass man dranbleibt und immer wieder den Finger in die Wunde legt."
... die Frauen-Nationalmannschaft:
"Ich muss sagen, nach der EM zuletzt habe ich gefühlt das erste Mal Entwicklung gesehen. Richtig Entwicklung. Jetzt wollen die Mädels auch Fußball spielen, das hat mir vorher ein bisschen gefehlt. Da kam viel über den Kampf, was ich gut finde, weil ich selbst auch viel über Mentalität komme, aber der Fußball an sich hat in der Zeit nachgelassen. Das habe ich zuletzt wieder gesehen, und von daher bin ich guter Dinge. Wir haben noch Zeit, das alles weiterzuentwickeln, um dann eine gute Rolle zu spielen."
Das komplette Interview mit Alexandra Popp gibt es um 20 Uhr im TV auf Sky Sport News.
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