Borussia Dortmund News: Drei gute BVB-Vorsätze für die Rückrunde

Drei Vorsätze fürs neue Jahr: Hier muss der BVB besser werden

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Borussia Dortmund möchte das Hinrunden-Ende vergessen machen. (Videolänge: 1:34 Minuten)

Borussia Dortmund startet als erster Verfolger mit neun Punkten Rückstand auf den FC Bayern München in die Bundesliga-Rückrunde. Um die Lücke nach oben zu schließen, muss der BVB schnellstmöglich einige Probleme in den Griff bekommen.

Durch die akute Personalnot beim FC Bayern hat Dortmund mit einem guten Start ins neue Jahr durchaus noch Chancen, den Meisterkampf ein wenig spannender zu gestalten. Dabei muss Trainer Marco Rose insbesondere an drei Vorsätzen für das Jahr 2022 arbeiten.

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1. Auswärtsschwäche in den Griff bekommen

Während Borussia Dortmund in der Bundesliga-Hinrunde 24 von 27 möglichen Punkten im Signal Iduna Park holte, schwächelte das Team von Trainer Rose häufig in der Fremde. Nur drei der acht Auswärtsspiele konnte der BVB erfolgreich gestalten. Auch in der Champions League zogen die Schwarz-Gelben in zwei der drei Begegnungen den Kürzeren.

Nach dem schwachen Auftritt zum Abschluss der Hinrunde in Berlin, wo der BVB bei Hertha BSC mit 2:3 unterlag, meinte Trainer Marco Rose am Sky Mikrofon: "Wir müssen unsere Haltung in Bedingungslosigkeit ändern, daran müssen wir unbedingt arbeiten. Ich will hier nicht die Charaktere der Jungs ändern, weil das gute Jungs sind. Aber um maximal erfolgreich zu sein, braucht es ein bisschen mehr."

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Borussia Dortmund startet mit Corona-Testungen und Leistungsdiagnostik aus der Winterpause. Sky Reporter Jesco von Eichmann berichtet von vor Ort. (Video: 01:43 Minuten)

Die erste Chance auf Besserung nach den oft viel zu trostlosen Auftritten auf des Gegners Plätzen hat Dortmund im Topspiel zum Rückrundenstart bei Eintracht Frankfurt (live und exklusiv ab 18.30 Uhr bei Sky). Allerdings waren die Hessen vor der Winterpause in guter Form und sind zumindest auswärts nicht gerade der BVB-Lieblingsgegner.

Denn seit September 2013 konnte der amtierende DFB-Pokalsieger nicht mehr in der Bundesliga in Frankfurt gewinnen. Damals hieß Dortmunds Trainer an der Seitenlinie noch Jürgen Klopp und Henrikh Mkhitaryan erzielte einen Doppelpack beim 2:1-Erfolg. Die Folgenden sieben Bundesliga-Auswärtsspiele bei der Eintracht konnte der BVB dann allerdings nicht mehr gewinnen. Nicht die besten Vorzeichen, um direkt die schwankenden Leistungen auf fremden Plätzen in den Griff zu bekommen.

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BVB-Trainer Marco Rose über den nächsten Gegner Eintracht Frankfurt.(Videolänge: 1:21 Minuten)

"Frankfurt ist sehr stabil und hat sich über Monate Automatismen erarbeitet", lobte Rose auf der Pressekonferenz vor dem Spieltag die Hessen und fügte an: "Da kommt viel Wucht und Energie, aber auch viel fußballerische Qualität. Da müssen wir bereit sein."

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2. Defensive Stabilität verbessern

"Wir müssen unser eigenes Tor konsequenter verteidigen. Wir wollen weniger Gegentore bekommen. Das ist der wichtigste Punkt", sagte Rose nach 26 Gegentreffern in den 17 Hinrundenspielen. Damit liegt der BVB in dieser Statistik nicht nur zehn Gegentore hinter dem großen Rivalen FC Bayern München, sondern im Tabellenmittelfeld des deutschen Fußball-Oberhauses. Nur sieben Mannschaft haben in der Hinrunde mehr Gegentreffer kassiert als die Borussia.

Abwehrchef Mats Hummels kritisierte die Nachlässigkeiten im Defensivverbund bereits Ende September bei DAZN. Als "unseriös" und "nicht erfolgsorientiert" betitelte der Weltmeister von 2014 das BVB-Verhalten beim Verteidigen vor dem eigenen Tor. Damit würde das Rose-Team "den Gegner immer wieder stark machen". Dieses Problem konnte Dortmund anschließend auch bis Weihnachten nicht abstellen.

