Borussia Dortmund: Ein Kommentar von Sven Westerschulze zu den Hummels-Aussagen

Kommentar || Darum ist die Hummels-Kritik richtig

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Borussia Dortmund: Hummels mit harscher Kritik - Blick nach vorne gegen Union, die aktuell Tabellenerster sind.

Mats Hummels hat mit der Kritik an seiner Mannschaft nach der Partie gegen Sevilla für Wirbel gesorgt. Das richtige Signal an die Mannschaft? Ja, meint Sky Reporter Sven Westerschulze.

Die Knallhart-Abrechnung von Mats Hummels nach dem Spiel gegen Sevilla - sie ist nicht übertrieben, sondern über alle Maße notwendig. Ehrlich, emotional und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen: so kennt man Hummels, wenn er sich zum Chefkritiker erhebt.

Es war in diesem Fall das richtige Signal, auch wenn es einige Beobachter nach dem 1:1 gegen die Spanier überraschte, wie deutlich Hummels wurde. Als BVB-Fan muss man dem Weltmeister dankbar sein, denn er öffnet jedem die Augen auf die aktuelle sportliche Situation. Aus den vier Partien nach der Länderspielpause gab es nur einen Sieg.

Dortmund zuletzt mit Abwärtstrend

Ein Trend, der keinem Fan und keinem Verantwortlichen der Schwarz-Gelben gefallen kann und darf. Nach dem respektablen Comeback und dem Last-Minute-Remis gegen den FC Bayern vergaßen einige Borussen in ihrer Siegestrunkenheit, dass es nur einen Punkt für das Unentschieden gab und der Rückstand auf die Tabellenspitze nach dem Spieltag größer statt kleiner geworden ist.

Mit seinen Klartext-Aussagen weckt Hummels zu einem frühen Zeitpunkt auf. "Wehret den Anfängen" statt bei Ausbruch einer (Ergebnis-)Krise zu sagen: "Ich habe es vor Wochen schon geahnt." Hummels ist Führungsspieler und Vizekapitän, er darf Kritik äußern.

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Hummels macht sich keine Freunde

Dass seine Mitspieler Vorwürfe fehlender Spielintelligenz und zu viel Hacke, Spitze, eins, zwei, drei lieber hinter verschlossenen Türen als vor laufender TV-Kamera von ihrem Kollegen hören würde, ist auch klar. Hummels selbst auch. Neue Freunde in der Kabine hat er sich mit seinen Aussagen nicht gemacht, aber das wollte er auch gar nicht.

Hummels will die Sinne schärfen auf die kommenden Aufgaben. Denn die haben es in sich: Sonntag bei Tabellenführer Union Berlin, kommenden Mittwoch im DFB-Pokal bei Zweitligist Hannover 96. Zur Erinnerung: Vergangene Saison schied der BVB blamabel bei einem Zweitligisten (St. Pauli/1:2) aus.

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Und eines gilt für die - zu oft zu sehr von sich selbst überzeugten - BVB-Elf allemal: Zu viel Selbstkritik ist weniger schädlich als zu viel Selbstzufriedenheit.

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