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Serbe wechselt für rund 60 Millionen Euro nach Madrid

Bruchhagen zu Jovic: "Wechsel zu Real erscheint mir etwas früh"

Udo Hutflötz

07.06.2019 | 11:00 Uhr

Ex-Eintracht-Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen äußert sich exklusiv gegenüber Sky Sport zum Wechsel von Luka Jovic von Frankfurt zu Real Madrid.
Image: Ex-Eintracht-Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen äußert sich exklusiv gegenüber Sky Sport zum Wechsel von Luka Jovic von Frankfurt zu Real Madrid. © Getty

Mit Luka Jovic verlässt der in der vergangenen Saison treffsicherste Frankfurt-Akteur die Eintracht in Richtung Madrid. Den Transfer sieht Heribert Bruchhagen - Ex-Manager und -Vorstandsvorsitzender der Hessen - nicht ganz ohne Zweifel.

"Der Wechsel zu Real Madrid erscheint mir schon etwas früh - ohne Zweifel. Es könnte sportlich schon schwierig für Jovic werden, aber wenn Real ruft - mit seiner absoluten Spitzenklasse und allen dazugehörigen Besonderheiten - dann kann kein junger Mensch 'Nein' sagen. Da kann man Günter Netzer, Paul Breitner und Toni Kroos fragen", verrät Bruchhagen exklusiv gegenüber Sky Sport.

Jovic-Abgang ein "erheblicher, sportlicher Verlust" für SGE

Für Eintracht Frankfurt selbst habe der Jovic-Transfer ein Für und Wider, wie der 70-Jährige einschätzt. Auf der einen Seite sei es ein "erheblicher, sportlicher Verlust" für die Hessen.

"Bei der tollen Entwicklung von Spielern wie Sebastien Haller, Luka Jovic, Ante Rebic und Filip Kostic, die allesamt internationales Niveau haben, war der Eintracht aber von vornherein klar, dass man wohl nicht alle halten wird und einen Akteur abgeben muss. Es ist eine Schwächung, aber ich traue der Eintracht zu, dass sie das kompensieren kann."

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Bruchhagen gratuliert der Eintracht

Allerdings gibt es bei einem Transfer nicht nur die sportliche Komponente. Gerade in der heutigen Zeit ist im Fußball-Geschäft der wirtschaftliche Faktor unabdingbar. Im Hinblick auf diesen stellt Bruchhagen der Eintracht ein Lob aus.

"Ich kann der Eintracht nur gratulieren, einen Spieler so entwickelt, in Szene gesetzt und einen solchen Transfer getätigt zu haben. Das tut dem Verein gut, das tut allen gut."

Mit den Einnahmen, die sich abzüglich der 30 Prozent an Jovics Ex-Klub Benfica Lissabon, auf circa 42 Millionen Euro belaufen, können die Hessen nun ihre Personalplanungen vorantreiben. Dass aufgrund des Abgangs von Jovic weitere Leistungsträger den Verein verlassen könnten, glaubt Bruchhagen eher nicht. "Die fühlen sich alle total wohl bei der Eintracht."

