Bayern-Patron Hoeneß verrät spannende Kompany-Anekdote
Vincent Kompany hat sich für den FC Bayern als Glückgriff erwiesen. Das bestätigt auch Bayerns Patron Uli Hoeneß regelmäßig.
29.03.2026 | 11:46 Uhr
Im kicker hat Hoeneß eine spannende Anekdote zur Installation des FCB-Trainers verraten und über die langfristige Kompany-Zukunft gesprochen.
"Als wir Pep Guardiola vor Vincents Verpflichtung angerufen und gefragt haben, was er von ihm hält, hat er gesagt, wir können ihn blind nehmen", sagte Hoeneß und bestätigte anfängliche Zweifel. "Wir waren anfangs skeptisch, er war die Nummer vier oder fünf, mit der wir gesprochen haben. Ich denke an Julian Nagelsmann, Ralf Rangnick, Thomas Tuchel zuerst und auch Oliver Glasner, der gekommen wäre, hätte ihn Crystal Palace freigegeben."
Am Ende sei es die Idee von Max Eberl gewesen. "Das erste Gespräch fand im Käfer statt, mit Herbert Hainer, Max [Eberl, Anm. d. Red.], Christoph Freund, Vincent und seinem Vater, früher Bürgermeister in Belgien. Nach einer halben Stunde habe ich Max einen Stoß gegeben und den Daumen nach oben gezeigt, ich wusste: Das ist er!", betonte Hoeneß. "Ich habe Max dann gesagt, er soll bitte Wäsche zum Übernachten mitnehmen, ohne Vertrag brauche er nicht von den Verhandlungen zurückzukommen."
Ein Zeichen mit doppeltem Symbolcharakter
Die Einigung folgte, Kompany wurde Bayern-Trainer. Eine Entscheidung, die sich auszahlen sollte: Bis dato stand der 39-Jährige für die Münchner in 98 Pflichtspielen an der Seitenlinie. Im Schnitt holten die Bayern 2,4 Punkte pro Spiel.
Im Oktober folgte mit Kompanys Vertragsverlängerung bis 2029 die Belohnung. "Das war ein unglaublicher Vertrauensvorschuss", machte Hoeneß deutlich. Die Bayern setzten damit aber freilich auch ein Zeichen an die Konkurrenz: Sollte beispielsweise Guardiola Manchester City im Sommer verlassen, ist Kompany ein Nachfolgekandidat (Sky Sport berichtete).
"Das war vor allem Überzeugung, das andere ein kleiner Hintergedanke", holte der 74-Jährige aus. "Wir wollten zum Ausdruck bringen, dass wir von seiner Arbeit total überzeugt sind und er ein Trainer ist, der die Leute hier lange begeistern kann."
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