BVB feiert Super-Joker Alcacer - aber stapelt tief

Traumverbindung zwischen BVB und Alcacer

Borussia Dortmund eilt von Sieg zu Sieg - im Gegensatz zu den Bayern. Von der Meisterschaft wollen die BVB-Verantwortlichen trotzdem (noch) nicht sprechen.

Nicht einmal der kurze, aber extrem laute (Fehl-)Alarm im Presseraum konnte Lucien Favre aus der Ruhe bringen. Trotz des neunten Saisonsiegs und neun Punkten Vorsprung auf die Bayern stapelte der Trainer von Borussia Dortmund nach dem 2:1 (0:0) beim FSV Mainz 05 bewusst tief - das "M-Wort" steht beim unangefochtenen Tabellenführer der Bundesliga weiterhin auf dem Index.

"Überhaupt nichts" bedeute ihm das zeitgleiche 3:3 der Münchner gegen Fortuna Düsseldorf, sagte Favre und zählte noch Gladbach, Frankfurt, Leipzig und Hoffenheim als weitere Konkurrenten um die Meisterschaft auf: "Natürlich schauen wir auf die Tabelle, aber es gibt noch andere Mannschaften, die sehr, sehr stark sind. Gegen jeden Gegner ist es sehr, sehr schwer. Auch heute war es ein Arbeitssieg."

Borussia Dortmund gewinnt gegen Mainz 05
Borussia Dortmund gewinnt gegen Mainz 05

Borussia Dortmund bleibt in der Bundesliga das Maß der Dinge. Der ungeschlagene Tabellenführer feierte mit dem 2:1 beim FSV Mainz 05 den neunten Saisonsieg.

Super-Joker Alcacer trifft erneut

Verlassen konnte sich der Schweizer dabei wieder auf seinen Super-Joker Paco Alcacer (66.). Der Spanier traf keine zwei Minuten, nachdem er den Platz betreten hatte - insgesamt war es das zwölfte BVB-Tor eines Einwechselspielers in dieser Bundesligasaison. "Er spürt den Fußball, er ist so geboren", sagte Favre und fügte lächelnd an, dass auch Lukasz Piszczek (76.) ein schönes Tor geschossen habe.

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Auf der Pressekonferenz nach dem Dortmunder Sieg in Mainz sorgt ein Fehlalarm für Aufregung (Videolänge: 30 Sekunden).

Paco Alcacer erzielte nach nur 237 Bundesliga-Minuten sein neuntes Tor, pulverisierte damit den bisherigen Rekord von Gert Dörfel, der 565 Minuten für seine ersten neun Treffer benötigt hatte (1963/64 für den HSV).

Sportdirektor Michael Zorc empfahl dennoch nach dem Abpfiff einen Blick in den Kalender. "Wir haben November, nicht Mai", sagte der 56-Jährige gut gelaunt: "Du wirst nicht automatisch Meister, nur weil du vor den Bayern stehst. Das ist gar nicht unser Thema. Für diese Rechenspielchen ist es viel zu früh. Wir werden von unserem Weg nicht abweichen und den Ball flachhalten."

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Fehlalarm auf der Pressekonferenz

Es sei schließlich nicht so gewesen, "dass wir hier über 90 Minuten dominiert hätten", sagte Zorc. Auch Favre analysierte später ein "sehr, sehr schweres Spiel". Die Schlussminuten hatte der Trainer wild gestikulierend an der Seitenlinie verbracht, mit dem Schlusspfiff riss er beide Fäuste in die Höhe. Der kurze Adrenalinschub beim Fehlalarm während der Pressekonferenz war nichts dagegen.

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"Wir haben noch viel zu lernen", sagte der 61-Jährige: "Viele Details, technisch und taktisch. Nur das zählt, die Arbeit. Alle Spieler müssen so weiter trainieren wie im Moment. Es sind noch viele Spiele. Das nächste gegen Brügge." In der Champions League gegen den belgischen Meister am Mittwoch (21 Uhr live auf Sky) reicht dem BVB ein Unentschieden zum Erreichen der K.o.-Runde.

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Auf der Pressekonferenz nach dem Dortmunder Sieg in Mainz sorgt ein Fehlalarm für Aufregung (Videolänge: 30 Sekunden).

Mainz hätte Punkt verdient

Eine Punkteteilung hätten am Samstag durchaus auch die Mainzer verdient gehabt, die Dortmund einen harten Kampf geliefert hatten. "Es sind zwei Gefühlswelten", sagte Trainer Sandro Schwarz, der nur beim zwischenzeitlichen Ausgleich durch Robin Quaison (70.) jubeln durfte: "Auf der einen Seite hat die Leistung gestimmt, auf der anderen steht das Ergebnis. Leider war das Momentum nicht auf unserer Seite." (sid)