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    Image: FC Bayern München: Douglas Costa verließ in der Saison 18/19 den deutschen Rekordmeister für 40 Millionen Euro und wechselte zu Juventus Turin. Damit ist der 27-Jährige der Rekordabgang in der Vereinsgeschichte der Bayern. © Getty
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    Image: RB Leipzig: Naby Keita verließ die Roten Bullen in der Saison 18/19 für eine Rekordablöse von 60 Millionen Euro. Keita wechselte in die Premier League zu Liverpool. © Getty
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    Image: Bayer 04 Leverkusen: Der Südkoreaner Heung-Min Son wechselte in der Saison 15/16 für 30 Millionen Euro zu Tottenham Hotspur. © Getty
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    Image: Borussia Mönchengladbach: Granit Xhaka kam in der Saison 15/16 zum FC Arsenal. Mit 45 Millionen Euro ist Xhaka der Rekordabgang der Fohlen. © Getty
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  7. Frankfurts Luka Jovic geht ab der kommenden Saison für Real Madrid auf Torejagd.
    Image: Eintracht Frankfurt: Luka Jovic wird zur kommenden Saison die Eintracht aus Frankfurt verlassen und sich Real Madrid anschließen. Mit einer Ablösesumme von 60 Millionen Euro wird Jovic der Rekordabgang der Eintracht. © Getty
  8. SV Werder Bremen: Diego wechselte in der Saison 2009/10 zu Juventus Turin. Mit 27 Millionen Euro ist Diego bislang der Rekordabgang der Grün-Weißen.
    Image: SV Werder Bremen: Diego wechselte in der Saison 2009/10 zu Juventus Turin. Mit 27 Millionen Euro ist Diego bislang der Rekordabgang der Grün-Weißen. © Getty
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  10. Ihlas Bebou wird erneut länger ausfallen.
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  12. Abdou Diallo (Borussia Dortmund)
    Image: 1. FSV Mainz 05: Abdou Diallo wechselte in der Saison 18/19 zum BVB. Die 05er erhielten 28 Millionen Euro für den Transfer. Damit ist der 22-Jährige der Rekordabgang in der Vereinsgeschichte. © Getty
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    Image: SC Freiburg: Caglar Söyüncü wechselte in der Saison 18/19 zu Leicester City und ist mit einer Ablösesumme von 21,1 Millionen der Rekordabgang von Freiburg. © Getty
  14. Joker Leroy Sane macht gegen United den Deckel zum 2:0 drauf.
    Image: FC Schalke 04: Leroy Sane ging in der Saison 2016/17 für 50,5 Millionen Euro Ablöse zu Manchester City. Sane ist bis heute der Rekordabgang der Königsblauen. © Getty
  15. FC Augsburg: Abdul Rahman Baba wechselte in der Saison 15/16 zum FC Chelsea.  Die Ablösesumme betrug 20 Millionen Euro und machte den 21-Jährigen zu Augsburgs Rekordabgang.
    Image: FC Augsburg: Abdul Rahman Baba wechselte in der Saison 15/16 zum FC Chelsea. Die Ablösesumme betrug 20 Millionen Euro und machte den 21-Jährigen zu Augsburgs Rekordabgang. © Getty
  16. Anthony Modeste kann seit seiner Rückkehr zum 1. FC Köln nur trainieren, da der Klub noch keine Spielgenehmigung für den Franzosen besitzt.
    Image: 1. FC Köln: Anthony Modeste wechselte in der Saison 18/19 in die chinesische Super League zu Tianjin Tianhai. Mit 29 Millionen Ablöse ist der Mittelstürmer der Rekordabgang in der Vereinsgeschichte des Effzeh. © Getty
  17. SC Paderborn 07: Nick Proschwitz wechselte in der Saison 12/13 für 3,3 Millionen Euro zu Hull City.
    Image: SC Paderborn 07: Nick Proschwitz wechselte in der Saison 12/13 für 3,3 Millionen Euro zu Hull City.  © Getty
  18. 1. FC Union Berlin: Bobby Wood ging in der Saison 16/17 für 4 Millionen Euro zum Hamburger SV. Damit ist der 23-jährige Mittelstürmer der Rekordabgang von Union Berlin.
    Image: 1. FC Union Berlin: Bobby Wood ging in der Saison 16/17 für vier Millionen Euro zum Hamburger SV. Damit ist der 23-jährige Mittelstürmer der Rekordabgang von Union Berlin.  © Getty

Bruchhagen glaubt nicht an Hasardeur-Aktionen

Für Bruchhagen gelte es nun, die bisher ausgeliehenen Kevin Trapp und Sebastian Rode weiter zu behalten. "Das kostet zwar alles etwas, aber das sind Luxusprobleme."

Keine Probleme sieht der Ex-Macher bei Eintracht Frankfurt hingegen bei der Nachfolge-Suche für den scheidenden Goalgetter. Das Wissen anderer Klubs, dass bei den Hessen nun viel Geld liegt, und diese dadurch höhere Ablösen für Spieler verlangen, werde laut Bruchhagen keine große Rolle spielen.

"Es kann zwar ein Faktor sein, aber ich glaube nicht, dass Frankfurt nun exorbitante Preise für Spieler zahlen muss. Die beiden Verantwortlichen Bruno Hübner und Fredi Bobic sind viel zu schlau, als dass sie den entsprechenden Marktwert von Spielern nicht einschätzen können oder sich zu irgendwelchen Hasardeur-Aktionen verleiten lassen."

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