Rudi Völler: "Herrlich wird das Maximum aus jedem Spieler rausholen"
Leverkusens Ziele für neue Saison
15.07.2017 | 12:53 Uhr
Vergangene Saison hatte Rudi Völler mit Leverkusen wenig Grund zur Freude. Die Werkself belegte in der Abschlusstabelle Rang zwölf und scheiterte im DFB-Pokal in der zweiten Runde an Sportfreunde Lotte.
Im exklusiven Interview mit Sky Sport News HD spricht Leverkusens Sportdirektor über die abgelaufene Spielzeit, die Wiedervereinigung der Bender-Zwillinge, Neu-Trainer Heiko Herrlich - und er verrät, was seiner Meinung nach die wichtigste Aufgabe eines Trainers sei.
Nach vier Champions-League-Teilnahmen in Folge ist Leverkusen 2017/18 nicht in mehr der Königsklasse vertreten. Völler weiß, dass "letztes Jahr leider keine so gute Saison" war. Der 57-Jährige kennt auch den Grund dafür: "Viele Spieler sind unter ihrem Niveau geblieben."
Ziel für die kommende Saison sei, einen Platz unter den sechs besten Teams zu erreichen - mindestens. Der Bayer-Sportdirektor sieht die Europa League als Minimalziel, die Champions League als Wunschziel.
Einen Beitrag dazu soll Neuzugang Sven Bender leisten. Der Ex-Dortmunder lief zusammen mit seinem Bruder Lars von 2006 bis 2009 für 1860 München auf. Nach acht Jahren spielen die beiden Rosenheimer nun wieder für dasselbe Team. Der 57-Jährige analysiert, dass Bayer vor allem "im hinteren Bereich" Probleme hat.
Bender als Toprak-Ersatz
Insbesondere nach dem Abgang von Ömer Toprak zum BVB und der Verletzung von Tin Jedvaj galt es für die Werkself, die Defensive zu stärken. Völler traut Sven Bender durchaus die Innenverteidiger-Position zu. Der 28-Jährige habe in dieser Rolle seine "Klasse, Erfahrung und Qualität" unter Beweis gestellt.
Sven Bender passt auch perfekt in das Schema des neuen Trainers Heiko Herrlich. Der Aufstiegs-Coach von Jahn Regensburg arbeite laut dem Sportdirektor gerne mit Typen zusammen, die "mit viel Leidenschaft in die Spiele gehen".
Von Herrlich, der bereits von 1989 bis 1993 für Leverkusen tätig war, ist der Sportdirektor überzeugt: "Heiko ist auf einem absoluten Top-Weg." Er erwarte, dass der fünfmalige Nationalspieler "das Maximum aus jedem Spieler rausholt" - für Völler die wichtigste Aufgabe eines jeden Trainers.