Aubameyang-Wechsel im Winter? BVB-Sportdirektor Zorc mit klarer Ansage
Überzeugt von eigenem Transfer-Weg
29.07.2017 | 18:36 Uhr
Im Fall Pierre-Emerick Aubameyang brodelte die Gerüchteküche in den letzten Wochen gewaltig. Dieser Zustand nervte Sportdirektor Michael Zorc besonders. Im Interview mit Sky Sport News HD klärt er die Situation nun vollständig auf.
Es steht fest: Pierre-Emerick Aubameyang bleibt Borusse. "Wir haben mit ihm besprochen, dass wir das Transferfenster bis zu einem gewissen Zeitpunkt geöffnet halten und bereit sind, Gespräche zu führen. Das haben wir auch gemacht, aber es ist nicht zu einem Transfer gekommen", klärt Zorc am Sky Mikrofon auf.
Nach dem geplatzten Wechsel ist der Gabuner weiterhin an den BVB gebunden. Motivationsprobleme erkennt Zorc beim Stürmerstar aber nicht: "Wer Auba hier sieht, merkt, dass er total motiviert ist und auch weiter Topleistungen abrufen wird."
Zorc plant fest mit dem Torschützenkönig der vergangenen Saison. Auch im Winter wird es für andere Vereine keine Möglichkeit geben, den Spieler aus dem Ruhrgebiet zu lotsen. "Es gibt keine Absprachen und auch nirgendwo eine Anbahnung, dass er im Winter gehen wird. Wir planen mit ihm - und planen bezieht sich auf die ganze Saison", sagt Zorc.
Talent-Transfers als Grundlage
Neben den routinierten Stars wie Aubameyang oder Marco Reus, setzt der BVB auf unbeschwerte Youngsters. Diesen Weg geht der Klub nun schon seit mehreren Jahren - auch weil finanzielle Mittel fehlen. "Der Weg ist alternativlos, um im Konzert der Großen mithalten zu können. Im Vergleich zu den ganz großen Klubs fehlt uns in finanzieller Hinsicht Einiges. Aber ich glaube schon, dass wir in den letzten Jahren viele Spieler geholt haben, als sie noch nicht auf ihrem Leistungszenit waren. Diesen Weg werden wir weitergehen", bestätigt Zorc.
Hier zählen unter anderem Spieler wie Ousmane Dembele zu den absoluten Gewinnern. Der Franzose steht bereits bei zahlreichen Top-Klubs auf dem Zettel und könnte Dortmund viel Geld in die Kassen spülen.
Merino forcierte Wechsel
Es scheint aber nicht bei jedem zu funktionieren. Mit Mikel Merino verabschiedete sich ein frisches Talent nach nur einem Jahr. "Der Spieler hat den Wunsch an uns herangetragen - die Entscheidung ist in den letzten Wochen und Monaten gereift. Er hat bei uns relativ wenig Einsätze und Spielminuten bekommen. Das war der Hauptantrieb für den Spieler", so Zorc. Der spanische U21-Nationalspieler wechselt zunächst auf Leihbasis für ein Jahr zu Newcastle United - eine an Auflagen geknüpfte Kaufoption wurde vereinbart.
Noch bis zum 31. August ist das Transferfenster geöffnet. Im Kader des BVB tummeln sich viele Spieler. Weitere Abgänge will der BVB-Sportdirektor daher nicht ausschließen: "Wir haben sicherlich nicht zu wenig Spieler im Kader. Es kann durchaus sein, dass es da im August noch die ein oder andere Veränderung geben wird."
Asienreise? Kein Problem beim BVB
Gespräche in dieser Richtung dürften den Verantwortlichen nach der Rückkehr aus Asien wieder leichter fallen. Der BVB absolvierte ähnlich wie andere bekannte Vereine eine mehrtägige Reise nach China.
Während beim Konkurrenten in München die Reise mit Kritik belegt wird, erkennt Zorc da keine große Problematik für die anstehende Saison: "Wir waren jetzt zum dritten Mal hintereinander in Asien. Ich habe mir das Feedback aus der Mannschaft geholt und mit dem Trainer gesprochen. Die Rückmeldungen waren eigentlich sehr positiv. Ich kann auch nicht feststellen, dass die bisherigen Reisen in irgendeiner Weise unseren Saisonstart und Saisonverlauf beeinflusst haben."