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Bundesliga Relegation: Die Stimmen von Werder Bremen und Heidenheim

Emotionaler Kohfeldt lässt Zukunft offen - FCH-Coach gereizt

Sport-Informations-Dienst (SID)

08.07.2020 | 14:55 Uhr

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Werder Bremen: Trainer Kohfeldt über seine Zukunft

Der Abstieg ist verhindert, die Erleichterung bei Werder Bremen groß. Heidenheim dagegen zeigt sich nach der verpassten Chance enttäuscht. Die Stimmen von Florian Kohfeldt, Frank Schmidt und Co. zum Spiel.

Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) ...

... zum Spiel: "Ich bin einfach nur froh und glücklich, dass wir es geschafft haben nach so einer Saison. Wir waren so oft schon tot und nach dem Hinspiel auch nochmal tot. Irgendwie wäre es auch nicht normal gewesen, wenn wir heute einfach das Spiel runtergespielt hätten, was definitiv auch gut möglich gewesen wäre. Wir hatten in der zweiten Halbzeit viele Chancen... Aber weißt du was: Scheiß egal! Wir sind in der Liga. Scheiß Saison, gutes Ende und alles andere besprechen wir jetzt."

... sein Fazit der Saison: "Ich bin schon oft in Vergnügungsparks gewesen. Für mich war das eher Free-Fall und nicht Achterbahn und wir haben uns da herausgekämpft. Die Mentalität war top. Wir wurden oft totgesagt, unser Charakter wurde in Frage gestellt. Das können wir alles ad acta legen. Aber fußballerisch war das nicht gut. Wir haben zu wenig Punkte geholt. Wir dürfen nie in diese Situation geraten mit diesem Kader. Das ist auch meine Verantwortung und dementsprechend besprechen wir das die nächsten Tage."

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... zur Frage, warum Niclas Füllkrug nicht in der Startelf steht (vor dem Spiel): "Es gab für dieses Spiel zwei Überlegungen: Die taktische und die strategische. Wir haben heute nur einen sehr begrenzten Slot, in dem er spielen kann. Wir dürfen nicht vergessen, von wo er kommt, aus welcher Verletzung. Wir müssen Acht geben, dass er die Zeit, die er auf dem Platz steht auch Vollgas geben kann."

Davy Klaassen (Kapitän SV Werder Bremen) zum Spiel: "Es war ein harter Kampf. Nicht nur heute, sondern die ganze Saison war ein harter Kampf. Da hat man heute die Erleichterung gesehen am Ende. Es war für den Körper und für den Kopf eine schwierige Saison für alle."

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Frank Schmidt (Trainer 1. FC Heidenheim 1846) ...

... zur Frage, wie groß die Enttäuschung nach so einer Saison ist: "Was für eine bescheuerte Frage, wie groß soll die Enttäuschung sein? Wir haben eine große Chance gehabt, wir haben von der Lebenschance gesprochen. Dass wir mega enttäuscht sind, vor allem wie es dann zustande gekommen ist insgesamt, das war extrem schwer für uns. Das ist bitter. Wir waren so heimstark in dieser Saison. Eigentlich muss es nach der Halbzeit 1:1 stehen. Wir haben zwei hundertprozentige Chancen, nutzen die nicht. Eigentlich habe ich beim 1:1 gedacht, dass wir zurück sind und das Spiel drehen können, aber dann fällt das 1:2 und dann waren wir raus."

... zum verpassten Aufstieg: "Wir haben uns in diese Relegation erarbeitet, haben uns das verdient und am Ende nicht geschafft. Dass da natürlich eine Leere da ist, ist klar. Ich habe auch der Mannschaft gesagt, dass man in so einem Moment nicht weiß, was man sagen soll. Aber es geht weiter. Auch, wenn es in dem Moment brutal schwer ist für uns, weil wir dran geglaubt haben, das Spiel heute für uns zu entscheiden."

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Marc Schnatterer (Kapitän 1. FC Heidenheim 1846) zum verpassten Aufstieg: "Es ist schwierig, jetzt die richtigen Worte zu finden. Es ist natürlich ungünstig, wenn du nach zwei, drei Minuten den Gegentreffer bekommst und weißt, dass du zwei schießen musst. Aber wir haben uns im Vorfeld darauf vorbereitet, zwei Tore schießen zu müssen. Bremen hat es im Endeffekt besser gemacht. Wir hatten eine Viertelstunde in der ersten Halbzeit, aber haben uns dann reingebissen. Wir haben uns nie aufgegeben. Es ist schwierig zu sagen, woran es gelegen hat. Die Moral war da, die Leidenschaft war da. Wir sind zweimal wieder zurückgekommen, auch wenn es kurz vor Schluss war. Das Größte ist, dass wir kein Spiel verloren haben und es trotzdem nicht geschafft haben. Das ist brutal. Das war die Chance, in die Bundesliga aufzusteigen. Auch, wenn ich das gerade nicht so zeigen kann, es tut weh."

Die Interviews mit den Spielern und Trainern wurden von DAZN geführt.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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