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Borussia Dortmund News: Der Plan von Trainer Marco Rose

Spielweise, System & Titeltraum: Rose skizziert sein BVB-Konzept

Marco Rose bei der offiziellen Vorstellung in Dortmund.
Image: Marco Rose bei der offiziellen Vorstellung in Dortmund.  © Getty

Marco Rose legt los bei Borussia Dortmund. Der neue Cheftrainer der Schwarz-Gelben wurde am Donnerstag auf einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt. Dabei hat der 44-Jährige seine Vorstellungen mit dem BVB klar unterstrichen.

Tag eins für Marco Rose als neuer Cheftrainer von Borussia Dortmund. Für den gebürtigen Leipziger war die rund 30-minütige Vorstellungs-PK der erste öffentliche Auftritt für seinen neuen Arbeitgeber. Ein aufregender Tag, zumal sich der ehemalige Gladbach-Trainer noch mitten im Umzugsstress befindet.

Rose: "Hier nach Dortmund passt Arbeiterfußball''

''Ich habe heute Morgen den Umzug organisiert, ich muss auch gleich noch einmal weg'', berichtete der Fußballlehrer, der nach eigenen Aussagen eine Bleibe direkt in Dortmund gefunden hat. In diesem neuen Zuhause möchte der neue BVB-Trainer natürlich möglichst lange bleiben, schließlich hat er beim amtierenden Pokalsieger einen langfristigen Vertrag bis Sommer 2024 abgeschlossen.

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Marco Rose über die Vorfreude auf die Fans und den Verein

Ob die Ehe zwischen Rose und dem BVB von Dauer sein wird, muss natürlich abgewartet werden. Nichtsdestotrotz hat der 44 Jahre alte Trainer klare Vorstellungen, wie er seine neue Borussia zum Erfolg führen möchte. ''Die Art und Weise habe ich schon klar im Kopf. [...] Ich denke, hier nach Dortmund passt Arbeiterfußball, viel investieren, zu laufen, gegen den Ball arbeiten, Bälle zu gewinnen, schnell umzuschalten. Es ist ein großes Paket, das wir vorhaben. Wir wollen Tore schießen und daran werden wir fleißig arbeiten'', betonte Rose.

Welches System er spielen lassen möchte, ließ der ehemalige Trainer von RB Salzburg offen. ''Wir wollen versuchen, flexibel zu sein - ob Dreier- oder Viererkette, Raute. Die Grundordnung ist aber nicht das Entscheidende'', entgegnete Rose.

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Und weiter: ''Wir werden entscheiden, in welchen Positionen die Spieler am besten zur Entfaltung kommen. Wir wollen Dinge ausstrahlen, die wichtig für uns sind.'' In der vergangenen Rückrunde ließ Ex-Trainer und mittlerweile technischer Direktor, Edin Terzic, vorzugsweise ein 4-2-3-1- bzw. 4-3-3-System spielen.

Sancho-Weggang als Herausforderung für Rose

Aber auch eine Dreierkette hat der BVB in der Vergangenheit des Öfteren praktiziert. Für Rose ist jedenfalls klar, dass er den Rat seines Vorgängers in seine Gedankenspiele mit einfließen lassen möchte. ''Ich werde Edin anzapfen, weil wir den Fakt haben, dass relativ spät Spieler dazukommen und da werde ich Edin fragen, was der Mannschaft gut tut und mit was sie sich wohlfühlt. Ich weiß von ihm, dass er dafür immer bereit ist und er ins Büro kommen wird und wir über Fußball reden'', unterstrich der gebürtige Leipziger.

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Eine große Herausforderung dürfte darin liegen, die Lücke von Offensiv-Star Jadon Sancho zu schließen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte auf der PK eine "grundsätzliche Einigung mit Manchester United'' bestätigt. Der Wechsel des englischen Nationalspielers ist also nur noch Formsache, sofern er den Medizincheck bei den Red Devils besteht.

Wie wird der BVB den Weggang Sanchos auffangen? ''Wir haben darüber geredet, wie wir die Qualitäten ersetzen können. Wir werden versuchen, kreative Lösungen zu finden und sehen darin die Chance, uns auf gewissen Positionen etwas anders aufzustellen'', so Rose.

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Joachim Watzke über den Sancho-Wechsel zu Manchester United

Eins zu eins wird man den 21-Jährigen wohl kaum ersetzen können. In seinen vier Jahren in Dortmund hat der Flügelflitzer 50 Tore selbst erzielt und 64 weitere Treffer vorbereitet, und das in gerade mal 137 Pflichtspielen. Als mögliche Alternative zu Sancho wird Donyell Malen von PSV Eindhoven gehandelt. Der Niederländer gilt als der absolute Wunschkandidat.

Kobel bekommt keine hundertprozentige Garantie als Nummer eins

Dies traf auch auf Gregor Kobel zu, der als neue Nummer eins nach Dortmund gelotst wurde. Dennoch darf sich der ehemalige Torhüter vom VfB Stuttgart nicht zu sicher sein, was seinen Status unter Rose anbelangt.

''Wenn man so einen jungen, talentierten Torhüter holt, dann holen wir ihn, um ihn spielen zu lassen'', untermauerte Rose und stellte zugleich klar: ''Das heißt allerdings nicht, dass Gregor vom ersten bis zum letzten Tag gesetzt ist. Er muss in den Wettkampf mit Hitz und Bürki. Es gilt das Leistungsprinzip. Roman hat das nach der Verletzung von Marwin gut gemacht, dieser hatte wiederum davor eine gute Phase. Wir sind sehr gut aufgestellt auf dieser Position.''

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Marco Rose über die Erwartungen in Dortmund

Dennoch sollte Kobel im internen Torhüter-Ranking klar die Nase vorn haben. Der Schweizer Neuzugang soll für mehr Ruhe im Kasten sorgen, und dabei mithelfen, die Ziele in der kommenden Saison zu erreichen. Doch wie sehen diese überhaupt aus?

Rose spricht zwar von ''ambitionierten Zielen'', will sich aber noch nicht festlegen, wie er diese definiert. ''Der Kader ist sehr, sehr gut aufgestellt. Für eine Zielsetzung ist es aber noch zu früh. Die Erwartungshaltung ist groß, war es aber schon in Gladbach."

Watzke mit zurückhaltenden Zielsetzungen

Und weiter: ''Wir müssen ganz oben mitspielen und um Titel mitspielen. So werden wir das Ganze auch angehen. Im Trainingslager werde ich über fixe Teamziele reden, an denen wir uns auch messen lassen wollen. Die Ziele werden ambitioniert sein, weil das jeder von uns erwartet.''

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Rose über die Zusammenarbeit mit Edin Terzic

Deutlich zurückhaltender hat sich Watzke zu dieser Thematik geäußert: ''Wir sind uns alle einig, dass wir Marco nicht mit irgendwelchen Titeldingen überfrachten wollen. Wir wollen diese Bereitschaft, die Zuschauer mitzunehmen und etwas auszustrahlen, was man sich erarbeitet hat.''

Das M-Wort wird in Dortmund fast schon traditionell nicht allzu gerne in den Mund genommen. Dennoch gilt es für Rose, den Abstand zum FC Bayern zu verringern und auch RB Leipzig als Nummer zwei in Fußball-Deutschland wieder abzulösen.

Rose scheint jedenfalls einen klaren Plan zu haben, wie er dieses Vorhaben bewerkstelligen möchte.

Mehr zum Autor Florian Poenitz

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