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Bundesliga News: Darauf kommt es für Borussia Mönchengladbach jetzt an

Blaupause für Ligaerhalt: An diese Punkte muss Gladbach anknüpfen

Borussia Mönchengladbach hat beim 2:2 gegen den VfL Wolfsburg eine der besten Saisonleistungen gezeigt und damit bewiesen, dass die Mannschaft noch lebt. Auf drei Punkte kommt es jetzt im Abstiegskampf für die Fohlen an.

Nach einem 0:2-Rückstand hat Gladbach noch ein Unentschieden zu Hause gegen die Wölfe erkämpft und dabei viel Einsatz und Moral auf dem Platz bewiesen.

Die starke Leistung des Teams von Trainer Adi Hütter ist für alle Fans der Borussia ein Hoffnungszeichen im Rennen um den Klassenerhalt. Wenn Gladbach es schafft, auch in den kommenden Partien an diesen Auftritt anzuknüpfen, wird der Traditionsklub vom Niederrhein noch viele Zähler sammeln.

Drei Punkte sind dabei eminent wichtig für die Fohlen.

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1. Offensivtrio muss zünden

In Abwesenheit von Kapitän Lars Stindl (Innenbandverletzung im Knie), der mit 14 Ligatoren in der vergangenen Saison der treffsicherste Spieler war, hat sich Jonas Hofmann (8 Tore) zum torgefährlichsten Angreifer der Gladbacher gemausert. Ein Trio, das in den Jahren zuvor regelmäßig die Torhymne im Borussia Park erklingen ließ, enttäuschte hingegen bislang in dieser Spielzeit komplett.

Die Ladehemmungen bei Alassane Plea, Marcus Thuram und Breel Embolo sind ein Hauptgrund dafür, warum Gladbach sich im unteren Tabellendrittel der Bundesliga wiederfindet. Die Tore und guten Offensivaktionen des Trios fehlen der Borussia. Nur sechs Treffer erzielten sie zusammen an den ersten 23 Spieltagen. Gegen Wolfsburg glänzten alle drei Angreifer mit starken Leistungen und ließen ihre Klasse aufblitzen.

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Thuram markierte mit einem Bilderbuch-Kopfball den 1:2-Anschlusstreffer (42.), Embolo sorgte in der Schlussphase für den Ausgleich (82.). Während es für Thuram der erste Saisontreffer war, steht Embolo nun bei drei - zwei davon übrigens gegen Wolfsburg. Die Vorlagen für Thuram und Embolo lieferte beide Male Plea. Insgesamt gab das Trio zwölf Schüsse Richtung Wolfsburger Tor ab und damit doppelt so viele wie alle Akteure des Gegners zusammen.

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"Wir hatten einen guten Teamspirit, viel Power und haben uns den Ausgleich redlich verdient", sagte Gladbachs Torhüter Yann Sommer nach dem Spiel bei Sky über die starke Offensive der Fohlen. Plea, Thuram und Embolo müssen allerdings auch in den kommenden Wochen weiterzünden, damit der fünfmalige deutsche Meister aus dem Abstiegskampf herauskommt.

Marcus Thuram, Alassane Plea und Breel Embolo (v.l.n.r.) zeigen starke Leistungen für Borussia Mönchengladbach gegen den VfL Wolfsburg.
Image: Marcus Thuram, Alassane Plea und Breel Embolo (v.l.n.r.) zeigen starke Leistungen für Borussia Mönchengladbach gegen den VfL Wolfsburg.  © DPA pa

2. Dominanz muss sich im Ergebnis widerspiegeln

Die statistischen Zahlen gegen Wolfsburg zeigen aber, dass Gladbach trotz der bisher schwachen Saison noch lebt. 67 Prozent Ballbesitz und 26 Schüsse Richtung gegnerisches Tor zeugen von spielerischer Dominanz. "Nach dem Rückstand haben sich die Jungs gewehrt, gefightet und richtig gut Fußball gespielt. Die Mannschaft hat ein leidenschaftliches und emotionales Spiel gezeigt", freute sich Trainer Hütter zurecht über den starken Auftritt seines Teams.

Florian Neuhaus, Jonas Hofmann, Stefan Lainer und Ramy Bensebaini trieben das Gladbacher Spiel immer wieder nach vorne und fütterten die Stürmer mit guten Anspielen. Allerdings ließ der Ertrag im Vergleich zum Aufwand zu wünschen übrig. Gladbach fehlte die Zielgenauigkeit im Anschluss, Wolfsburgs Keeper Koen Casteels verhinderte mit acht Paraden den möglichen Heimsieg.

"Gladbach ist eine sehr gute Mannschaft, die eigentlich nicht dar steht, wo sie eigentlich stehen müsste", lobte Casteels anschließend die Borussia. Der vermeintliche Siegtreffer von Matthias Ginter in der Nachspielzeit zählte nach VAR-Einsatz zurecht nicht, da Patrick Herrmann zuvor Jerome Roussillon im Mittelfeld foulte.

Allerdings hatten die Gastgeber zuvor selbst auch Glück, dass Wolfsburg ein möglicher Strafstoß nach Foul an Max Kruse verwehrt blieb. Der Punkt war daher insgesamt aufgrund des 0:2-Rückstands für die Moral wichtig, leistungsmäßig aber dennoch definitiv zu wenig.

Borussia Mönchengladbach gegen den VfL Wolfsburg.
Image: Borussia Mönchengladbach zeigt gegen den VfL Wolfsburg eine spielerisch starke Leistung.  © Imago

3. Abwehrprobleme in den Griff bekommen

Dass am Ende kein Sieg heraussprang, lag an der Gladbacher Defensive. Ohne den erkrankten Ex-Unioner Marvin Friedrich zeigte die Abwehr vor der Pause mal wieder eine äußerst wacklige Leistung. Die ersten und einzigen beiden Wölfe-Schüsse aufs Tor waren direkt drin. "Beide Gegentore gehen gar nicht, das müssen wir besser verteidigen", zeigte sich Coach Hütter unzufrieden über seine Hintermannschaft.

Außerdem sorgte fast jeder einfach und lang geschlagener Ball der Gäste in den ersten 45 Minuten bereits für Gefahr. Insbesondere Ginter wackelte bedenklich und sah vor allem bei beiden Gegentreffen schlecht aus. Gladbach hat bereits 48 Gegentore in dieser Saison bekommen, nur Greuther Fürth (62) und Hertha BSC (54) haben mehr gefangen. Nur zweimal blieben die Fohlen bisher ohne Gegentreffer.

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Image: Gladbachs Matthias Ginter (hinten) kommt gegen Wolfsburgs Jonas Wind beim 0:1 zu spät.  © Imago

"Wir müssen in der letzten Zeit einige Tore schießen, um zu punkten. Mit unserer Qualität müssen auch mal ein oder zwei Tore reichen. Wir müssen in der Defensive ansetzen und schauen, dass wir weniger Tore bekommen. Das ist der Schlüssel für uns", brachte ein Hofmann nach Spielende auf den Punkt.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Elf vom Niederrhein sich in der zweiten Hälfte deutlich gefestigter in der Abwehr präsentierte und nur einen Schuss der Wölfe noch zuließ. Auf die defensive Leistungssteigerung in Durchgang zwei lässt sich in den kommenden Spielen aufbauen.

Mehr zum Autor Peer Kuni

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