Nico Schlotterbeck bekommt Rückendeckung von Nagelsmann, Wirtz und Groß
Das 24. Länderspiel von Nico Schlotterbeck war sicherlich eines seiner schwächsten.
28.03.2026 | 22:07 Uhr
Doch sowohl der Bundestrainer als auch die DFB-Stars stärken dem Innenverteidiger den Rücken.
Von der Nationalmannschaft berichten Fabian Schreiner & Kerry Hau
Schlotterbecks Aufbauspiel ist risikofreudig. Das ist es nun aber nicht erst seit dem furiosen 4:3 der deutschen Mannschaft in Basel.
Der öffnende Pass nach vorne, meist durch haargenaue Diagonalbälle oder flach direkt ins letzte Drittel, zählt zu Schlotterbecks Markenzeichen und seinen großen Stärken. Oftmals überspielt er damit eine halbe Mannschaft.
Am Freitagabend in Basel leistete sich der Dortmunder allerdings auffällig viele Abspielfehler. Zwei davon führten sogar zu Gegentreffern.
"Er bekommt jetzt keinen Riesen-Rüffel"
"Mit Ball war er ein bisschen unkonzentriert. Aber da mache ich einen Haken dran, weil ich will, dass sie auch Dinge probieren und mutig sind", sagte Nagelsmann nach dem Spiel. "Er bekommt jetzt keinen Riesen-Rüffel. Er hat sich im Spiel gefangen. Das ist für mich das wichtige Zeichen."
Auch Florian Wirtz und Pascal Groß sprangen ihm zur Seite. "Fußball ist ein Fehler-Sport. Jeder macht Fehler. Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben, dass er geile Bälle nach vorne gibt. Nico hat mit den besten Spielaufbau in Europa", sagte Wirtz.
Groß ergänzte: "Das ist sein Spiel, seine Stärke. Die wollen wir ihm auf keinen Fall nehmen. Er löst damit ganz viele Probleme. Wenn der Gegner uns anläuft, überspielt er fünf, sechs Spieler und wir können angreifen. Nico ist stabil. Er spielt eine gute Saison, er ist ein Verteidiger auf absolutem Top-Niveau. Man sieht auch, wie er dann weitergespielt hat. Das wirft ihn nicht aus der Bahn."
Schlotterbeck weiter gesetzt
Um seinen Stammplatz in der Innenverteidigung neben Jonathan Tah muss Schlotterbeck (noch) nicht zittern. Nagelsmann, das hatte er am Donnerstag klar betont, vertraut erstmal diesem Duo.
In Lauerstellung dahinter befindet sich Antonio Rüdiger. Der Real-Star saß in Basel 90 Minuten auf der Bank. Zu seiner Form, sagte Nagelsmann abschließend über Schlotterbeck, "findet er am Montag schon wieder zurück." Ein weiterer Beweis, dass der Bundestrainer seinem Schützling voll vertraut.
Selbst sprechen wollte Schlotterbeck dieses Mal übrigens nicht. "Heute nicht, sonst immer gerne", sagte der 26-Jährige zu Sky Sport.
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