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Augsburg feuert Manuel Baum und Jens Lehmann - Schmidt übernimmt

Reuter erklärt das Aus auf Pressekonferenz

Sport-Informations-Dienst (SID)

10.04.2019 | 14:44 Uhr

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Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport vom FC Augsburg, erklärt die Gründe für die Trainerentlassung (Videolänge: 1:03 Min.).

Der FC Augsburg hat Cheftrainer Manuel Baum, Co-Trainer Jens Lehmann und den Technischen Direktor Stephan Schwarz freigestellt. Martin Schmidt übernimmt die Cheftrainer-Aufgaben ab sofort.

Das 0:4 gegen die TSG Hoffenheim hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Zwei Tage nach der bitteren Heimpleite gegen die Kraichgauer hat der abstiegsgefährdete Bundesligist FC Augsburg die Notbremse gezogen und Trainer Manuel Baum sowie dessen Co-Trainer Jens Lehmann entlassen.

Neuer Chefcoach wird Martin Schmidt, der bereits am Mittwoch das Training bei den bayerischen Schwaben leiten wird und den FC Augsburg auf das schwere Auswärtsspiel am Sonntag bei Eintracht Frankfurt (live und exklusiv ab 17.30 Uhr auf Sky Sport Bundesliga HD) vorbereitet.

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Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport beim FC Augsburg, bezieht Stellung, wie lange der Vertrag von Martin Schmidt läuft (Videolänge: 29 Sekunden).

Der frühere Mainzer und Wolfsburger Coach erhält einen Vertrag bis 2021 und bringt Stefan Sartori als Co-Trainer mit. Mit dem 44-Jährigen hatte Schmidt zuletzt bereits in Wolfsburg zusammengearbeitet. Wie Klub-Präsident Klaus Hofmann am Dienstag zudem verkündete, wurde der bis 2020 laufende Vertrag von Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport beim FC Augsburg, vorzeitig bis 2023 verlängert.

Reuter begründet Aus von Baum und Lehmann

"Wir haben in den letzten Wochen und Monaten alles dafür getan, unsere schwierige Situation gemeinsam zu meistern. Nach dem 0:4 gegen die TSG 1899 Hoffenheim und den äußerst schwankenden Leistungen zuvor hat uns aber die Überzeugung gefehlt, dass wir dies auf Dauer in der bisherigen Konstellation schaffen werden. Daher haben wir uns entschieden, zum jetzigen Zeitpunkt einen klaren Schnitt zu machen, um die Weichen für einen sportlich erfolgreichen Saisonendspurt und die weitere Zukunft des FCA zu stellen", begründete Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport, diese Entscheidung. Neben dem Trainerduo Baum/Lehmann wurde auch der Technische Direktor Stephan Schwarz freigestellt.

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Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport beim FC Augsburg, erklärt die Entlassung von Jens Lehmann (Videolänge: 1:05 Min.).

"Die Entscheidung ist uns in allen drei Fällen schwer gefallen, sie war aber alternativlos. Wir müssen im Sinne des Vereins und aus unserer Überzeugung heraus handeln", sagte Augsburgs Präsident Klaus Hofmann, der sich ansonsten in der Öffentlichkeit zurückhält, auf einer Pressekonferenz am Abend. Zudem gab der FCA-Boss bekannt, dass der bis 2020 laufende Vertrag mit Reuter vorzeitig bis 2023 verlängert wurde.

Reuter: "Schmidt verkörpert Werte des FCA"

Mit dem 51-Jährigen Schmidt, der in der Bundesliga bereits für den 1. FSV Mainz 05 sowie den VfL Wolfsburg als Cheftrainer tätig war, will der Tabellen-15. den Klassenerhalt sicherstellen und möglichst schon am Sonntag bei Champions-League-Anwärter Frankfurt in die Erfolgsspur zurückkehren. Baum und Ex-Nationaltorwart Lehmann, der erst Ende Januar das Trainerteam der Augsburger ergänzt hatte, wurde der Turnaround offenbar nicht mehr zugetraut.

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"Schmidt ist ein sehr Bundesliga-erfahrener Trainer, der die Werte des FCA verkörpert. Wir sind sicher, dass er die richtige Ansprache findet", sagte Reuter, der voller Inbrunst hinzufügte: "Wir holen Schmidt nicht nur für die letzten sechs Spiele. Er bekommt einen langfristigen Vertrag bis Juni 2021."

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Hinteregger stellte Baum öffentlich bloß

Bereits seit Jahresbeginn hatte es bei den Augsburgern mächtig gebrodelt. Ende Januar hatte der mittlerweile nach Frankfurt gewechselte Verteidiger Martin Hinteregger seinen damaligen Trainer Baum öffentlich bloßgestellt. Die Entwicklung gehe nun seit einem Jahr nach unten, klagte der Österreicher und auf die Frage, ob Baum die Mannschaft noch erreiche, antwortete er: "Ich kann nichts Positives über ihn sagen, und ich werde auch nichts Negatives sagen." Kurz darauf wurde Hinteregger an die Eintracht ausgeliehen.

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Am vergangenen Sonntag wiederholte sich die Geschichte ansatzweise. Jeffrey Gouweleeuw, bis Ende Januar Kollege von Hinteregger in der Augsburger Innenverteidigung, fand nach dem Debakel gegen Hoffenheim deutliche Worte. "Wir hatten von Anfang an keine Ahnung, was wir machen", sagte der Niederländer, "ich hatte auf dem Platz nie das Gefühl, dass wir etwas erreichen können. Wir hatten keine gemeinsame Idee."

Gouweleeuw: "Wir hatten keine Lösungen"

Baum gab anschließend zu, dass sein Plan nicht aufgegangen war und er im Spiel mehrmals umstellen musste. Gouweleeuw dazu: "Wenn wir in der ersten Halbzeit dreimal umstellen müssen, zeigt das, dass etwas nicht klappt. Jedes Mal, wenn wir umgestellt haben, war das nicht besser. Wir hatten keine Lösungen."

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Baum und Reuter hatten hinterher alle Hände voll zu tun, die Wogen zu glätten. Kritik an der Taktik ließ Baum allerdings nicht gelten. Die Zweifel am Trainer dürften aber auch bei Reuter sowie FCA-Präsident Klaus Hofmann nach dem Offenbarungseid gegen Hoffenheim weiter gewachsen sein, zumal das 0:3 beim direkten Konkurrenten 1. FC Nürnberg eine Woche zuvor schon für Alarmstufe rot gesorgt hatte. Das unglückliche 1:2 n.V. im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen RB Leipzig hatte die anhaltenden Probleme nur noch kurz kaschieren können.

Aktuell hat Augsburg noch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, acht sind es zum ersten Abstiegsplatz. Für Reuter ist denkbar, dass Baum im Nachwuchsbereich weiter für den Klub tätig ist: "Wir können uns sicher vorstellen, dass er irgendwann wieder für den FCA arbeitet."

Sport-Informations-Dienst (SID)

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