Bundesliga: Werder Bremen schöpft neuen Mut im Abstiegskampf
Werder zwischen Hoffen & Bangen: Neuer Mut, aber keine Euphorie
14.06.2020 | 15:15 Uhr
Mit einem furiosen 5:1-Sieg beim SC Paderborn haben die abstiegsbedrohten Werderaner ein Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt gesetzt. Die Hoffnung lebt am Osterdeich - angesichts der kommenden Partie gegen die Bayern warnt Trainer Florian Kohfeldt aber vor zu viel Euphorie.
Für Außenstehende lässt sich kaum erahnen, unter welchem Druck Werder Bremen vor der Partie in Paderborn stand.
Nach zwei Heimniederlagen gegen Frankfurt (1:3) und Wolfsburg (0:1) lag der Traditionsklub von der Weser vor diesem Spieltag bereits drei Zähler hinter dem Relegationsplatz, den aktuell Fortuna Düsseldorf belegt. Der zweite Bundesliga-Abstieg nach 1980 droht.
Werder hält Druck stand
Umso wichtiger war der 5:1-Kantersieg beim designierten Absteiger aus Ostwestfalen - auch Florian Kohfeldt und Doppelpacker Davy Klaassen wissen um die Bedeutung des jüngsten Erfolgs: "Aus diesem Spiel nehmen wir mit, dass wir dem Druck standhalten können", sagte Kohfeldt am Sky Mikrofon.
Klaassen, Torschütze zum wichtigen Dosenöffner, pflichtete seinem Trainer bei: "Das Spiel heute war natürlich extrem wichtig für uns."
Kohfeldt: "Haben noch gar nichts erreicht"
Durch den Last-Minute-K.o. der Fortuna gegen den BVB (0:1) schöpft Werder neuen Mut im Kampf um den Klassenerhalt. Dabei werden die Aufgaben für den Traditionsklub aus dem hohen Norden nicht einfacher: Bereits am Dienstag (ab 20 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Bundesliga 3 HD) ist der FC Bayern im Bremer Weserstadion zu Gast.
Auch deshalb drückt der zuletzt viel kritisierte Kohfeldt im Saisonfinale auf die Euphorie-Bremse: "Wir haben noch gar nichts erreicht."
Werder mit Heimschwäche
Bei einem Sieg in 15 Heimspielen kommt es nicht von ungefähr, dass Klaassen im Vorfeld des Duells mit formstarken Münchnern ein "sehr hartes Spiel" erwartet. Sollte die Kohfeldt-Elf gegen Bayern baden gehen und die Fortuna in Leipzig nicht gewinnen, so wären beide Teams weiterhin punktgleich.
Am vorletzten Spieltag ist Werder bei der direkten Konkurrenz aus Mainz gefordert - eine richtungsweisende Partie. Was für Bremen spricht: die gute Moral, allen Widerständen zu trotzen.