Im exklusiven Sky Interview hatte auch der langjährige Bundesliga-Trainer Friedhelm Funkel nach der Hinrunde genau diese Schwachstelle ausgemacht. "Natürlich musst du Tore schießen, um Spiele zu gewinnen. Aber du darfst nicht so viele Gegentore bekommen. Da liegt das Manko. Es hapert im defensiven Bereich und da müssen sie auch ansetzen, um mehr defensive Stabilität hereinzubekommen und weniger leichte Gegentore zu kassieren", analysierte Funkel.

Rose nimmt nun besonders Hummels in die Pflicht: "Ich glaube erst einmal, dass er mit einem stärkeren Niveau in die Rückrunde startet als noch in der Vorrunde. Da war er ständig verletzt und hat wirklich Probleme gehabt." Das Thema Knie-Patellasehne werde ihn und den BVB immer ein Stück weit begleiten, aber im Moment hätten die Verantwortlichen das sehr gut im Griff.

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BVB-Trainer Marco Rose über Mats Hummels. (Videolänge: 55 Sekunden)

Vor allem mit Blick auf die Ausfälle von Manuel Akanji (Knie-OP) und Dan-Axel Zagadou (Corona-Infektion) hat der Trainer eine klare Forderung: "Da sind wir stark auf seine Erfahrung und Qualität angewiesen und ich erwarte einfach, dass er diese Verantwortung dann übernimmt, ganz klar."

3. Weniger Abhängigkeit von Haaland

76 Tore in 75 Pflichtspielen. So lautet die Wahnsinnsbilanz von Erling Haaland im Trikot von Borussia Dortmund. Auch in dieser Saison erzielte der Norweger bereits wieder 19 Treffer bei 16 Einsätzen. Haaland ist für den BVB nicht zu ersetzen. Die Borussia markierte mit ihrem Stürmerstar auf dem Platz satte 42 Tore in den 16 Partien (2,6 Tore pro Spiel).

Allerdings fehlte Haaland Dortmund bis zur Winterpause aufgrund von Problemen am Hüftbeuger und muskulären Problemen wettbewerbsübergreifend in zehn Spielen. Dabei ging der Pokalsieger nicht nur gleich viermal als Verlierer vom Platz, sondern hatte offensiv auch große Schwierigkeiten für Torgefahr zu sorgen. Die Bilanz: Nur 15 Treffer und damit eine Quote von 1,5 Toren pro Partie, mehr als ein Treffer weniger, als wenn Haaland auf dem Rasen steht.

Um BVB-Star Erling Haaland ranken sich viele Wechselgerüchte.
Image: Um BVB-Star Erling Haaland ranken sich viele Wechselgerüchte.  © DPA pa

Rose muss sich in der Rückrunde bereits Gedanken machen für den realistischen Fall, dass der 21-Jährige die Schwarz-Gelben im Sommer verlässt (unter anderem der FC Barcelona buhlt um den Torjäger). Denn spätestens dann braucht Dortmund Alternativen, um die offensive Last auf mehrere Schultern zu verteilen. Nachwuchshoffnung Youssoufa Moukoko wird noch etwas Zeit brauchen, um irgendwann in die Fußstapfen Haalands zu treten, Steffen Tigges ist maximal ein guter Joker.

Im aktuellen Kader ruhen daher die Hoffnungen auf eine Leistungsexplosion von Donyell Malen. Der Sommer-Neuzugang kam nur schwer beim BVB in Tritt. Rose machte mehrfach im Saisonverlauf deutlich, dass die Verantwortlichen "noch nicht zufrieden mit seiner Performance" seien. Doch im Hinrunden-Endspurt steigerte sich der Niederländer. Malen erzielte wettbewerbsübergreifend fünf Tore in sieben Einsätzen seit Mitte November. Der 22-Jährige muss in der Rückrunde in die Bresche springen, falls Haaland mal nicht spielen kann.

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Karim Adeyemi von RB Salzburg steht vor einem Wechsel zu Borussia Dortmund. So ist der aktuelle Stand (Videolänge: 4:27 Min.).

Nach der Saison werden dann die Dortmunder Blicke nach Salzburg gehen. Nach Sky Informationen ist die Borussia im Poker um Karim Adeyemi noch immer der Favorit. Laut Transfer-Experte Marc Behrenbeck besteht bereits grundsätzliche Einigung zwischen dem BVB und Adeyemi, zudem möchte der Spieler unbedingt nach Dortmund wechseln. Allerdings müssen sich die Vereine noch auf eine Ablösesumme einigen.

Egal ob Adeyemi dann im Sommer kommt oder nicht: Dortmund muss schnellstmöglich seine Abhängigkeit von Haaland in den Griff bekommen und auch andere Wege finden, um zum Erfolg zu kommen. Dabei sind das Trainerteam und die Spieler gleichermaßen bereits ab dem Frankfurt-Spiel voll gefordert.

Mehr zum Autor Peer Kuni

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