Blamage trotz Dominanz: Die skurrilen Zahlen zum Rekordspiel des VfB Stuttgart

VfB Stuttgart kassiert erste Saisonniederlage

Der SV Wehen Wiesbaden gewinnt sensationell mit 2:1 beim VfB Stuttgart. Dabei war der Sieg des Aufsteigers extrem glücklich, wie die Zahlen zeigen.

Manuel Schäffler sorgte mit einem Doppelpack für den 2:1-Sensationssieg des SV Wehen Wiesbaden beim VfB Stuttgart. Dabei deutet beim Blick auf die Statistiken zu diesem Spiel alles auf einen eindeutigen Erfolg des VfB hin.

Stuttgarter Dominanz

Stuttgart traf gleich viermal das Aluminium, hatte 85 Prozent Ballbesitz und spielte 826 Pässe bei einer Passquote von 90,2 Prozent. Zum Vergleich: Wehen brachte es nur auf 152 Zuspiele, von denen nur 70 (!) beim Mitspieler ankamen - Negativ-Rekord in der Zweiten Liga.

Die Dominanz des VfB Stuttgart gegen den SV Wehen Wiesbaden war erdrückend, trotzdem siegten die Gäste.
Image: Die Dominanz des VfB Stuttgart gegen den SV Wehen Wiesbaden war erdrückend, trotzdem siegten die Gäste.  © Sky

Die Stuttgarter stellten mit ihren 85 Prozent Ballbesitz sogar einen neuen Zweitliga-Bestmarke auf. Kaufen können sie sich dafür aber nichts, denn der Underdog erzielte zwei Tore, der VfB nur eins. Gäste-Coach Rüdiger Rehm war sich des glücklichen Sieges bewusst.

"Gibt halt solche Tage"

"Wir wussten, auf was es heute ankommt, Fußball wird eben nicht nur durch Qualität entschieden, sondern auch durch Mentalität. Wir haben alles reingeworfen und haben es uns deshalb heute auch mal verdient, diesen Dreier mitzunehmen, mit sicherlich viel, viel Glück", sagte Rehm am Sky Mikro.

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Trotz der Niederlage kann VfB-Trainer Tim Walter seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen.

Auch sein Gegenüber Tim Walter wusste das Spiel einzuordnen und will die Flinte trotz der ersten Saisonpleite nicht ins Korn werfen. "Es gibt halt solche Tage, da triffst du die Bude nicht, heute war solch ein Tag. Das wirft uns alle nicht um, weil ich glaube, dass wir auf einem sehr guten Weg sind", erklärte Walter auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Mut machen dürfte dem VfB-Trainer, dass sich sein Team Chancen en masse herausspielte. Gleich 29 Torschüsse gab die Walter-Truppe ab, Wiesbaden nur sechs. Ein weiterer Fakt, der die Kuriosität des Endergebnisses unterstreicht.

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