Bundesliga bleibt Zuschauermagnet Nummer eins

Bundesliga boomt auch wirtschaftlich

Die Bundeliga boomt in vielen Bereichen.
Image: Die Bundeliga boomt in vielen Bereichen.  © Getty

Die Bundesliga wird in Sachen wirtschaftliche Vormachtstellung in Europa nur von einer Fußball-Liga getoppt - der englischen Premier League. Dennoch strömen die meisten Fans in die deutschen Stadien.

Mit einem Zuschauerschnitt von 42.421 pro Spiel ist die Bundesliga die attraktivste und meistbesuchteste Liga weltweit.

Positive Zahlen kann die deutsche Eliteliga auch beim Umsatz präsentieren: Im Geschäftsjahr 2015/16 lag die Bundesliga mit 2,71 Milliarden Euro zwar weit abgeschlagen hinter der Premier League (4,87 Milliarden Euro), aber zeigte im Wachstum mit 13 Prozent im Vergleich eine höhere Steigerung als die englische Liga (elf Prozent) - nur die spanische Primera Division (19 Prozent) distanziert die Bundesliga.

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Insgesamt setzten die sogenannten Big Five, darunter noch die italienische Serie A und die französische Ligue 1, 24,6 Milliarden Euro um. Mit einem Marktanteil von 54 Prozent sind die fünf Topligen für mehr als die Hälfte des Marktvolumens verantwortlich.

"Das starke Umsatzwachstum der Bundesliga lässt sich vor allem anhand der gesteigerten Medienerlöse erklären", sagte Karsten Hollasch, Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte, und verwies auf die neuen Verträge zur Vermarktung der internationalen Fernsehrechte und der UEFA-Klubwettbewerbe.

Premier League finanziell weit weg

Im Vergleich zu den 933 Millionen Euro der Bundesliga aus der TV-Vermarktung spiele die Premier League mit Medienerlösen von über 2,58 Milliarden Euro "allerdings nach wie vor in einer eigenen Liga".

Deloitte erwartet zudem, dass die Umsätze durch die ab der kommenden Saison in Kraft tretenden neuen TV-Verträge in den nächsten vier Jahren um etwa 75 Prozent steigen werden.

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"Auch wenn die Bundesliga dadurch nicht in die Sphären der Premier League vorstoßen wird, sollten diese Faktoren dazu beitragen, mittelfristig den zweiten Platz zu verteidigen", sagte Hollasch weiter.