Alle Reaktionen zur Vergabe der EM-Stadien 2024

DFB hat entschieden

In Gladbach ist man über die Spielorte-Vergabe enttäuscht.
Image: In Gladbach ist man über die Spielorte-Vergabe enttäuscht.  © Getty

Bremen, Mönchengladbach, Nürnberg und Hannover sind bei der Kandidaten-Kür für die Europameisterschaften 2024 nicht berücksichtigt worden. Der DFB entschied sich bei einer Präsidiumssitzung am Freitag in Frankfurt/Main für Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart als mögliche Spielorte. Sky Sport hat die Reaktionen aus Sport und Politik zur Entscheidung.

Rainer Bonhof (Vizepräsident Borussia Mönchengladbach): "Ich bin kurz davor, dass mein Hals platzt. Ich bin wirklich davon ausgegangen, dass Borussia die Dinge nach all den Jahren so ausgestaltet hat, dass wir den Zuschlag kriegen. Jetzt sind wir irgendwo gelandet. Das ist für mich unverständlich. Deswegen bin ich nicht sauer, sondern stinksauer."

Martin Kind (Präsident Hannover 96): "Es ist leider keine gute Entscheidung für Hannover und ganz Niedersachsen. Wir respektieren selbstverständlich die Entscheidung und drücken dem DFB die Daumen, dass er nächstes Jahr den Zuschlag für die EM 2024 bekommt."

Ulrich Sierau (Oberbürgermeister Dortmund): "Dortmund ist die deutsche Fußballhauptstadt. Das Stadion ist die gute Stube der Nationalmannschaft, und die Begeisterung der Fans kennt kaum Grenzen. Als fußballbegeisterte Stadt will Dortmund seiner Gastgeberrolle für die globale Fußballgemeinde gerecht werden."

Das sind die deutschen Stadien für die EM 2024
Das sind die deutschen Stadien für die EM 2024

Der DFB hat entschieden: Zehn deutsche Stadien schickt Deutschland ins Rennen für die EM 2024. Sky Sport stellt die Spielorte vor.

Thomas Geisel (Oberbürgermeister Düsseldorf): "Düsseldorf könnte erstmals seit 1988 Austragungsort eines internationalen Fußballturniers werden. Das ist ein Riesenerfolg für uns. Die Bewerbung für die Europameisterschaft trifft hier auf eine sehr breite Unterstützung."

Peter Peters (Finanzvorstand Schalke 04): "Wir freuen uns sehr, mit der Veltins-Arena Teil der deutschen Bewerbung zu sein. Unser Stadion gehört zu den besten in Deutschland - das hat dieses Bewerbungsverfahren einmal mehr unterstrichen. Jetzt hoffen wir natürlich, dass die Europameisterschaft 2024 in Deutschland ausgetragen wird und wir in Gelsenkirchen wieder zahlreiche internationale Gäste begrüßen dürfen."

Henriette Reker (Oberbürgermeisterin Köln): "Der Fußball gehört zum Lebensgefühl der Sportstadt Köln. Die Menschen hier leben diesen Sport mit ganzer Leidenschaft (...). Dieses besondere Lebensgefühl hat bereits die Fans aus aller Welt beim Sommermärchen im Rahmen der FIFA-WM 2006 begeistert. Die kölsche Gastfreundschaft ist legendär. Die Organisatoren können in Köln auf beste Bedingungen setzen."

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Fritz Kuhn (Oberbürgermeister Stuttgart): "Mit Stuttgart hat der DFB eine gute Wahl getroffen. Bereits bei der WM 2006 haben wir in Stuttgart ein tolles Fußball-Fest gefeiert und auch zuletzt gegen Norwegen hat sich das Stuttgarter Publikum absolut sportbegeistert und fair präsentiert."

DFB gibt zehn Spielorte bekannt
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Folgende Städte haben den Zuschlag erhalten: Berlin, München, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Köln, Leipzig, Dortmund, Gelsenkirchen und Frankfurt.

Andy Grote (Sportsenator Hamburg): "Die Entscheidung ist gut für unsere Stadt, weil sie sich einmal mehr als moderne, aktive und sportbegeisterte Stadt international präsentieren kann. Und sie ist gut für den Fußball, weil Hamburg alles tun wird, um ein guter Gastgeber zu sein."

Michael Müller (Regierender Bürgermeister Berlin): "Der Magie des Schlachtrufs 'Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!' kann sich niemand entziehen. Die Pokalfinalspiele im Olympiastadion oder das Sommermärchen 2006 haben bewiesen: Berlin und sein Olympiastadion ziehen die Menschen in den Bann wie kaum ein anderer Ort. Ich freue mich, dass die Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes dem Rechnung trägt. Mit der klugen Entscheidung für die Hauptstadt sollte die deutsche Bewerbung auch international noch bessere Chancen auf einen Zuschlag für die Ausrichtung der Europameisterschaft haben."

Burkhard Jung (Oberbürgermeister Leipzig): "Leipzig ist bereit - als Stadt der kurzen Wege mit einer tollen Sportinfrastruktur. Wenn die DFB-Bewerbung erfolgreich ist, wird Leipzig ein attraktiver Austragungsort für EM-Spiele 2024 sein. Als Sport- und Fußballstadt durch und durch, als sympathischer Gastgeber, professioneller Veranstalter und - als liebens- und lebenswerte Stadt."

Jürgen Muth (Geschäftsführer Allianz Arena München Stadion GmbH): "Wir stellen uns gerne dieser großen Aufgabe. Technisch ist die Allianz Arena europaweit State of the Art."

Rolf Königs (Präsident Borussia Mönchengladbach): "Unsere Enttäuschung ist groß. Wir haben in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass der Borussia-Park eine perfekte Spielstätte für internationale Begegnungen ist und waren großer Hoffnung, dass der DFB Mönchengladbach diesmal berücksichtigt."

Christian Vogel (Bürgermeister Nürnberg): "Ich sehe die Entscheidung des DFB nicht als Votum gegen Nürnberg, sondern als eine Regionalauswahl, die eine größtmögliche Verteilung der Spielorte in der Bundesrepublik ermöglicht."

Hannover und Bremen enttäuscht

Hubertus Hess-Grunewald (Präsident Werder Bremen): "Bremen hat eine starke Bewerbung abgegeben, aber ist leider nicht berücksichtigt worden. Wir sind nach wie vor überzeugt, dass Bremen mit seiner ganz besonderen Fußball-Atmosphäre der deutschen Bewerbung eine besondere Note gegeben hätte. Diese Stadt und die Region lebt Fußball und das hätten wir Europa auch gern gezeigt, daher sitzt die Enttäuschung schon tief."

Stefan Schostok (Oberbürgermeister Hannover): "Wir sind natürlich sehr enttäuscht. Hannover ist eine begeisterte Sport- und Fußballstadt und hätte es verdient, dabei zu sein. Die Stadt und Hannover 96 haben gemeinsam eine professionelle Bewerbung auf den Weg gebracht. Dass es am Ende nicht gereicht hat, nehmen wir sportlich. Deshalb Glückwunsch an die Konkurrenz."