Bambase Conte zwischen Aktien und Elversberger-Aufstiegsträumen
Wie schon im zweiten Zweitligajahr mischt die SV Elversberg auch in ihrer dritten Saison im Aufstiegsrennen mit. Dass das jedoch kein Selbstläufer ist, zeigte der Dämpfer zuhause gegen Hertha.
11.02.2026 | 18:04 Uhr
90 Minuten zum Vergessen für die Saarländer – und auch für Bambase Conte, der in dieser Woche bei "Dein Zweitligatalk - HvK & Tusche" zu Gast war und unter anderem aufgrund eines Hobbys von "Tusche" als "Wolf of Elversberg Street" getauft wurde.
Von Mathis Gerlach
Dass Elversberg ein Händchen für Transfers hat, ist inzwischen deutschlandweit bekannt. Ob Leihgeschäft oder feste Verpflichtung - der Großteil scheint unter Trainer Vincent Wagner oder zuvor unter Horst Steffen zu funktionieren. Namen wie Fisnik Asllani oder Younes Ebnoutalib stehen exemplarisch dafür. Und mit Conte - von Hartmut von Kameke und "Tusche" schlicht Bamba genannt - reiht sich der Nächste in diese Liste ein.
"Liebt" den Ball am Fuß
Keiner, der primär durch Scorerpunkte auffällt, sondern durch Konstanz und Qualität mit dem Ball. 19 Einsätze nach 21 Spieltagen in Liga zwei, alle 19 von Beginn an. Einer, der es "liebt", wie er selbst sagt, den Ball am Fuß zu haben.
Wie einst Asllani wurde auch der 22-Jährige von der TSG Hoffenheim ausgeliehen. Als gebürtiger Saarbrücker fiel ihm das Einleben jedoch besonders leicht. "Ich habe das natürlich direkt ausgenutzt. Andere Spieler gehen dann ins Hotel in den ersten Wochen, wenn sie noch keine Wohnung haben. Aber ich kann natürlich zu Mama nach Hause gehen, das Essen genießen und dann nicht die nervigen Hotelübernachtungen haben", so Bamba über seine ersten Tage nach dem Wechsel im Sommer.
Wagners wichtige Rolle
Die Heimat war ein Grund für den Schritt nach Elversberg - trotz anderer Interessenten. Aber auch Vincent Wagner, sein Trainer aus Hoffenheimer Zeiten in der zweiten Mannschaft, spielte eine Rolle. "Seine Art, wie er Fußball spielen will, passt einfach perfekt zu mir. Clever, intensiv, viel Ballbesitz und Vollgas nach vorne. Und zum anderen natürlich auch der menschliche Teil von ihm", erklärt der 22-Jährige.
Seitdem sammelt er viele Minuten, zeigt seine Qualität - und überzeugt auch in Zahlen: Mit 284 gewonnenen Zweikämpfen führt er diese Statistik in Liga zwei an - und das als offensiver Mittelfeldspieler. "Ist natürlich schön, wenn man so eine Quote aufweisen kann, gibt einem Selbstbewusstsein", so Bamba. Selbstbewusstsein, das am Samstag im Topspiel gegen die formstarken Dresdner (20:00 Uhr, LIVE & EXKLUSIV auf Sky Sport) dringend gebraucht wird.
Leidenschaft fürs Traden
Abseits des Platzes sorgt Conte ebenfalls für Aufmerksamkeit - und zwar mit seiner Leidenschaft fürs Traden. Entsprechend gibt Tusche ihm mit einem Augenzwinkern den Spitznamen als "Wolf of Elversberg Street". "Ich glaube, das Fußballerleben ist nicht so lange. Plus, minus zehn Jahre hat man, um Geld zu verdienen. Und ja, da muss man natürlich überlegen, was man damit macht. Ich habe früh angefangen, mich dafür zu interessieren, habe viel gelesen, auch über Social Media mir viel Wissen angeeignet. Und ja, mir macht das Spaß, zu überlegen, in was man investieren kann und das Geld nicht nur auf dem Konto rumliegen zu lassen", erzählt Bamba über seine Nebenbeschäftigung.
Tusche hört gespannt zu, setzt jedoch lieber auf die Fußballaktie "Conte", die aus seiner Sicht steil nach oben gehen wird, sollte er nächstes Jahr in der Bundesliga spielen. "Macht er noch mal kurz drei, vier Törchen. Dann ist er bei 15, 20 Millionen. Alles easy peasy. Ist doch ganz einfach."
Ob der Experte damit recht behält, wird sich zeigen. Sicher ist nur: Conte steht längst nicht nur bei Brokern hoch im Kurs, sondern auch bei einigen Vereinen.
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