Andreas Köpke über die Zukunft von Manuel Neuer
Andreas Köpke hat Manuel Neuer jahrelang in der Nationalmannschaft begleitet. Auch er ist gespannt, wie es beim Bayern-Torhüter weitergeht.
24.03.2026 | 08:56 Uhr
Der frühere Bundestorwart-Trainer wagt einen Tipp zur Zukunft des Weltmeisters von 2014.
Manuel Neuer wird am Freitag 40. Und alle warten gespannt auf die Entscheidung, was Deutschlands Rekord-Torwart am Saisonende machen wird. Hört der Weltmeister von 2014 auf? Oder hängt er noch ein weiteres Jahr dran beim FC Bayern? Das fragt sich auch sein langjähriger Wegbegleiter Andreas Köpke.
Der frühere Bundestorwart-Trainer wagt auch einen Tipp: "Ich glaube, dass er noch ein Jahr weitermacht. Und ich würde es mir auch wünschen."
"Manuel gehört immer noch zu den Top-Torhütern"
"Manu wird 40 - Wahnsinn", sagte Köpke der Deutschen Presse-Agentur kurz vor Neuers rundem Geburtstag. "40 ist schon eine Hausnummer. Da wird er auch mal ins Grübeln kommen. Ich bin gespannt, ob er weitermacht. Ich glaube, er weiß es selbst noch nicht so richtig."
Für Köpke ist Neuer auch im höheren Fußballer-Alter immer noch einer der Besten: "Das Torwartspiel, das er hat, da gibt es keinen zweiten. Vor allem in Deutschland nicht. Es gibt andere gute Torhüter auf der Welt. Aber er gehört immer noch zu den Top-Torhütern", sagte Köpke.
"Um Titel geht es ihm gar nicht mehr"
Mit dem Zusatz, "wenn er fit ist. Was jetzt kommt, sind immer wieder kleine Verletzungen." Neuer musste vor seinem 40. Geburtstag erneut wegen eines Muskelfaserrisses pausieren.
"Wovon macht er es abhängig? Ich glaube, um Titel geht es dem Manu gar nicht mehr", meint der 64 Jahre alte Neuer-Kenner Köpke. "Bei ihm geht es darum: Hat er noch die Lust? Hat er noch diesen inneren Ehrgeiz?"
Weiteres Neuer-Jahr auch gut für Urbig
Er glaubt, dass ein weiteres Neuer-Jahr beim FC Bayern auch für Jonas Urbig sinnvoll wäre. "Es würde Urbig guttun, nochmals von Manuel zu lernen", erklärte Köpke. Er könnte so behutsam in Neuers "große Fußstapfen reinwachsen".
Neuer gilt als derjenige, der das Torwartspiel revolutioniert hat. "Man hat immer dieses Algerien-Spiel bei der WM 2014 vor Augen. Da hat er ja eigentlich Libero gespielt. Da hat er als Torwart die Bälle abgelaufen außerhalb des Strafraums", erinnerte Köpke an den gemeinsamen Titelgewinn in Brasilien. "Er hat das Torwartspiel schon brutal geprägt. Er hat es auf ein anderes Niveau gehoben."
DFB-Comeback? Köpke tut sich schwer
Dass nach der nächsten schweren Verletzung von Marc-Andre ter Stegen im WM-Jahr nochmals kurz über ein DFB-Comeback von Neuer spekuliert wurde, war für Köpke eher ein mediales Thema. "Wir müssen irgendwann dahin kommen, einem anderen Torwart das Vertrauen zu geben", meinte er mit Blick auf den Hoffenheimer Oliver Baumann.
"Manuel ist zurückgetreten. Vom Torwartspiel ist Manu noch der Beste", sagte Köpke. Aber eine Rolle rückwärts? "Da tue ich mich schwer, zu sagen, das wäre das Richtige."
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